{"id":440365,"date":"2021-01-29T12:15:17","date_gmt":"2021-01-29T11:15:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=440365"},"modified":"2021-01-29T12:00:50","modified_gmt":"2021-01-29T11:00:50","slug":"klimaschutz-bundesrat-verabschiedet-die-langfristige-klimastrategie-der-schweiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/klimaschutz-bundesrat-verabschiedet-die-langfristige-klimastrategie-der-schweiz\/","title":{"rendered":"Klimaschutz: Bundesrat verabschiedet die langfristige Klimastrategie der Schweiz"},"content":{"rendered":"<div class=\"contentHead\"><strong>Die Schweiz soll bis 2050 unter dem Strich keine Treibhausgase mehr ausstossen. Dieses Netto-Null-Ziel hat der Bundesrat 2019 beschlossen. Am 27. Januar 2021 hat er die dazugeh\u00f6rige \u00abLangfristige Klimastrategie der Schweiz\u00bb verabschiedet. Diese pr\u00e4sentiert die Leitlinien f\u00fcr die Klimapolitik bis 2050 und legt strategische Ziele f\u00fcr die verschiedenen Sektoren fest. Die Strategie kn\u00fcpft an die Massnahmen und Ziele des revidierten CO2-Gesetzes an. Das neue Gesetz ist f\u00fcr die Erreichung des Netto-Null-Ziels von zentraler Bedeutung. Es f\u00fchrt zu einer Senkung der Treibhausgase um 50 Prozent bis 2030 und bringt die Schweiz auf Kurs f\u00fcr das Klimaziel bis 2050.<\/strong><\/div>\n<div class=\"mod mod-nsbnewsdetails\">\n<p>Der Bundesrat hat 2019 beschlossen, dass die Schweiz bis 2050 nicht mehr Treibhausgase ausstossen soll, als nat\u00fcrliche und technische Speicher aufnehmen k\u00f6nnen. Mit dem Netto-Null-Ziel tr\u00e4gt er den j\u00fcngsten wissenschaftlichen Erkenntnissen des Weltklimarates (IPCC) Rechnung, dass bereits ab einer durchschnittlichen Klimaerw\u00e4rmung von 1,5 Grad mit gravierenden Folgen f\u00fcr Mensch und Artenvielfalt zu rechnen ist. Die Schweiz als Alpenland ist vom Klimawandel besonders betroffen, da die Temperaturen hierzulande doppelt so stark steigen wie im weltweiten Durchschnitt.<\/p>\n<p>Gleichzeitig mit dem Beschluss zum Netto-Null-Ziel hat der Bundesrat das UVEK damit beauftragt, die vorliegende Klimastrategie zu erarbeiten. Am 27. Januar 2021 hat der Bundesrat die \u00abLangfristige Klimastrategie der Schweiz\u00bb gutgeheissen. Damit kommt die Schweiz einer Verpflichtung aus dem Pariser \u00dcbereinkommen nach. Unter diesem sind die L\u00e4nder aufgefordert, bis Ende 2020 ihre langfristigen Klimastrategien beim UNO-Klimasekretariat einzureichen. Eine wichtige Grundlage der Strategie bilden die im Herbst 2020 ver\u00f6ffentlichten Energieperspektiven 2050+ des Bundesamtes f\u00fcr Energie.<\/p>\n<p><strong>Leitlinien f\u00fcr eine klimaneutrale Schweiz bis 2050<\/strong><\/p>\n<p>Die langfristige Klimastrategie formuliert zehn strategische Grundprinzipien, welche die Schweizer Klimapolitik in den kommenden Jahren pr\u00e4gen sollen. Sie zeigt f\u00fcr die Sektoren Geb\u00e4ude, Industrie, Verkehr, Landwirtschaft und Ern\u00e4hrung, den Finanzmarkt, die Luftfahrt sowie die Abfallindustrie m\u00f6gliche Entwicklungen bis zum Jahr 2050. F\u00fcr jeden dieser Sektoren definiert sie strategische Zielsetzungen.<\/p>\n<p>Die Strategie zeigt zudem auf, in welchem Umfang bis 2050 voraussichtlich schwer vermeidbare Emissionen verbleiben, die mit CO2-Abscheidungs- und -Einlagerungstechnologien (CCS) sowie Negativemissionstechnologien (NET) ausgeglichen werden m\u00fcssen. CCS-Technologien fangen CO2 direkt dort ab, wo es bei Anlagen im Industrie und Abfallsektor entsteht. NET kommen f\u00fcr die Emissionen zum Einsatz, die nicht direkt abgefangen werden k\u00f6nnen, zum Beispiel aus der Landwirtschaft. Sie entziehen diese der Atmosph\u00e4re und speichern sie dauerhaft.