{"id":483354,"date":"2021-06-29T12:00:06","date_gmt":"2021-06-29T10:00:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=483354"},"modified":"2021-06-29T11:05:27","modified_gmt":"2021-06-29T09:05:27","slug":"praevention-und-frueherkennung-von-brustkrebs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/praevention-und-frueherkennung-von-brustkrebs\/","title":{"rendered":"Pr\u00e4vention und Fr\u00fcherkennung von Brustkrebs"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Niemand kann sich hundertprozentig vor Krebs sch\u00fctzen. Mehrere Faktoren sind f\u00fcr die Entstehung von Krebs verantwortlich. An Brustkrebs erkranken in der Schweiz pro Jahr 6200 Frauen und 50 M\u00e4nner. Damit ist Brustkrebs die h\u00e4ufigste Krebsart bei Frauen: fast ein Drittel aller Krebsdiagnosen.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Brustkrebs ist ein Tabuthema, obwohl es die h\u00e4ufigste Krebsart bei den Frauen ist, verschliessen viele Menschen die Augen vor der Krankheit. Wenn Sie Erfahrungen mit einer Krebserkrankung gemacht haben, wissen Sie, wie sehr sich die Krankheit auf s\u00e4mtliche Lebensbereiche auswirkt. Nach einer Krebserfahrung ist das Leben nicht mehr das gleiche wie zuvor, davon berichten Betroffene wie Angeh\u00f6rige gleichermassen. Unsicherheit und Sorgen, aber auch Schmerzen, M\u00fcdigkeit und k\u00f6rperliche Ver\u00e4nderungen wiegen schwer. In dieser neuen Wirklichkeit anzukommen ist meist schwierig und dauert f\u00fcr alle Betroffenen unterschiedlich lang.<\/p>\n<p>Die Krebsliga schaut nicht weg, f\u00fcr sie steht die Krankheit und das Wohlbefinden der Menschen im Mittelpunkt. Es gibt viele Faktoren, um den Brustkrebs vorzubeugen. Als unabh\u00e4ngige Patientenorganisation informiert, unterst\u00fctzt und begleitet die Krebsliga kostenlos Krebsbetroffene und Angeh\u00f6rige. In diesem Text finden Sie Informationen, die f\u00fcr Sie hilfreich sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<p><strong>Auch M\u00e4nner erkranken an Brustkrebs <\/strong><\/p>\n<p>Das Geschlecht ist der wichtigste Risikofaktor f\u00fcr Brustkrebs. Doch auch M\u00e4nner erkranken an Brustkrebs, jedoch viel seltener als Frauen. Es gibt folgende Risikofaktoren:<\/p>\n<p>Nicht beeinflussbar: Geschlecht, Alter, famili\u00e4re Belastung (wenn bereits eine oder mehrere Verwandte ersten Grades (Mutter, Schwester, Tochter erkrankt sind) oder erbliche Veranlagungen.<\/p>\n<p>Beeinflussbar: K\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t, Alkohol-\/Tabakkonsum und Ern\u00e4hrung.<\/p>\n<p>Der nat\u00fcrliche Alterungsprozess des K\u00f6rpers ist einer der gr\u00f6ssten Risikofaktoren f\u00fcr Krebs. Vier von f\u00fcnf Brustkrebspatientinnen sind bei der Diagnose \u00fcber 50 Jahre alt. Sind in der Familie einer Frau deren Mutter, Schwester oder Tochter an Brustkrebs erkrankt, hat sie ebenfalls ein erh\u00f6htes Krankheitsrisiko.<\/p>\n<p><strong>Der ausgewogene Lebensstil<\/strong><\/p>\n<p>Manche Risikofaktoren f\u00fcr Brustkrebs sind eng mit dem pers\u00f6nlichen Lebensstil verbunden und lassen sich oft vermeiden oder zumindest reduzieren: Frauen mit viel Bewegung haben ein tieferes Brustkrebsrisiko. Alkohol- und Tabakkonsum erh\u00f6hen das Brustkrebsrisiko wiederum. