{"id":411880,"date":"2020-10-02T15:50:54","date_gmt":"2020-10-02T13:50:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=411880"},"modified":"2020-10-02T15:37:09","modified_gmt":"2020-10-02T13:37:09","slug":"die-arbeitszeit-ist-im-2-quartal-2020-um-95-zurueckgegangen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/die-arbeitszeit-ist-im-2-quartal-2020-um-95-zurueckgegangen\/","title":{"rendered":"Die Arbeitszeit ist im 2. Quartal 2020 um 9,5% zur\u00fcckgegangen"},"content":{"rendered":"<div class=\"contentHead\"><\/div>\n<div>\n<div class=\"mod mod-ws_detail\">\n<div class=\"ws_detail-press\">\n<p><b>Trotz der per 11. Mai 2020 erfolgten Lockerung der Covid-19-Schutzmassnahmen waren auf dem Arbeitsmarkt die Auswirkungen der Pandemie im 2. Quartal deutlich sp\u00fcrbar. Im Vergleich zum Vorjahresquartal verringerte sich die tats\u00e4chliche w\u00f6chentliche Arbeitszeit pro erwerbst\u00e4tige Person um 9,5%. Am deutlichsten fiel das Minus im Wirtschaftszweig \u00abGastgewerbe und Beherbergung\u00bb aus (\u201354,1%). Im 2. Quartal 2020 leistete nahezu die H\u00e4lfte der Arbeitnehmenden zumindest gelegentlich Heimarbeit. Gegen\u00fcber dem Vorjahr ist dieser Anteil stark gestiegen. Dies geht aus der Schweizerischen Arbeitskr\u00e4fteerhebung (SAKE) hervor.<\/b><\/p>\n<p>Im 2. Quartal 2020 arbeiteten die Erwerbst\u00e4tigen pro Woche im Durchschnitt 28,4 Stunden, d.h. 9,5% weniger als im 2. Quartal 2019. Bei den Vollzeiterwerbst\u00e4tigen belief sich die tats\u00e4chliche w\u00f6chentliche Arbeitszeit auf 35,2 Stunden, was im Vorjahresvergleich einem R\u00fcckgang um 8,9% entspricht. Damit wurde die st\u00e4rkste Abnahme seit der Einf\u00fchrung von Quartalsdaten im Jahr 2010 verbucht. W\u00e4re die durchschnittliche Anzahl Ferientage in diesem Zeitraum nicht um die H\u00e4lfte zur\u00fcckgegangen (von 4,2 auf 2,0 Tage pro Quartal), w\u00e4re die Abnahme der tats\u00e4chlichen w\u00f6chentlichen Arbeitszeit noch h\u00f6her ausgefallen.<\/p>\n<p><b>Starker R\u00fcckgang der Arbeitsstunden bei den Frauen und Selbstst\u00e4ndigerwerbenden<\/b><\/p>\n<p>Zwischen dem 2. Quartal 2019 und dem 2. Quartal 2020 reduzierte sich die tats\u00e4chliche w\u00f6chentliche Arbeitszeit pro erwerbst\u00e4tige Person bei den Frauen st\u00e4rker als bei den M\u00e4nnern (\u201311,3% gegen\u00fcber \u20138,4%). Bei den Selbstst\u00e4ndigerwerbenden (\u201313,9%) war dieser R\u00fcckgang ausgepr\u00e4gter als bei den Arbeitnehmenden (\u20139,1%). Die Arbeitszeit von Personen mit Kindern zwischen 0 und 6 Jahren (\u201311,5%) nahm deutlicher ab als bei den Personen mit Kindern zwischen 7 und 14 Jahren (\u20139,1%) und jenen ohne Kinder unter 15 Jahren (\u20137,9%).<\/p>\n<p><b>Arbeitsstunden im Wirtschaftszweig \u00abGastgewerbe und Beherbergung\u00bb stark r\u00fcckl\u00e4ufig<\/b><\/p>\n<p>Mit Ausnahme der \u00abLand- und Forstwirtschaft\u00bb (+0,1%) nahm die tats\u00e4chliche w\u00f6chentliche Arbeitszeit in s\u00e4mtlichen Wirtschaftszweigen ab. Am deutlichsten fiel das Minus im Wirtschaftszweig \u00abGastgewerbe und Beherbergung\u00bb (\u201354,1%) aus, gefolgt von \u00abKunst, Unterhaltung, private Haushalte und sonstige Dienstleistungen\u00bb (\u201323,0%) sowie \u00abHandel und Reparaturen\u00bb (\u201316,8%). Demgegen\u00fcber war der R\u00fcckgang in den Wirtschaftszweigen \u00ab\u00d6ffentliche Verwaltung\u00bb (\u20131,7%), \u00abKredit- und Versicherungsgewerbe\u00bb (\u20132,6%) sowie \u00abErziehung und Unterricht\u00bb (\u20133,9%) am schw\u00e4chsten.