{"id":455392,"date":"2021-03-24T14:32:23","date_gmt":"2021-03-24T13:32:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=455392"},"modified":"2021-03-24T14:32:23","modified_gmt":"2021-03-24T13:32:23","slug":"haeusliche-gewalt-waehrend-corona-pandemie-wachsamkeit-weiterhin-noetig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/haeusliche-gewalt-waehrend-corona-pandemie-wachsamkeit-weiterhin-noetig\/","title":{"rendered":"H\u00e4usliche Gewalt w\u00e4hrend Corona-Pandemie \u2013 Wachsamkeit weiterhin n\u00f6tig"},"content":{"rendered":"<div class=\"contentHead\"><\/div>\n<div class=\"mod mod-nsbnewsdetails\">\n<p>Laut der PKS gibt es 2020 bei den Gewaltstraftaten im h\u00e4uslichen Bereich keine signifikante \u00c4nderung zum Trend der Vorjahre. Allerdings erfasst die PKS nur einen bestimmten Teil der h\u00e4uslichen Gewalt in der Schweiz, n\u00e4mlich Straftaten im h\u00e4uslichen Bereich, welche gemeldet und polizeilich registriert werden. Aus einer fr\u00fcheren Studie im Auftrag des Bundesamts f\u00fcr Justiz ist bekannt, dass nur rund 20\u00a0Prozent der F\u00e4lle h\u00e4uslicher Gewalt \u00fcberhaupt der Polizei gemeldet werden.<\/p>\n<p>Die \u00abTask Force H\u00e4usliche Gewalt und Corona\u00bb von Bund und Kantonen nimmt seit Fr\u00fchling 2020 regelm\u00e4ssig Lagebeurteilungen anhand der Informationen der Einsatzbeh\u00f6rden, der kantonalen Opferhilfestellen und der Schutzunterk\u00fcnfte vor. Gem\u00e4ss der aktuellen Beurteilung gibt es Hinweise daf\u00fcr, dass Familienkonflikte und leichtere Formen h\u00e4uslicher Gewalt, die nicht zu einer Anzeige f\u00fchren, zugenommen haben. So stellen die Opferberatungsstellen in gewissen Kantonen eine Tendenz zur Zunahme von Neumeldungen fest; Frauenh\u00e4user sind weitgehend ausgelastet und m\u00fcssen Hilfesuchende teils an Unterk\u00fcnfte in anderen Kantonen vermitteln; und mehrere Kantone, in denen die Zahl der Polizeieins\u00e4tze (auch ohne Strafverfahren) erhoben wird, beobachten tempor\u00e4r einen Zuwachs an Interventionen.<\/p>\n<p>Die Corona-Pandemie verst\u00e4rkt Risikofaktoren, die h\u00e4usliche Gewalt beg\u00fcnstigen. Zu nennen sind hier insbesondere wirtschaftliche Not und Suchtprobleme, die potenziell zu Stresssituationen innerhalb des Haushalts f\u00fchren. Stresssituationen, die durch die eingeschr\u00e4nkte Mobilit\u00e4t und Massnahmen wie Homeoffice zus\u00e4tzlich versch\u00e4rft werden k\u00f6nnen. Diese Ausgangslage erfordert auch in den n\u00e4chsten Monaten eine intensive Beobachtung vonseiten der Beh\u00f6rden. Gewaltbetroffene selbst, ihre Angeh\u00f6rigen oder Nachbarinnen und Nachbarn m\u00fcssen wissen, wo sie Hilfe erhalten: Sei dies in Form von Beratung bei der Opferhilfe oder bei der Polizei unter der Notrufnummer 117.<\/p>\n<p>Um diese Hilfsangebote bekannter zu machen, gab es im vergangenen Jahr verschiedene kantonale Kampagnen. Auf nationaler Ebene f\u00fchrte die Task Force eine Plakataktion in 13 Sprachen sowie zwei Social-Media-Kampagnen zur nationalen Website\u00a0<u>www.opferhilfe-schweiz.ch durch<\/u>. Mit Letzteren konnten 2,3 Millionen Personen erreicht werden, davon 600&#8217;000 Jugendliche. Eine Wiederaufnahme dieser Kampagne wird gepr\u00fcft.<\/p>\n<p>Die Task Force beobachtet die Situation in Bezug auf h\u00e4usliche Gewalt weiterhin aufmerksam. Sie begr\u00fcsst die \u00dcberlegungen der SODK, eine zentrale Telefonnummer f\u00fcr Opfer von Gewalt einzuf\u00fchren, ebenso wie die Initiativen gewisser Kantone (etwa Genf, St. Gallen, Waadt, Wallis oder Z\u00fcrich) eine \u00e4hnliche kantonale Task Force zu h\u00e4uslicher Gewalt und Corona einzusetzen.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) stellt f\u00fcr das Jahr 2020 keine signifikante Erh\u00f6-hung bei Gewaltstraftaten im h\u00e4uslichen Bereich fest. Es gibt aber in verschiedenen Landesteilen Hinweise auf vermehrte Konflikte innerhalb der Familie. F\u00fcr die \u00abTask Force H\u00e4usliche Gewalt und Corona\u00bb steht fest: Es braucht weiterhin eine erh\u00f6hte Wachsamkeit. Betroffene sind auch in den n\u00e4chsten Monaten auf Hilfsangebote ange-wiesen und die \u00d6ffentlichkeit muss weiter f\u00fcr das Thema sensibilisiert werden<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":387236,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1141,1140],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-455392","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-themen","category-leben-in-der-schweiz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/455392","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=455392"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/455392\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/387236"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=455392"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=455392"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=455392"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=455392"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=455392"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}