{"id":483275,"date":"2021-06-29T07:56:13","date_gmt":"2021-06-29T05:56:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=483275"},"modified":"2021-06-29T07:56:13","modified_gmt":"2021-06-29T05:56:13","slug":"grenzgaengerzahl-waechst-seit-der-jahrtausendwende-stetig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/grenzgaengerzahl-waechst-seit-der-jahrtausendwende-stetig\/","title":{"rendered":"Grenzg\u00e4ngerzahl w\u00e4chst seit der Jahrtausendwende stetig"},"content":{"rendered":"<div class=\"contentHead\"><\/div>\n<div>\n<div class=\"mod mod-ws_detail\">\n<div class=\"ws_detail-press\">\n<p><b>Ende 2020 arbeiteten rund 343 000 Grenzg\u00e4ngerinnen und Grenzg\u00e4nger in der Schweiz. Vor 25 Jahren waren es noch halb so viele. Fast alle stammten aus einem Nachbarstaat und arbeiteten in einem Grenzkanton. Und w\u00e4hrend im Kanton Genf ihre absolute Zahl am h\u00f6chsten war, hatten sie im Kanton Tessin den gr\u00f6ssten Anteil an der Gesamtbesch\u00e4ftigung. Dies sind einige Ergebnisse aus der Publikation \u00abGrenzg\u00e4ngerinnen und Grenzg\u00e4nger in der Schweiz 1996\u20132020\u00bb des Bundesamtes f\u00fcr Statistik (BFS).<\/b><\/p>\n<p>Die 343 000 Grenzg\u00e4ngerinnen und Grenzg\u00e4nger, die Ende 2020 in der Schweiz arbeiteten, machten 6,7% der Erwerbst\u00e4tigen aus. Sie haben jedoch eine spezielle Bedeutung f\u00fcr den Schweizer Arbeitsmarkt: Erstens konzentrieren sie sich stark auf die Grenzregionen, wo sie einen betr\u00e4chtlichen Anteil der Besch\u00e4ftigten ausmachen. Zweitens hat sich ihre Zahl seit Mitte der 1990er-Jahre von 140 000 auf 343 000 mehr als verdoppelt.<\/p>\n<p><b>Zunahme ab 1998<\/b><\/p>\n<p>Die Entwicklung der Anzahl Grenzg\u00e4ngerinnen und Grenzg\u00e4nger in der Schweiz w\u00e4hrend den 25 letzten Jahren hing von zahlreichen Faktoren ab, unter anderem von der Einf\u00fchrung der Personenfreiz\u00fcgigkeit und dem Wirtschaftswachstum.<\/p>\n<p>Zu Beginn der Beobachtungsperiode (1996) ging die Anzahl Grenzg\u00e4ngerinnen und Grenzg\u00e4nger sogar noch leicht zur\u00fcck, ab 1998 pendelten dann jedes Jahr mehr in die Schweiz. Seit 2004, dem Beginn der Liberalisierung des Schweizer Arbeitsmarktes f\u00fcr Personen mit einer Grenzg\u00e4ngerbewilligung, ist ein st\u00e4rkeres Wachstum zu beobachten: Zwischen 1996 und Ende 2004 arbeiteten jedes Jahr im Durchschnitt 2,7% mehr in der Schweiz. In der Periode ab Ende 2004 bis Ende 2020 betrug dieses Wachstum dann durchschnittlich 4,4% pro Jahr. Insgesamt hat ihre Zahl von 1996 bis 2020 um 143% zugenommen.<\/p>\n<p><b>Hoher Anteil im Kanton Tessin<\/b><\/p>\n<p>Die meisten Grenzg\u00e4ngerinnen und Grenzg\u00e4nger arbeiteten Ende 2020 in einem Grenzkanton. W\u00e4hrend ihre absolute Anzahl im Kanton Genf mit \u00fcber 90 000 am h\u00f6chsten war, ergibt sich ein anderes Bild, wenn man ihren Anteil an den Gesamtbesch\u00e4ftigten betrachtet: am gr\u00f6ssten war dieser mit 29% im Kanton Tessin, im Kanton Genf lag er bei 24%. Weitere Kantone mit einem hohen Grenzg\u00e4ngeranteil waren die Kantone Jura (19%), Basel-Stadt (18%), Basel-Landschaft (14%) und Neuenburg (12%).<\/p>\n<p><b>Mehr als die H\u00e4lfte stammt aus Frankreich<\/b><\/p>\n<p>Fast alle Grenzg\u00e4ngerinnen und Grenzg\u00e4nger stammten Ende 2020 aus einem Nachbarstaat. \u00dcber die H\u00e4lfte (55%) hatte ihren Wohnsitz in Frankreich, dahinter folgen Italien (23%) und Deutschland (18%). Weniger als 3% pendelten aus \u00d6sterreich oder Liechtenstein in die Schweiz, die \u00fcbrigen 0,7% stammten aus anderen Staaten. Davon kamen die meisten Personen aus Polen (640), der Slowakei (400) und Ungarn (360).<\/p>\n<p><b>H\u00e4ufiger in der Industrie als inl\u00e4ndische Erwerbst\u00e4tige<\/b><\/p>\n<p>Verglichen mit den inl\u00e4ndischen Erwerbst\u00e4tigen waren Grenzg\u00e4ngerinnen und Grenzg\u00e4nger im 4. Quartal 2020 h\u00e4ufiger in der Industrie t\u00e4tig. Von den inl\u00e4ndischen Erwerbst\u00e4tigen arbeiteten nur 21% im sekund\u00e4ren Sektor, bei den Grenzg\u00e4ngerinnen und Grenzg\u00e4ngern waren es 33%.<\/p>\n<p>Trotzdem war die Mehrheit, wie auch bei den inl\u00e4ndischen Erwerbst\u00e4tigen, im terti\u00e4ren Sektor t\u00e4tig. W\u00e4hrend 77% aller inl\u00e4ndischen Erwerbst\u00e4tigen im Dienstleistungsbereich arbeiteten, waren es bei den Grenzg\u00e4ngerinnen und Grenzg\u00e4ngern lediglich 67%. In der Landwirtschaft arbeiteten nur 0,7% von ihnen \u2013 bei den inl\u00e4ndischen Erwerbst\u00e4tigen waren es im Vergleich dazu 2,3%.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fast alle Grenzg\u00e4ngerinnen und Grenzg\u00e4nger stammten Ende 2020 aus einem Nachbarstaat. \u00dcber die H\u00e4lfte (55%) hatte ihren Wohnsitz in Frankreich, dahinter folgen Italien (23%) und Deutschland (18%)<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":483276,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24006,24631,1140],"tags":[1633],"vendi":[],"content_country":[29888,31836,31837],"class_list":["post-483275","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-lajme-jeta-ne-zvicer-de","category-nachrichten-de-2","category-leben-in-der-schweiz","tag-zvicer-de","content_country-zvicer","content_country-austria-de","content_country-germany-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/483275","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=483275"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/483275\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/483276"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=483275"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=483275"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=483275"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=483275"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=483275"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}