<\/p>\n<p><b>Mehr Absenzen, weniger Ferien<\/b><\/p>\n<p>Die durchschnittliche w\u00f6chentliche Dauer der Absenzen pro erwerbst\u00e4tige Person wegen Kurzarbeit erh\u00f6hte sich von 0,1 Stunden im 2. Quartal 2019 auf 2,4 Stunden im 2. Quartal 2020. Bei den gesundheitsbedingten Absenzen (Krankheit oder Unfall) wurde ein moderaterer Anstieg von 1,0 Stunden auf 1,2 Stunden registriert. Die ferienbedingten Absenzen gingen dagegen von 2,2 Stunden auf 1,0 Stunden deutlich zur\u00fcck. Die Absenzen wegen Milit\u00e4r- oder Zivildienst, Mutterschafts-\/Vaterschaftsurlaub, schlechtem Wetter, Arbeitskonflikten oder aus pers\u00f6nlichen\/famili\u00e4ren Gr\u00fcnden ver\u00e4nderten sich nur geringf\u00fcgig (vgl. Grafik G2). Die sonstigen Absenzen (z.B. Selbstst\u00e4ndigerwerbende, die wegen Covid-19 ihre T\u00e4tigkeit reduzieren mussten) schnellten hingegen in die H\u00f6he (von 0,1 auf 1,6 Stunden).<\/p>\n<p><b>Starke Zunahme der Heimarbeit bei den Arbeitnehmenden\u00a0<\/b><\/p>\n<p>Im 2. Quartal 2020 leistete nahezu die H\u00e4lfte der Arbeitnehmenden (44,2%) zumindest gelegentlich Heimarbeit. Im 2. Quartal 2019 hatte dieser Anteil bei knapp einem Drittel (29,2%) gelegen. Den gr\u00f6ssten Anteil an Heimarbeit leistenden Arbeitnehmenden wies im 2. Quartal 2020 der Wirtschaftszweig \u00abInformation und Kommunikation\u00bb auf (87,3%; +23,7 Prozentpunkte gegen\u00fcber dem 2. Quartal 2019), gefolgt von \u00abErziehung und Unterricht\u00bb (78,6%; +11,0 Prozentpunkte) sowie \u00abKredit- und Versicherungsgewerbe\u00bb (77,4%; +46,0 Prozentpunkte). Das Schlusslicht bildeten mit weniger als einem Drittel Heimarbeit leistenden Arbeitnehmenden die Wirtschaftszweige \u00abGesundheits- und Sozialwesen\u00bb (26,7%; +5,5 Prozentpunkte), \u00abBaugewerbe\u00bb (18,7%; +6,9 Prozentpunkte), \u00abLand- und Forstwirtschaft\u00bb (13,8%; \u20130,1 Prozentpunkte) sowie \u00abGastgewerbe\u00bb (12,9%; \u20130,8 Prozentpunkte).<\/p>\n<p>Die Heimarbeit nahm sowohl bei den M\u00e4nnern als auch bei den Frauen markant zu. Im 2. Quartal 2020 leisteten 45,5% der M\u00e4nner (+15,3 Prozentpunkte) und 42,8% der Frauen (+14,8 Prozentpunkte) zumindest gelegentlich Heimarbeit. Hierzu z\u00e4hlten 50,2% der Personen mit Kindern zwischen 0 und 6 Jahren (+14,9 Prozentpunkte gegen\u00fcber dem 2. Quartal 2019), 46,0% der Personen mit Kindern zwischen 7 und 14 Jahren (+9,5 Prozentpunkte) sowie 42,6% der Personen ohne Kinder unter 15 Jahren (+16 Prozentpunkte).<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Coronavirus und Arbeitsmarkt im 2. Quartal 2020. Im 2. Quartal 2020 arbeiteten die Erwerbst\u00e4tigen pro Woche im Durchschnitt 28,4 Stunden, d.h. 9,5% weniger als im 2. Quartal 2019<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":217933,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1141,1140],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-411880","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-themen","category-leben-in-der-schweiz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/411880","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=411880"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/411880\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/217933"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=411880"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=411880"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=411880"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=411880"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=411880"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}