{"id":511007,"date":"2021-10-20T09:00:37","date_gmt":"2021-10-20T07:00:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=511007"},"modified":"2021-10-20T01:30:37","modified_gmt":"2021-10-19T23:30:37","slug":"schweizerischer-krebsbericht-2021zahl-der-krebspatienten-nimmt-zu-gleichzeitig-ist-die-sterblichkeit-ruecklaeufig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/schweizerischer-krebsbericht-2021zahl-der-krebspatienten-nimmt-zu-gleichzeitig-ist-die-sterblichkeit-ruecklaeufig\/","title":{"rendered":"Zahl der Krebspatienten nimmt zu &#8211; gleichzeitig ist die Sterblichkeit r\u00fcckl\u00e4ufig"},"content":{"rendered":"<div class=\"contentHead\"><b>Aufgrund der steigenden Zahl \u00e4lterer Menschen nimmt die Zahl der Krebspatienten und die Zahl der krebsbedingten Todesf\u00e4lle zu. Gleichzeitig nimmt das Neuerkrankungsrisiko f\u00fcr Krebs insgesamt bei M\u00e4nnern ab und bleibt bei Frauen unver\u00e4ndert. Das Risiko, an Krebs zu sterben, nimmt bei M\u00e4nnern und bei Frauen ab. Diese Erkenntnisse gehen aus dem dritten Schweizerischen Krebsbericht 2021 hervor, den das Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS), die Nationale Krebsregistrierungsstelle (NKRS) und das Kinderkrebsregister (KiKR) gemeinsam erarbeitet haben. Der Bericht enth\u00e4lt die neuesten verf\u00fcgbaren Daten zu Krebs in der Schweiz f\u00fcr die Periode 2013\u20132017.<\/b><\/div>\n<div>\n<div class=\"mod mod-ws_detail\">\n<div class=\"ws_detail-press\">\n<p>Im Zeitraum von 2013 bis 2017 betrug die Zahl der j\u00e4hrlichen Neuerkrankungen bei M\u00e4nnern rund 23 100 und bei Frauen rund 19 650. Sie hat damit innerhalb von f\u00fcnf Jahren bei beiden Geschlechtern zusammen um etwa 3350 F\u00e4lle zugenommen. F\u00fcr das Jahr 2021 werden rund 48 000 Meldungen neuer Krebsdiagnosen erwartet, 26 000 bei M\u00e4nnern und 22 000 bei Frauen. Hauptgrund f\u00fcr diese Zunahme ist die demografische Entwicklung mit einer wachsenden Zahl \u00e4lterer Menschen.<\/p>\n<p>Kein Grund f\u00fcr die Zunahme der F\u00e4lle ist das Erkrankungsrisiko, welches im Gegenteil f\u00fcr Krebs insgesamt zwischen 2003 und 2017 bei Frauen nahezu unver\u00e4ndert blieb und bei M\u00e4nnern sogar leicht abnahm. Die mittlere j\u00e4hrliche Neuerkrankungsrate hat in den letzten zwei Jahrzehnten derweil bei m\u00e4nnlichen Kindern und Jugendlichen um 0,8% und bei weiblichen um 1,4% zugenommen. Hierbei kann es sich um eine Kombination aus verbesserter Registrierung, ver\u00e4nderter Diagnosepraxis, zuf\u00e4lligen Schwankungen aufgrund kleiner Fallzahlen und echtem Anstieg handeln. Die Mortalit\u00e4tsraten haben bei Kindern und Jugendlichen im gleichen Zeitraum angesichts verbesserter Therapien abgenommen.<\/p>\n<p><b>Vier Krebsarten dominieren<\/b><\/p>\n<p>Bei M\u00e4nnern machen Prostata-, Lungen- und Dickdarmkrebs 50,3% der j\u00e4hrlichen Neuerkrankungen aus, bei Frauen entfallen 51,1% auf Brust-, Lungen- und Dickdarmkrebs. Die anderen Krebsarten haben alle je einen Anteil von weniger als 7% der j\u00e4hrlichen Neuerkrankungen. Bei Kindern sind Leuk\u00e4mien, Hirntumore und Tumore aus embryonalem unreifem Gewebe am h\u00e4ufigsten.