{"id":412826,"date":"2020-10-07T00:10:42","date_gmt":"2020-10-06T22:10:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=412826"},"modified":"2020-10-07T00:10:42","modified_gmt":"2020-10-06T22:10:42","slug":"2018-waren-ueber-60-des-aerztlichen-personals-unter-40-jahren-frauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/2018-waren-ueber-60-des-aerztlichen-personals-unter-40-jahren-frauen\/","title":{"rendered":"2018 waren \u00fcber 60% des \u00e4rztlichen Personals unter 40 Jahren Frauen"},"content":{"rendered":"<div class=\"contentHead\"><\/div>\n<div>\n<div class=\"mod mod-ws_detail\">\n<div class=\"ws_detail-press\">\n<p><b>Ende 2018 waren in der Schweiz 23 011 \u00c4rztinnen und \u00c4rzte in 16 924 Arztpraxen und ambulanten Zentren t\u00e4tig. 14% waren 65-j\u00e4hrig oder \u00e4lter. Die Frauen machten 41% des gesamten \u00e4rztlichen Personals und 62% des \u00e4rztlichen Personals unter 40 Jahren aus. In einem Drittel der Standorte der Arztpraxen waren im Ausland ausgebildete \u00c4rztinnen und \u00c4rzte t\u00e4tig. Dies sind einige Ergebnisse der letzten Erhebung der Strukturdaten der Arztpraxen und ambulanten Zentren des Bundesamtes f\u00fcr Statistik (BFS).<\/b><\/p>\n<p>Die Arztpraxen und ambulanten Zentren erbrachten ihre Leistungen an insgesamt 17 224 Standorten, wobei 99% der Arztpraxen einen einzigen Standort haben. 84% der Arztpraxen und ambulanten Zentren verf\u00fcgten \u00fcber ihre eigene Infrastruktur (R\u00e4umlichkeiten, Mobiliar, medizinische Ger\u00e4te usw.). Die h\u00e4ufigste Rechtsform waren Einzelunternehmen im Besitz von selbstst\u00e4ndigen \u00c4rztinnen und \u00c4rzten (87% der Arztpraxen).<\/p>\n<p><b>Die Mehrheit des jungen \u00e4rztlichen Personals sind Frauen<\/b><\/p>\n<p>Ende 2018 waren in den Arztpraxen und ambulanten Zentren 23 011 \u00c4rztinnen und \u00c4rzte t\u00e4tig. Der Frauenanteil betrug 41%. Je j\u00fcnger das \u00e4rztliche Personal ist, desto h\u00f6her f\u00e4llt der Anteil der \u00c4rztinnen aus: Sie machten bei den 35- bis 39-J\u00e4hrigen 62%, bei den 60- bis 64-J\u00e4hrigen dagegen lediglich 28% aus. Unabh\u00e4ngig von der Altersgruppe ist der Besch\u00e4ftigungsgrad bei den \u00c4rztinnen tiefer als bei den \u00c4rzten. Bei den Frauen lag er im Schnitt bei 65%, bei den M\u00e4nnern bei 77%. Eine 100%-T\u00e4tigkeit entspricht dabei durchschnittlich f\u00fcnf Arbeitstagen pro Woche.<\/p>\n<p><b>Im Ausland ausgebildete \u00c4rztinnen und \u00c4rzte spielen eine wichtige Rolle<\/b><\/p>\n<p>Am 31. Dezember 2018 waren an den Standorten der Arztpraxen mit eigener Infrastruktur 23% ausl\u00e4ndische \u00c4rztinnen und \u00c4rzte t\u00e4tig. Dar\u00fcber hinaus hatten 30% des \u00e4rztlichen Personals ihr erstes Arztdiplom im Ausland erworben, drei Viertel davon in einem Nachbarland der Schweiz (Deutschland, Frankreich, Italien oder \u00d6sterreich). Ihr Durchschnittsalter lag bei 51 Jahren. Bei den in der Schweiz ausgebildeten \u00c4rztinnen und \u00c4rzten waren es 54 Jahre.<\/p>\n<p>Die T\u00e4tigkeit an den Standorten, an denen der Patientenkontakt stattfindet, ist in unterschiedlichem Ausmass von den im Ausland ausgebildeten \u00c4rztinnen und \u00c4rzten abh\u00e4ngig. An 27% der Standorte mit eigener Infrastruktur verf\u00fcgte mindestens die H\u00e4lfte des \u00e4rztlichen Personals (gemessen in Vollzeit\u00e4quivalenten) \u00fcber einen ausl\u00e4ndischen Erstabschluss. Die regionalen Unterschiede sind jedoch gross. In der Ostschweiz besch\u00e4ftigten 41% der Standorte mehrheitlich Personal mit ausl\u00e4ndischem Abschluss, in der Zentralschweiz waren es 36%, im Kanton Tessin 32%, im Kanton Z\u00fcrich und in der Nordwestschweiz 27% und im Espace Mittelland sowie in der Genferseeregion 22%.