{"id":469211,"date":"2021-05-13T22:51:54","date_gmt":"2021-05-13T20:51:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=469211"},"modified":"2021-05-13T22:51:54","modified_gmt":"2021-05-13T20:51:54","slug":"statistischer-bericht-2021-wie-leben-familien-in-der-schweiz-von-heute","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/statistischer-bericht-2021-wie-leben-familien-in-der-schweiz-von-heute\/","title":{"rendered":"Statistischer Bericht 2021: Wie leben Familien in der Schweiz von heute?"},"content":{"rendered":"<div class=\"contentHead\"><\/div>\n<div>\n<div class=\"mod mod-ws_detail\">\n<div class=\"ws_detail-press\">\n<p><b>Haushalte mit Kindern unter 25 Jahren machen in der Schweiz knapp ein Drittel der Privathaushalte aus. Die grosse Mehrheit der Kinder lebt mit beiden Eltern zusammen. 13% leben in Einelternhaushalten und 6% in Patchworkfamilien. Obwohl Sozialtransfers die Armutsquote erheblich senken, befinden sich viele Einelternhaushalte in einer schwierigen Situation. Sie sind h\u00e4ufiger armutsgef\u00e4hrdet, auf Sozialhilfe angewiesen und mit ihrem Leben im Allgemeinen weniger zufrieden. Dies sind ausgew\u00e4hlte Ergebnisse aus dem statistischen Familienbericht 2021 des Bundesamtes f\u00fcr Statistik (BFS).<\/b><\/p>\n<p>Kinder im Haushalt beeinflussen die Rollenverteilung der Eltern. 78% der erwerbst\u00e4tigen M\u00fctter mit Kindern unter 25 Jahren arbeiten Teilzeit. Bei den Frauen ohne Kinder im Haushalt sind es 40%, wenn sie mit einem Partner zusammenwohnen, und 31%, wenn sie alleine leben. M\u00e4nner arbeiten seltener Teilzeit, der Anteil der teilzeiterwerbst\u00e4tigen V\u00e4ter mit Kindern unter 25 Jahren liegt bei 12%.<\/p>\n<p>Bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Paarhaushalten mit Kleinkindern weichen die Vorstellungen von der besten Aufteilung der Erwerbsarbeit und das tats\u00e4chliche Erwerbsmodell stark voneinander ab. 46% w\u00fcrden es bevorzugen, wenn beide Eltern Teilzeit erwerbst\u00e4tig w\u00e4ren. In der Realit\u00e4t dominiert aber das Modell \u00abVater Vollzeit und Mutter Teilzeit\u00bb, das von 49% der Paare mit Kindern unter vier Jahren gelebt wird. Nur bei 10% arbeiten beide Eltern Teilzeit.<\/p>\n<p><b>Schweiz liegt bei Betreuung durch Grosseltern \u00fcber europ\u00e4ischem Durchschnitt<\/b><\/p>\n<p>In der Schweiz wird f\u00fcr gut ein Drittel der Kinder unter drei Jahren ein formelles Betreuungsangebot in Anspruch genommen. Dies entspricht dem europ\u00e4ischen Durchschnitt von 35%. Neben der formellen Betreuung in einer Kindertagesst\u00e4tte oder durch eine in einem Netzwerk organisierte Tagesfamilie spielen auch andere Betreuungsformen eine wichtige Rolle: 40% der Kinder unter drei Jahren werden in der Schweiz ausschliesslich durch Grosseltern, andere Privatpersonen sowie unabh\u00e4ngige Tagesfamilien betreut oder nutzen diese Betreuungsform in Kombination mit einer formellen Betreuung. Im europ\u00e4ischen Durchschnitt sind es 28%.<\/p>\n<p><b>Ein F\u00fcnftel der Einelternhaushalte sind auf Sozialhilfe angewiesen<\/b><\/p>\n<p>Viele Einelternhaushalte haben eine angespannte Einkommenssituation: 23% haben Schwierigkeiten oder grosse Schwierigkeiten, finanziell \u00fcber die Runden zu kommen, w\u00e4hrend es bei Paarhaushalten mit Kindern 13% und bei Paarhaushalten unter 65 Jahren ohne Kinder 7% sind. Einelternhaushalte sind \u2013 zusammen mit alleinlebenden Personen \u2013 besonders oft von Einkommensarmut betroffen. 21% werden von der Sozialhilfe unterst\u00fctzt. Der Anteil ist damit deutlich h\u00f6her als bei allen anderen Haushaltsformen. F\u00fcr alleinlebende Eltern ist es oft schwierig, Familienpflichten und Erwerbsarbeit unter einen Hut zu bringen und der betreuende Elternteil (meistens die Mutter) kann oft nur eine eingeschr\u00e4nkte Erwerbst\u00e4tigkeit aus\u00fcben. Dies kann nicht immer ausreichend \u00fcber Alimente kompensiert werden.<\/p>\n<p><b>Familiensituation hat grossen Einfluss auf Wohlbefinden<\/b><\/p>\n<p>Die famili\u00e4re Situation und insbesondere das Bestehen einer Paarbeziehung hat auch einen grossen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden. Personen in Einelternhaushalten und alleinlebende Personen bezeichnen ihren allgemeinen Gesundheitszustand seltener als gut oder sehr gut (75% bzw. 78%) als Personen in Paarhaushalten mit Kindern (83%) und Personen in Paarhaushalten ohne Kinder (81%).<\/p>\n<p>Zudem ist der Anteil der Einelternhaushalte und der alleinlebenden Personen unter 65 Jahren, die mit ihrem jetzigen Leben sehr zufrieden sind, mit 24% deutlich weniger hoch als jener der Personen in Paarhaushalten mit oder ohne Kinder (38% bzw. 41%). Das gilt gleichermassen f\u00fcr die Zufriedenheit mit den pers\u00f6nlichen Beziehungen und der Wohnsituation.<\/p>\n<p><b>Informelle Unterst\u00fctzung: ein wichtiges Element der Beziehungen zwischen den Generationen<\/b><\/p>\n<p>18% der Personen im Alter von 25 bis 80 Jahren helfen mindestens einmal w\u00f6chentlich einer aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden eingeschr\u00e4nkten Person in ihrem Umfeld. Unabh\u00e4ngig vom Alter engagieren sich Frauen etwas h\u00e4ufiger als M\u00e4nner (20% gegen\u00fcber 15%).<\/p>\n<p>F\u00fcr welche Personen die Unterst\u00fctzung geleistet wird, h\u00e4ngt stark vom Alter ab. Die 25- bis 44- und die 45- bis 64-J\u00e4hrigen unterst\u00fctzen vor allem ihre kranken oder gebrechlichen Eltern oder Schwiegereltern (48% bzw. 65%). Bei den 65- bis 80-J\u00e4hrigen verlieren die Eltern an Bedeutung, weil sie teilweise bereits verstorben sind. Die Hilfe kommt bei dieser Altersgruppe am h\u00e4ufigsten nicht verwandten Personen wie etwa Freunden oder Nachbarn zugute (42%).<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>13% leben in Einelternhaushalten und 6% in Patchworkfamilien. 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