<\/p>\n<p><b>J\u00e4hrlich sterben rund 17 000 Personen an Krebs<\/b><\/p>\n<p>Pro Jahr starben zwischen 2013 und 2017 j\u00e4hrlich rund 9400 M\u00e4nner und 7650 Frauen an Krebs. Somit waren 30% aller Todesf\u00e4lle bei M\u00e4nnern und 23% aller Todesf\u00e4lle bei Frauen in der Schweiz durch Krebs bedingt. Bei M\u00e4nnern werden 21% der Krebstodesf\u00e4lle durch Lungenkrebs, 14% durch Prostatakrebs und 10% durch Dickdarmkrebs verursacht. Bei Frauen ist Brustkrebs f\u00fcr 18%, Lungenkrebs f\u00fcr 16% und Dickdarmkrebs f\u00fcr 10% der Krebstodesf\u00e4lle verantwortlich. Bei Kindern verursachen Leuk\u00e4mien und Hirntumore die meisten Todesf\u00e4lle. Insgesamt stellt Lungenkrebs mit 3200 Todesf\u00e4llen pro Jahr die h\u00e4ufigste krebsbedingte Todesursache dar.<\/p>\n<p>Die Sterberaten f\u00fcr Krebs sind im Zeitraum von 1988 bis 2017 im Durchschnitt bei den Frauen um 28% und bei den M\u00e4nnern um 39% zur\u00fcckgegangen. Dies bedeutet, dass Frauen heutzutage ein um fast ein Drittel tieferes Risiko haben, an Krebs zu sterben, verglichen mit gleichaltrigen Frauen vor 30 Jahren. Bei den M\u00e4nnern hat das Sterberisiko in den vergangenen drei Jahrzehnten sogar um weit \u00fcber ein Drittel abgenommen.<\/p>\n<p><b>Bei vielen Krebsarten verbessern sich die \u00dcberlebenschancen<\/b><\/p>\n<p>Im Zeitraum 2013\u20132017 betr\u00e4gt die 5-Jahres-\u00dcberlebensrate \u00fcber alle Krebsarten hinweg betrachtet und unter Ber\u00fccksichtigung anderer Todesursachen f\u00fcr M\u00e4nner 64% und f\u00fcr Frauen 67%. Gegen\u00fcber dem Zeitraum 2003\u2013 2007 ist dies bei M\u00e4nnern und bei Frauen ein Anstieg um jeweils 3 Prozentpunkte. Bei Kindern liegt die 5-Jahres-\u00dcberlebensrate mittlerweile sogar bei \u00fcber 85%. Die \u00dcberlebenschancen werden von der Krebsart sowie vom Zugang zur medizinischen Behandlung und deren Wirksamkeit beeinflusst.<\/p>\n<p><b>Tiefe Erkrankungs- und Sterberaten im internationalen Vergleich<\/b><\/p>\n<p>Im Vergleich mit neun europ\u00e4ischen L\u00e4ndern (darunter die Schweizer Nachbarstaaten und andere westeurop\u00e4ische Nationen) liegen die Neuerkrankungsraten in der Schweiz f\u00fcr alle Tumorarten zusammen betrachtet bei M\u00e4nnern als auch bei Frauen tief. Was die Sterberaten angeht, so hat die Schweiz bei den M\u00e4nnern die zweitniedrigste und bei den Frauen die niedrigste Rate. Bei den 5-Jahres-\u00dcberlebensraten liegt die Schweiz auf einem mittleren Rang. Auch bei Kindern und Jugendlichen sind die \u00dcberlebensraten nach einer Krebserkrankung vergleichbar mit denen der Nachbarl\u00e4nder.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr das Jahr 2021 werden rund 48 000 Meldungen neuer Krebsdiagnosen erwartet, 26 000 bei M\u00e4nnern und 22 000 bei Frauen. 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