{"id":460006,"date":"2021-04-08T08:31:05","date_gmt":"2021-04-08T06:31:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=460006"},"modified":"2021-04-11T23:46:25","modified_gmt":"2021-04-11T21:46:25","slug":"die-bevoelkerung-der-schweiz-waechst-trotz-vermehrter-todesfaelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/die-bevoelkerung-der-schweiz-waechst-trotz-vermehrter-todesfaelle\/","title":{"rendered":"Die Bev\u00f6lkerung der Schweiz w\u00e4chst trotz vermehrter Todesf\u00e4lle"},"content":{"rendered":"<div class=\"contentHead\"><\/div>\n<div>\n<div class=\"mod mod-ws_detail\">\n<div class=\"ws_detail-press\">\n<p><b>Gem\u00e4ss den provisorischen Ergebnissen 2020 der Statistik der Bev\u00f6lkerung und Haushalte (STATPOP) des Bundesamtes f\u00fcr Statistik (BFS) wuchs die st\u00e4ndige Wohnbev\u00f6lkerung der Schweiz per Ende 2020 gegen\u00fcber dem Vorjahr um 0,7% auf 8,7 Millionen Personen. Die Zahl der Todesf\u00e4lle stieg auf 76 000 an, w\u00e4hrend die Eheschliessungen, Geburten und Scheidungen zur\u00fcckgingen.<\/b><\/p>\n<p>Am 31. Dezember 2020 umfasste die st\u00e4ndige Wohnbev\u00f6lkerung der Schweiz 8 667 100 Personen, gegen\u00fcber 8 606 000 Ende 2019 (+61 100 Personen, +0,7%). Die Bev\u00f6lkerungszunahme entspricht derjenigen von 2018 und 2019 und ist damit erneut eine der schw\u00e4chsten der letzten zehn Jahre.<b><\/b><\/p>\n<p><b>Stark r\u00fcckl\u00e4ufige Auswanderungen<\/b><\/p>\n<p>Die internationalen Wanderungen tragen zur Bev\u00f6lkerungsentwicklung bei. 2020 verzeichnete die Schweiz 163 000 Einwanderungen (25 600 schweizerische und 137 400 ausl\u00e4ndische Staatsangeh\u00f6rige) sowie 106 500 Auswanderungen (25 800 bzw. 80 700). Der Wanderungssaldo ist nach wie vor positiv (+56 500), doch im Vergleich zu 2019 wurde sowohl bei den Einwanderungen als auch bei den Auswanderungen eine Abnahme registriert (\u20133,9% bzw. \u201315,6%).<\/p>\n<p>Im Jahr 2020 wanderten Schweizer Staatsangeh\u00f6rige im Vergleich zum Vorjahr h\u00e4ufiger ein (+6,7%) und weniger aus (\u201317,7%). Bei den Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4ndern gingen sowohl die Einwanderungen als auch die Auswanderungen zur\u00fcck (\u20135,6% bzw. \u201314,9%).<\/p>\n<p><b>Mehr Todesf\u00e4lle und weniger Geburten<\/b><\/p>\n<p>2020 sind in der Schweiz 76 000 Menschen gestorben, dies sind 8200 mehr als im Vorjahr (+12,1%). Diese starke Zunahme h\u00e4ngt mit der Covid-19-Pandemie zusammen. Bei den M\u00e4nnern erh\u00f6hte sich die Anzahl Todesf\u00e4lle im Vergleich zu 2019 st\u00e4rker als bei den Frauen (+14,6% gegen\u00fcber +9,9%). Bei den Personen ab 65 Jahren stiegen die Todesf\u00e4lle um 12,7% von 59 400 im Jahr 2019 auf 66 900 im Jahr 2020. Zum Vergleich: Die Todesf\u00e4lle von 0- bis 64-J\u00e4hrigen nahmen lediglich um 8,2% zu, von 8400 auf 9100. Nahezu in allen Kantonen wurde ein Anstieg der Todesf\u00e4lle verbucht. Einzige Ausnahme war der Kanton Nidwalden, in dem 2020 zwei Todesf\u00e4lle weniger registriert wurden als 2019, was einem R\u00fcckgang von 0,6% entspricht.<\/p>\n<p>M\u00f6gliche Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Geburten lassen sich erst ab Ende 2020 bzw. in den ersten Monaten 2021 eindeutig feststellen. Die Anzahl Geburten in der Schweiz ging von 86 200 im Jahr 2019 leicht auf 85 500 zur\u00fcck (\u20130,8%). 72,4% der Geburten erfolgten innerhalb einer Ehe, 27,6% waren nicht ehelich. Gem\u00e4ss den provisorischen Zahlen lag die durchschnittliche Anzahl Kinder pro Frau 2020 bei 1,46. Einen Anstieg der Geburten gegen\u00fcber 2019 verzeichneten die Kantone Graub\u00fcnden (+0,2%), St. Gallen (+1,0%), Solothurn, Nidwalden, Schaffhausen, Wallis, Schwyz und Obwalden (jeweils mehr als 2%).<\/p>\n<p>Der Geburten\u00fcberschuss \u2013 die Differenz zwischen Geburten und Todesf\u00e4llen \u2013 belief sich 2020 auf 9500 Personen, gegen\u00fcber 18 400 im Vorjahr. Dieser R\u00fcckgang von 48% war haupts\u00e4chlich auf den Anstieg der Todesf\u00e4lle zur\u00fcckzuf\u00fchren. Damit liegt der Geburten\u00fcberschuss auf dem tiefsten Niveau seit 2004. In den Kantonen Tessin, Bern, Basel-Landschaft, Neuenburg, Graub\u00fcnden, Jura, Basel-Stadt, Schaffhausen und Glarus war der Geburten\u00fcberschuss sogar negativ, d.h. es starben mehr Menschen als Kinder geboren wurden.