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, Alkohol nur in kleinen Mengen und nicht t\u00e4glich zu konsumieren und auf das Rauchen zu verzichten. Eine hohe Fettaufnahme und zuckerreiche Lebensmittel gelten ebenfalls als Risikofaktoren. Eine ausgewogene Ern\u00e4hrung mit viel Fr\u00fcchten, Gem\u00fcse kann mithelfen, \u00dcbergewicht zu vermeiden und dadurch das Brustkrebsrisiko zu senken. Frauen, die ihre Babys \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum stillen, haben gegen\u00fcber vergleichbaren Frauen, die nicht stillen, ein geringeres Risiko, im sp\u00e4teren Leben an Brustkrebs zu erkranken.<\/p>\n<p><strong>Kann ich das Risiko senken, an Krebs zu erkranken?<\/strong><\/p>\n<p>Die wichtigste Methode zur Fr\u00fcherkennung von Brustkrebs bei Frauen ab 50 Jahren ist die Mammografie. Die Krebsliga Schweiz empfiehlt und unterst\u00fctzt die Brustkrebsfr\u00fcherkennung durch <a href=\"https:\/\/www.krebsliga.ch\/krebs-vorbeugen\/krebs-frueh-erkennen-und-vorbeugen\/brustkrebs\/mammografie-screening\/\">Mammografie-Screening<\/a>s bei Frauen ab 50 Jahren. In vielen Kantonen bestehen Programme, in denen Frauen ab 50 Jahren alle zwei Jahre eingeladen werden, eine Fr\u00fcherkennungs-Mammografie machen zu lassen. Die Teilnahme ist freiwillig. Die Krankenkasse \u00fcbernimmt die Kosten der Fr\u00fcherkennungs-Mammografie im Rahmen eines Programms oder bei einem famili\u00e4r erh\u00f6hten Brustkrebsrisiko. Die Selbstuntersuchung der Brust ist eine einfache Methode, Ver\u00e4nderungen der Brust wahrzunehmen. Sie ist jedoch kein Ersatz f\u00fcr eine \u00e4rztliche Untersuchung oder f\u00fcr eine Mammografie zur Fr\u00fcherkennung von Brustkrebs. Studien zur regelm\u00e4ssigen Selbstuntersuchung konnten nicht aufzeigen, dass diese die Anzahl der Brustkrebstodesf\u00e4lle zu reduzieren vermag. Dennoch ist nicht ausgeschlossen, dass im Einzelfall eine Frau von der regelm\u00e4ssigen Selbstuntersuchung der Br\u00fcste profitieren kann<strong>. <\/strong>Gehen Sie zu einer \u00e4rztlichen Beratung, wenn Sie zu den Frauen geh\u00f6ren, deren Risiko f\u00fcr Brustkrebs erh\u00f6ht ist. Die erste Anlaufstelle ist Ihre Haus\u00e4rztin oder Ihr Hausarzt. Bei Symptomen wie einem Knoten oder Schmerzen in der Brust handeln Sie rasch. Wird Brustkrebs fr\u00fch entdeckt, ist die Behandlung oft einfacher und die \u00dcberlebenschancen der betroffenen Frau sind im Allgemeinen h\u00f6her.<\/p>\n<p><strong>Gef\u00fchle zulassen<\/strong><\/p>\n<p>Im Verlauf der Krankheit kann es immer wieder Phasen geben, in denen Gef\u00fchle wie Wut, Neid oder Selbstmitleid aufkommen. Solche Gef\u00fchle geh\u00f6ren zu einer Krebserkrankung \u2013 so, wie sie auch sonst ein Teil des Lebens sind. Sie geh\u00f6ren ganz einfach zu den normalen menschlichen Reaktionen und gehen in den meisten F\u00e4llen auch wieder vorbei. Genauso normal wie der Wunsch nach Unterst\u00fctzung ist das Bed\u00fcrfnis nach Ruhe und Alleinsein. Als besonders schwierig erleben die meisten den Zeitraum zwischen Diagnose und Behandlungsbeginn. Das Warten auf weitere Untersuchungsergebnisse l\u00e4sst einen grossen Raum offen f\u00fcr Mutmassungen, Hoffnungen und \u00c4ngste. Manchmal ist es jetzt hilfreich, wenn Sie eine gute, geordnete Tagesstruktur aufrechterhalten und sich durch Aktivit\u00e4ten ablenken. Damit k\u00f6nnen Sie sich Pausen von den sorgenvollen Gedanken verschaffen. So ist es manchmal eine Unterst\u00fctzung, zur gewohnten Zeit einzukaufen, zu kochen, die Mahlzeiten einzunehmen oder einen Spaziergang zu machen, genauso wie sie das vor der Diagnose oder Therapie getan haben.