{"id":411038,"date":"2020-09-28T23:12:37","date_gmt":"2020-09-28T21:12:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=411038"},"modified":"2020-09-28T23:16:33","modified_gmt":"2020-09-28T21:16:33","slug":"verlaengerung-der-massnahmen-zur-aufrechterhaltung-des-justizbetriebs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/verlaengerung-der-massnahmen-zur-aufrechterhaltung-des-justizbetriebs\/","title":{"rendered":"Verl\u00e4ngerung der Massnahmen zur Aufrechterhaltung des Justizbetriebs"},"content":{"rendered":"<div class=\"contentHead\"><strong>Einzelne Massnahmen zur Aufrechterhaltung des Justizbetriebs sind weiterhin notwendig und werden daher verl\u00e4ngert. Das Parlament hat im Rahmen des Covid-Gesetzes die Schaffung der daf\u00fcr notwendigen Grundlage gutgeheissen. Um eine nahtlose Weiterf\u00fchrung zu gew\u00e4hrleisten, hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 25. September 2020 die Verl\u00e4ngerung der Verordnung Justiz und Verfahrensrecht verabschiedet. Gleichzeitig werden die Regelungen der ver\u00e4nderten epidemiologischen Lage angepasst. Sie gelten l\u00e4ngstens bis am 31. Dezember 2021.<\/strong><\/div>\n<div class=\"mod mod-nsbnewsdetails\">\n<p>Am 16. April 2020 hat der Bundesrat zur Aufrechterhaltung der Funktionsf\u00e4higkeit von Gerichten und Beh\u00f6rden in der damaligen ausserordentlichen Lage gest\u00fctzt auf Artikel 185 Absatz 3 der Bundesverfassung die Verordnung \u00fcber die Massnahmen in der Justiz und im Verfahrensrecht (COVID-19-Verordnung Justiz und Verfahrensrecht) erlassen. Diese Notverordnung gilt derzeit bis Ende September 2020.<\/p>\n<p>Weil sich die Verordnung nach Einsch\u00e4tzung des Bundesrates bew\u00e4hrt hat und daf\u00fcr angesichts der derzeitigen epidemiologischen Lage weiterhin eine Notwendigkeit besteht, will er die Verordnung verl\u00e4ngern. Mit der Botschaft zum Covid-19-Gesetz hat der Bundesrat am 12. August 2020 dem Parlament die Schaffung der gesetzlichen Grundlage f\u00fcr diese Massnahmen beantragt. Das Gesetz wurde in der Herbstsession vom Parlament gutgeheissen. Somit kann die Verordnung bis Ende 2021 verl\u00e4ngert werden. Falls ein fakultatives Referendum gegen das Covid-19-Gesetz zustande kommt und das Gesetz abgelehnt wird, tritt die Verordnung dannzumal ausser Kraft.<\/p>\n<h3>Videokonferenzen weiterhin m\u00f6glich<\/h3>\n<p>Gleichzeitig mit der Verl\u00e4ngerung hat der Bundesrat auch inhaltliche Anpassungen beschlossen. Aufgrund der aktuellen epidemiologischen Lage sowie der derzeit geltenden Massnahmen auf Stufe Bund und Kantone dr\u00e4ngen sich punktuelle Anpassungen auf. Der ausnahmsweise Einsatz von Videokonferenzen in Verhandlungen und bei Zeugeneinvernahmen in Zivilverfahren ist in Zukunft nur noch unter strengeren Voraussetzungen m\u00f6glich. Weiterhin handelt es sich um eine zus\u00e4tzliche M\u00f6glichkeit f\u00fcr die Gerichte und nicht um eine Verpflichtung. Grunds\u00e4tzlich ist daf\u00fcr das Einverst\u00e4ndnis der Parteien erforderlich.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus ist der Einsatz von Videokonferenzen nur dann zul\u00e4ssig,<\/p>\n<ul>\n<li>wenn dies eine Partei oder ihre Rechtsvertretung sowie allenfalls auch ein Gerichtsmitglied aufgrund ihrer besonderen Gef\u00e4hrdung durch das Coronavirus als besonders sch\u00fctzenswerte Person beantragt und keine wichtigen Gr\u00fcnde dagegensprechen<\/li>\n<li>sowie bei besonderer Dringlichkeit.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die ge\u00e4nderte Verordnung Justiz und Verfahrensrecht tritt am 26. September 2020 in Kraft. Ihre Geltungsdauer entspricht jener des Covid-19-Gesetzes, also bis zum 31. Dezember 2021. Sie ist bereits fr\u00fcher ganz oder teilweise aufzuheben oder anzupassen, wenn die Notwendigkeit daf\u00fcr ganz oder teilweise nicht mehr gegeben ist.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die ge\u00e4nderte Verordnung Justiz und Verfahrensrecht tritt am 26. September 2020 in Kraft. Ihre Geltungsdauer entspricht jener des Covid-19-Gesetzes, also bis zum 31. 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