{"id":471836,"date":"2021-05-24T14:50:50","date_gmt":"2021-05-24T12:50:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=471836"},"modified":"2021-05-24T14:52:50","modified_gmt":"2021-05-24T12:52:50","slug":"bericht-der-wirtschaftlichen-landesversorgung-2017-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/bericht-der-wirtschaftlichen-landesversorgung-2017-2020\/","title":{"rendered":"Bericht der wirtschaftlichen Landesversorgung 2017-2020"},"content":{"rendered":"<p>Die Versorgungslage der Schweiz ist grunds\u00e4tzlich gut. Versorgungsrisiken haben aber zugenommen. Dies sind die Schlussfolgerungen, die die wirtschaftliche Landesversorgung (WL) im neuen Landesversorgungsbericht zieht. Zudem hat die COVID-19-Pandemie L\u00fccken in der Krisenvorbereitung aufgedeckt, die es nun m\u00f6glichst rasch zu schliessen gilt. Der Bundesrat hat am 19. Mai 2021 den WL-Landesversorgungsbericht 2017-2020 zur Kenntnis genommen.<\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Landesversorgung (WL) sorgt daf\u00fcr, dass die Versorgung der Schweiz mit lebenswichtigen G\u00fctern und Dienstleistungen auf den Gebieten Lebensmittel, Energie, Heilmittel, Logistik und IKT (Informations- und Kommunikationstechnologien) sichergestellt ist. \u00dcber die gesamte Berichtsperiode 2017-2020 bilanziert die WL eine grunds\u00e4tzlich gute Versorgungslage der Schweiz.<\/p>\n<p>Es zeigten sich aber auch L\u00fccken in der Krisenvorbereitung, die es nun m\u00f6glichst rasch zu schliessen gilt. Die Versorgung mit Atemschutzmasken sowie mit H\u00e4nde- und Fl\u00e4chendesinfektionsmitteln war zeitweise kritisch, da die Nachfrage innert k\u00fcrzestes Zeit massiv zunahm. Deshalb hat die WL die Einf\u00fchrung einer Pflichtlagerhaltung von Ethanol bereits 2020 in Angriff genommen. Als \u00dcbergangsl\u00f6sung steht mittlerweile ein mit 6000 Tonnen Ethanol gef\u00fclltes Sicherheitslager zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Bei der periodischen \u00dcberpr\u00fcfung der Vorratshaltung wird die WL auch die Erfahrungen aus der COVID-19-Krise mitber\u00fccksichtigen. So wird sie die Heilmittelpflichtlager neu beurteilen. Zudem geht es ab 2021 darum, im Bereich der Nahrungsmittel Anpassungen in die Wege zu leiten. Gleichzeitig sind auch Massnahmen zu f\u00f6rdern, die die Energieversorgung, die Logistik oder die IKT in einer Krise besser unterst\u00fctzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>H\u00f6here Versorgungsrisiken<\/strong><\/p>\n<p>Wie der Landesversorgungsbericht 2017-2020 zeigt, haben die Versorgungsrisiken und versorgungsrelevanten Ereignisse in den letzten Jahren zugenommen. Hier ein Blick in die einzelnen Bereiche:<\/p>\n<p><strong>Elektrizit\u00e4t<\/strong>: Bei der Elektrizit\u00e4t kommen immer mehr erneuerbare Energien zum Einsatz und zwar dezentral. Dadurch wird das Ziel einer sicheren Stromversorgung komplexer und auch verletzlicher. Seit der Abschaltung des Atomkraftwerks M\u00fchleberg im Dezember 2019 ist die Schweiz zudem noch abh\u00e4ngiger von Stromimporten.<\/p>\n<p>Vor allem im Winter kann die Spitzenlast nur ungen\u00fcgend durch die inl\u00e4ndische Produktion gedeckt werden. In dieser Jahreszeit wird mehr Strom konsumiert. Die Wasserkraftwerke produzieren aber weniger.<\/p>\n<p><strong>Heilmittel<\/strong>: Mehrere in- und ausl\u00e4ndische Entwicklungen machen die Grundversorgung mit Heilmitteln<strong>\u00a0<\/strong>anspruchsvoller: Dazu z\u00e4hlen weltweite Unternehmensfusionen, der Preisdruck bei nicht mehr patentgesch\u00fctzten Produkten, der R\u00fcckzug von Produkten aus dem Schweizer Markt sowie die Zentralisierung und Verlagerung von Produktionszentren nach Asien.<\/p>\n<p><strong>Nahrungsmittel<\/strong>: Die Versorgungslage bei den Nahrungsmitteln ist in der Schweiz sehr gut. Seit gut 20 Jahren liegt der Selbstversorgungsgrad der Schweiz mit Nahrungsmitteln bei rund 60 Prozent. Die Schweiz ist daher auf gen\u00fcgend Importe angewiesen.<\/p>\n<p><strong>Logistik<\/strong>: In der Logistik spielt die IKT eine immer wichtigere Rolle. Bei einem Ausfall drohen abrupt Versorgungsst\u00f6rungen. Alle Versorgungsprozesse h\u00e4ngen zudem stark vom Zusammenspiel von Logistik und Energieversorgung ab.<\/p>\n<p><strong>R\u00fcckgriffe auf Pflichtlager<\/strong><\/p>\n<p>Die WL verf\u00fcgt \u00fcber eine breite Palette an Instrumenten und Massnahmen, um Versorgungsengp\u00e4ssen zu begegnen. Im Herbst 2018 etwa war die Rheinschifffahrt wegen des tiefen Wasserstands fast zum Erliegen gekommen. Die \u00fcbrigen Verkehrstr\u00e4ger konnten die Transporte nicht vollumf\u00e4nglich kompensieren. Daher st\u00fctzte der Bund die Versorgung der Schweiz mit Mineral\u00f6l und D\u00fcnger durch \u00d6ffnung der Pflichtlager.<\/p>\n<p>Bei den Heilmitteln waren in den vergangenen vier Jahren fast 200\u00a0Bez\u00fcge aus Pflichtlagern notwendig. Im ersten Jahr der COVID-19-Pandemie gab die WL 92 Mal Heilmittel-Pflichtlager frei, zumeist f\u00fcr Antibiotika sowie f\u00fcr Atemschutzmasken. Die WL veranlasste 2020 auch andere Eingriffe in den Markt, um die Versorgung des Landes w\u00e4hrend der Pandemie zu st\u00e4rken. So schr\u00e4nkte sie beispielsweise die Abgabe von knappen Arzneimitteln ein und sorgte mit zielgerichteten Massnahmen daf\u00fcr, dass die Transportkapazit\u00e4ten aufrechterhalten werden konnten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.admin.ch\/gov\/de\/start\/dokumentation\/medienmitteilungen.msg-id-83583.html\">admin.ch<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Versorgungslage der Schweiz ist grunds\u00e4tzlich gut. 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