<\/p>\n<p><b>Sinkende Lebenserwartung<\/b><\/p>\n<p>Zwischen 2019 und 2020 sank die Lebenserwartung der M\u00e4nner bei Geburt von 81,9 auf 81,1 Jahre (\u20130,8 Jahre), jene der Frauen von 85,6 auf 85,2 Jahre (\u20130,4 Jahre). Diese Abnahmen lassen sich mehrheitlich mit den steigenden Sterberaten im hohen Alter erkl\u00e4ren. So ging die verbleibende Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren bei den M\u00e4nnern um 0,7 Jahre (von 20,0 auf 19,3 Jahre) und bei den Frauen um 0,5 Jahre zur\u00fcck (von 22,7 auf 22,2 Jahre).<\/p>\n<p>Auf kantonaler Ebene verringerte sich die Lebenserwartung der M\u00e4nner bei Geburt in den Kantonen Obwalden (\u20132,5 Jahre), Tessin (\u20132,3) sowie Genf (\u20132,2) am st\u00e4rksten, diejenige der Frauen in den Kantonen Jura (\u20131,8), Genf (\u20131,5) und Schwyz (\u20131,4).<\/p>\n<p><b>R\u00fcckl\u00e4ufige Eheschliessungen und Scheidungen<\/b><\/p>\n<p>Der R\u00fcckgang der Anzahl Eheschliessungen und Scheidungen im Lauf des Jahres 2020 hing vermutlich mit der Covid-19-Pandemie zusammen.<\/p>\n<p>Es wurden 34 900 Ehen geschlossen, 10,4% weniger als 2019. Die Zahl der Eheschliessungen ging generell zur\u00fcck, sowohl zwischen zwei Schweizer Staatsangeh\u00f6rigen (17 800; \u20135,2%) als auch zwischen ausl\u00e4ndischen (5200; \u201315,6%) und zwischen gemischt-nationalen Paaren (11 900; \u201315,0%). Gem\u00e4ss den provisorischen Zahlen waren M\u00e4nner bei der Erstheirat im Durchschnitt 32,3 und Frauen 30,2 Jahre alt. Im Vergleich zu 2019 registrierten fast alle Kantone bei den Eheschliessungen r\u00fcckl\u00e4ufige Zahlen; einzige Ausnahmen sind Nidwalden (+1,6%) und Graub\u00fcnden (+2,0%).<\/p>\n<p>2020 wurden 16 100 Scheidungen ausgesprochen; dies entspricht einer Abnahme um 4,7% im Vergleich zum Vorjahr. W\u00e4hrend die Scheidungen von Schweizer und gemischt-nationalen Paaren gegen\u00fcber 2019 zur\u00fcckgingen (\u20136,7% bzw. \u20137,4%), nahmen sie bei den ausl\u00e4ndischen Paaren zu (+2,9%). Die durchschnittliche Ehedauer bei der Scheidung stieg zwischen 2019 und 2020 von 15,4 auf 15,6 Jahre, was darauf hindeutet, dass sich mehr lang verheiratete Paare scheiden liessen.<\/p>\n<p>Bei Fortsetzung der 2020 beobachteten Trends ist davon auszugehen, dass zwei von f\u00fcnf Ehen (39,2%) irgendwann mit einer Scheidung enden. Nicht in allen Kantonen ging die Zahl der Scheidungen zur\u00fcck. Schwyz, Solothurn, Uri, Bern, Jura, Luzern, Glarus, Basel-Landschaft, Obwalden und Appenzell Innerrhoden verbuchten mehr Scheidungen als 2019.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bev\u00f6lkerungsentwicklung und nat\u00fcrliche Bev\u00f6lkerungsbewegung im Jahr 2020: Provisorische Ergebnisse<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":396094,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[22520,24006,24631,1140],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[31836,31837],"class_list":["post-460006","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-coronavirus-minute-fuer-minute","category-lajme-jeta-ne-zvicer-de","category-nachrichten-de-2","category-leben-in-der-schweiz","content_country-austria-de","content_country-germany-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/460006","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=460006"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/460006\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/396094"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=460006"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=460006"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=460006"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=460006"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=460006"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}