{"id":439822,"date":"2021-01-26T22:24:24","date_gmt":"2021-01-26T21:24:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=439822"},"modified":"2021-01-26T22:24:24","modified_gmt":"2021-01-26T21:24:24","slug":"erhebung-zur-sprache-religion-und-kultur-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/erhebung-zur-sprache-religion-und-kultur-2019\/","title":{"rendered":"Erhebung zur Sprache, Religion und Kultur 2019"},"content":{"rendered":"<div class=\"contentHead\"><\/div>\n<div>\n<div class=\"mod mod-ws_detail\">\n<div class=\"ws_detail-press\">\n<p><b>Mehr als zwei Drittel der Bev\u00f6lkerung ab 15 Jahren in der Schweiz verwenden regelm\u00e4ssig mehr als eine Sprache. Damit hat der Anteil Mehrsprachiger 2019 im Vergleich zu 2014 leicht zugenommen. Englisch ist die am st\u00e4rksten verbreitete Nichtlandessprache wie auch die am h\u00e4ufigsten gelernte Sprache in der Schweiz. Jede f\u00fcnfte Person ab 25 Jahren lernt eine oder mehrere Sprachen oder vertieft ihre Sprachkenntnisse, wobei berufliche Gr\u00fcnde Hauptmotivation daf\u00fcr sind. Das zeigen erste Ergebnisse der Erhebung zur Sprache, Religion und Kultur des Bundesamts f\u00fcr Statistik (BFS), die 2019 zum zweiten Mal durchgef\u00fchrt wurde.<\/b><\/p>\n<p>68% der Bev\u00f6lkerung verwenden im Austausch mit ihren Angeh\u00f6rigen, bei der Arbeit oder beim Medienkonsum in der Freizeit \u2013 sei es beim Radioh\u00f6ren, Fernsehen, Lesen oder Internetsurfen \u2013 mindestens einmal pro Woche mehr als eine Sprache. 38% brauchen regelm\u00e4ssig zwei, 21% drei, 6,4% vier und 1,7% f\u00fcnf oder mehr Sprachen. 32% gaben an, eine einzige Sprache zu verwenden, bei der letzten Erhebung im Jahr 2014 waren es 36%.<\/p>\n<p><b>Alter, Bildungsstand und Migrationsstatus beeinflussen Mehrsprachigkeit<\/b><\/p>\n<p>Der Anteil Personen mit einer einzigen regelm\u00e4ssig verwendeten Sprache steigt mit dem Alter; in der Gruppe der 15-24-J\u00e4hrigen betr\u00e4gt er 13%, bei den Personen ab 75 Jahren hingegen fast das F\u00fcnffache (64%). Personen mit einem Abschluss auf Terti\u00e4rstufe verwenden eher regelm\u00e4ssig mehrere Sprachen als Personen mit tieferem Bildungsstand (76% gegen\u00fcber 59% mit Abschluss auf Sekundarstufe II resp. 72% ohne nachobligatorische Ausbildung).<\/p>\n<p>Unter der Bev\u00f6lkerung mit Migrationshintergrund ist die regelm\u00e4ssige Verwendung mehrerer Sprachen \u00fcberdurchschnittlich stark verbreitet: 41% der Erstmigrantinnen und -migranten sowie 49% der zweiten oder dritten Generation benutzen regelm\u00e4ssig mindestens drei Sprachen; dies gilt nur f\u00fcr rund einen F\u00fcnftel der Personen ohne Migrationshintergrund (21%).<\/p>\n<p><b>Landessprachen und Dialekte stark verbreitet<\/b><\/p>\n<p>76% der Bev\u00f6lkerung in der Schweiz verwenden regelm\u00e4ssig Deutsch, 65% Schweizerdeutsch, 39% Franz\u00f6sisch, 15% Italienisch sowie 1,9% Tessiner oder b\u00fcndneritalienischen Dialekt und 0,9% R\u00e4toromanisch. Die jeweilige(n) Lokalsprache(n), also Deutsch und Schweizerdeutsch in der Deutschschweiz (97% und 89%), Franz\u00f6sisch in der Romandie (99%) und Italienisch sowie Tessiner\/ b\u00fcndneritalienische Dialekte in der italienischsprachigen Region (100% und 36%), werden von grossen Mehrheiten regelm\u00e4ssig verwendet.