<\/p>\n<p><strong>Das Netto-Null Ziel ist erreichbar<\/strong><\/p>\n<p>Die langfristige Klimastrategie zeigt, dass die Schweiz ihre Treibhausgasemissionen in den Bereichen Verkehr, Geb\u00e4ude und Industrie bis 2050 um knapp 90 Prozent vermindern kann. Der Geb\u00e4udesektor und der Verkehr k\u00f6nnen bis 2050 emissionsfrei werden, und auch in der Industrie lassen sich die Emissionen aus dem Energieverbrauch praktisch vollst\u00e4ndig beseitigen. In der Luftfahrt bieten nachhaltige erneuerbare Treibstoffe und neue Antriebstechnologien Potenzial zur Emissionsverminderung. Im Bereich Landwirtschaft und Ern\u00e4hrung ist eine Reduktion der Emissionen um mindestens 40 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 m\u00f6glich.<\/p>\n<p>2050 verbleiben aus der Industrie, der Abfallverwertung und der Landwirtschaft Treibhausgasemissionen im Umfang von rund 12 Millionen Tonnen CO2-\u00c4quivalenten. Diese lassen sich mit CCS und NET ausgleichen. Die Schweiz ist als innovations- und finanzstarkes Land mit fast CO2-freier inl\u00e4ndischer Stromproduktion in einer guten Ausgangslage, um das Netto-Null Ziel bis 2050 zu erreichen.<\/p>\n<p><strong>Klimaschutz kostet weniger als der ungebremste Klimawandel<\/strong><\/p>\n<p>Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kosten eines ungebremsten Klimawandels \u00fcbersteigen die Kosten von Massnahmen f\u00fcr den Klimaschutz bei weitem. Das Netto-Null-Ziel ist f\u00fcr die Schweiz deshalb auch von grossem wirtschaftlichen Interesse. Die Schweiz vermindert mit der Abkehr von fossilen Brenn- und Treibstoffen wie \u00d6l, Gas, Benzin und Diesel zudem ihre Abh\u00e4ngigkeit vom Ausland. Geld, das heute ins Ausland abfliesst, wird k\u00fcnftig im Inland investiert. Davon profitiert das einheimische Gewerbe.<\/p>\n<p><strong>CO2-Gesetz bildet das Fundament<\/strong><\/p>\n<p>Die langfristige Klimastrategie kn\u00fcpft an das revidierte CO2-Gesetz und dessen Ziele an. Das in der Herbstsession 2020 vom Parlament gutgeheissene CO2-Gesetz ist eine zentrale Voraussetzung daf\u00fcr, dass das langfristige Klimaziel erreicht werden kann. Es soll 2022 in Kraft treten. Das Gesetz bringt die Schweiz auf Kurs f\u00fcr das Klimaziel von minus 50 Prozent Treibhausgasausstoss bis 2030 und stellt die Weichen f\u00fcr das Netto-Null-Ziel 2050. Da gegen das CO2-Gesetz das fakultative Referendum ergriffen wurde, stimmt die Bev\u00f6lkerung dar\u00fcber ab.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schweiz als Alpenland ist vom Klimawandel besonders betroffen, da die Temperaturen hierzulande doppelt so stark steigen wie im weltweiten Durchschnitt<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":229288,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1141,1140],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-440365","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-themen","category-leben-in-der-schweiz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/440365","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=440365"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/440365\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/229288"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=440365"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=440365"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=440365"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=440365"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=440365"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}