<\/p>\n<p>Es gibt w\u00e4hrend der Behandlung immer auch \u00abgute\u00bb Tage, an denen Sie sich besser f\u00fchlen. Versuchen Sie, an solchen Tagen etwas zu tun, das Ihnen Energie gibt und Freude macht. Das Akzeptieren der Situation, wie sie nun einmal ist, anstatt dagegen \u00abanzuk\u00e4mpfen\u00bb, kann dazu verhelfen, dass man den Boden unter den F\u00fcssen wieder sp\u00fcren und von dem Punkt aus, an dem man jetzt steht, neu ausgehen kann.<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"727\"><strong>Haben Sie Fragen? Die Krebsliga bietet kostenlose Beratung und Unterst\u00fctzung vor Ort: <\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Die kantonalen und regionalen Ligen sind in Ihrer N\u00e4he. Sie bieten allen krebsbetroffenen Personen und ihren Angeh\u00f6rigen in der ganzen Schweiz gratis individuelle Beratung und Unterst\u00fctzung:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.krebsliga.ch\/region\">www.krebsliga.ch\/region<\/a><strong>\u00a0<\/strong><strong>Die Fachberaterinnen vom \u00abKrebstelefon\u00bb helfen bei Fragen zu Krebs weiter:<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Telefon: 0800 11 88 11 (gratis)<br \/>\nE-Mail: helpline@krebsliga.ch<br \/>\nChat: <a href=\"http:\/\/www.krebsliga.ch\/cancerline\">www.krebsliga.ch\/cancerline<\/a><br \/>\nForum: <a href=\"http:\/\/www.krebsforum.ch\/\">www.krebsforum.ch<\/a><br \/>\nSkype: krebstelefon.ch<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Schriftliche Informationen:<br \/>\n<\/strong><a href=\"http:\/\/www.krebsliga.ch\/brustkrebs\">www.krebsliga.ch\/brustkrebs<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.krebsliga.ch\/infomaterial\">www.krebsliga.ch\/infomaterial<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.krebsliga.ch\/krebs-vorbeugen\/\">www.krebsliga.ch\/krebs-vorbeugen\/<\/a><br \/>\nBrosch\u00fcren: <a href=\"http:\/\/www.krebsliga.ch\/shop\">www.krebsliga.ch\/shop<\/a><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<figure id=\"attachment_483349\" aria-describedby=\"caption-attachment-483349\" style=\"width: 450px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/dorentina.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-483349\" src=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/dorentina.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"600\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-483349\" class=\"wp-caption-text\">Dorentina Osmani, Krebsliga Schweiz<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Niemand kann sich hundertprozentig vor Krebs sch\u00fctzen. Mehrere Faktoren sind f\u00fcr die Entstehung von Krebs verantwortlich. An Brustkrebs erkranken in der Schweiz pro Jahr 6200 Frauen und 50 M\u00e4nner. Damit ist Brustkrebs die h\u00e4ufigste Krebsart bei Frauen: fast ein Drittel aller Krebsdiagnosen. 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