<\/p>\n<p><b>Jugendsprache Englisch<\/b><\/p>\n<p>Englisch kommt als h\u00e4ufigste Nichtlandessprache bei 45% der Bev\u00f6lkerung in der Schweiz regelm\u00e4ssig zum Einsatz. In der deutschen Sprachregion ist die regelm\u00e4ssige Verwendung des Englischen noch st\u00e4rker verbreitet als in italienisch- resp. franz\u00f6sischsprachigen Gebieten (46% vs. 37% resp. 43%). In der Gruppe der 15-24-J\u00e4hrigen wird Englisch von fast drei Vierteln mindestens einmal pro Woche gesprochen, geschrieben, gelesen oder geh\u00f6rt, wobei es 2014 rund 10 Prozentpunkte weniger waren (62%). Deutlich weniger \u00e4ltere Personen verwenden diese Sprache regelm\u00e4ssig: ab 75 Jahren benutzen nur noch 15% mindestens einmal w\u00f6chentlich Englisch.<\/p>\n<p><b>Sprachkenntnisse werden haupts\u00e4chlich aus beruflichen Gr\u00fcnden erweitert<\/b><\/p>\n<p>In der Schweiz lernt jede f\u00fcnfte Person ab 25 Jahren eine (oder mehrere) Sprache(n) oder vertieft ihre Sprachkenntnisse. Besonders verbreitet ist das Sprachenlernen bei den J\u00fcngeren: 29% der 25-39-J\u00e4hrigen erweitern ihre Sprachkenntnisse. Unter den Personen mit einem obligatorischen Schulabschluss lernen rund 12% eine Sprache, w\u00e4hrend es bei denjenigen mit einem Abschluss auf Terti\u00e4rstufe mehr als doppelt so viele sind (26%). Die am h\u00e4ufigsten gelernte Sprache bei Personen ab 25 Jahren ist Englisch (34%). Danach folgen Deutsch und Franz\u00f6sisch mit je 15%, weitere 11% resp. 8,6% entfallen auf Spanisch und Italienisch. Hauptmotivation f\u00fcr das Erlernen einer Sprache ist der Beruf (34%), die Gr\u00fcnde fallen aber je nach Sprache unterschiedlich aus.<\/p>\n<p><b>Fast die H\u00e4lfte der Kinder kommt zuhause mit mehreren Sprachen in Kontakt<\/b><\/p>\n<p>Bei unter 15-J\u00e4hrigen wird zuhause mehrheitlich Schweizerdeutsch gesprochen (57%). Es folgen Franz\u00f6sisch (28%), Deutsch (16%) und Italienisch (8,8%), w\u00e4hrend die h\u00e4ufigste Nichtlandessprache wiederum Englisch ist (7,5%). Aber auch Albanisch (6,7%), Portugiesisch (4,9%), Spanisch (4,9%), Bosnisch-Kroatisch-Montenegrinisch-Serbisch (3,8%) und T\u00fcrkisch (2,8%) sowie \u00fcber 70 weitere Sprachen werden bei der j\u00fcngsten Generation zuhause gesprochen. 33% der unter 15-J\u00e4hrigen kommen zuhause mit zwei, ein Zehntel sogar mit drei oder mehr verschiedenen Sprachen in Kontakt. In der Gesamtbev\u00f6lkerung bel\u00e4uft sich der Anteil Personen mit mehr als einer zuhause gesprochenen Sprache auf 32%.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zunahme der Mehrsprachigkeit in der Schweiz: 68% verwenden regelm\u00e4ssig mehr als eine Sprache<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":219461,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24636,1141,1136,24631,1133,1140],"tags":[1633],"vendi":[],"content_country":[31836,31837],"class_list":["post-439822","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachrichten-de-4","category-themen","category-sprachen","category-nachrichten-de-2","category-e-diaspora-de","category-leben-in-der-schweiz","tag-zvicer-de","content_country-austria-de","content_country-germany-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/439822","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=439822"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/439822\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/219461"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=439822"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=439822"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=439822"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=439822"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=439822"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}