<\/p>\n<p><b>Zwei von f\u00fcnf \u00c4rztinnen und \u00c4rzten der Grundversorgung arbeiten in einer Gruppenpraxis<\/b><\/p>\n<p>2018 waren 35% der Standorte der Arztpraxen mit eigener Infrastruktur in der medizinischen Grundversorgung t\u00e4tig (Allgemeine Innere Medizin, Kinder- und Jugendmedizin, praktische \u00c4rztin bzw. praktischer Arzt), 21% in der Psychiatrie und 6% in der Gyn\u00e4kologie. 29% der selbstst\u00e4ndigen \u00c4rztinnen und \u00c4rzte arbeiteten in einer Gruppenpraxis und teilten sich die Finanzierung von R\u00e4umlichkeiten bzw. Personal. In der medizinischen Grundversorgung waren 39% der selbstst\u00e4ndigen \u00c4rztinnen und \u00c4rzte entsprechend organisiert. Die meisten Gruppenpraxen sind klein; bei 75% waren zwei bis drei selbstst\u00e4ndige \u00c4rztinnen und \u00c4rzte t\u00e4tig.<\/p>\n<p><b>Betreuungskosten sind in der medizinischen Grundversorgung tiefer<\/b><\/p>\n<p>2018 belief sich der Betriebsgewinn der selbstst\u00e4ndigen \u00c4rztinnen und \u00c4rzte mit eigener Infrastruktur im Median auf 153 000 Franken. Das h\u00f6chste Medianergebnis erzielten die Fach\u00e4rztinnen und Fach\u00e4rzte mit chirurgischen T\u00e4tigkeiten mit 224 000 Franken, was einer Gewinnmarge von 41% (Median) entspricht. Die selbstst\u00e4ndigen Psychiaterinnen und Psychiater verbuchten die h\u00f6chste Marge (53%), aber das tiefste Ergebnis (105 000 Franken). Die Kosten im Verh\u00e4ltnis zur Anzahl Patientenkontakte waren in der Fachmedizin ohne chirurgische T\u00e4tigkeiten am h\u00f6chsten. Sie beliefen sich auf 190 Franken pro Kontakt (Median). Bei den selbstst\u00e4ndigen \u00c4rztinnen und \u00c4rzten der medizinischen Grundversorgung waren sie mit 80 Franken am tiefsten.<\/p>\n<p>Die Unternehmen mit eigener Infrastruktur, die nicht als Einzelunternehmen organisiert waren (haupts\u00e4chlich Aktiengesellschaften oder Gesellschaften mit beschr\u00e4nkter Haftung), verbuchten 2018 im Median einen Betriebsgewinn von 92 000 Franken.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arztpraxen und ambulante Zentren 2018: In einem Drittel der Standorte der Arztpraxen waren im Ausland ausgebildete \u00c4rztinnen und \u00c4rzte t\u00e4tig<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":378334,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1141,1140],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-412826","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-themen","category-leben-in-der-schweiz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/412826","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=412826"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/412826\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/378334"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=412826"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=412826"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=412826"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=412826"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=412826"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}