{"id":410044,"date":"2020-09-25T11:14:28","date_gmt":"2020-09-25T09:14:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=410044"},"modified":"2020-09-25T16:56:36","modified_gmt":"2020-09-25T14:56:36","slug":"krankenpflegeversicherung-die-mittlere-praemie-steigt-2021-um-05-prozent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/krankenpflegeversicherung-die-mittlere-praemie-steigt-2021-um-05-prozent\/","title":{"rendered":"Krankenpflegeversicherung: Die mittlere Pr\u00e4mie steigt 2021 um 0,5 Prozent"},"content":{"rendered":"<div class=\"contentHead\"><\/div>\n<div class=\"mod mod-nsbnewsdetails\">\n<p>Die mittlere Pr\u00e4mie bel\u00e4uft sich 2021 auf 316,50 Franken. Nach den moderaten Zunahmen in den Jahren 2019 und 2020 liegt auch der Anstieg von 0,5 Prozent im Jahr 2021 unter dem Mittel der letzten Jahre. Im Durchschnitt ist die mittlere Pr\u00e4mie seit 2010 j\u00e4hrlich um 3,2 Prozent und seit Inkrafttreten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung 1996 j\u00e4hrlich um 3,7 Prozent gestiegen.<\/p>\n<p>Die Prognosen zeigen: In neun Kantonen (AG, AI, AR, BS, NE, OW, SH, SZ, ZH) liegen die durchschnittlichen Anpassungen der mittleren Pr\u00e4mie unter oder bei 0 Prozent und in zehn Kantonen (BE, FR, GE, GL, GR, SG, SO, UR, VD, ZG) zwischen 0 und 1 Prozent. In den \u00fcbrigen sieben Kantonen (BL, JU, LU, NW, TG, TI, VS) betr\u00e4gt der Anstieg \u00fcber 1 Prozent. Das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) hat alle Pr\u00e4mien f\u00fcr ein Jahr genehmigt.<\/p>\n<p>Die mittlere Pr\u00e4mie f\u00fcr Erwachsene (375.40 Franken) und jugendliche Erwachsene (265.60 Franken) erh\u00f6ht sich leicht im Vergleich zum vergangenen Jahr, n\u00e4mlich um 0.4 Prozent. Die Pr\u00e4mie f\u00fcr Kinder sinkt leicht um 0.1 Prozent und betr\u00e4gt 99.70 Franken.<\/p>\n<h2>Auswirkungen der Pandemie auf die Kosten<\/h2>\n<p>Langfristig widerspiegelt der Pr\u00e4mienanstieg den Kostenanstieg in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung. Die Pr\u00e4mien f\u00fcr 2021 werden so berechnet, dass sie die gesch\u00e4tzten Kosten im Jahr 2021 decken. Derzeit lassen sich die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Kosten im Jahr 2020 noch nicht ermitteln. Es bestehen noch viele Unsicherheiten und es ist noch zu fr\u00fch, um die effektiven Kosten abzusch\u00e4tzen. Sollten die Leistungskosten im Jahr 2020 h\u00f6her oder tiefer ausfallen, als sie bei der Festlegung der Pr\u00e4mien gesch\u00e4tzt wurden, ver\u00e4ndert sich die H\u00f6he der Reserven entsprechend.<\/p>\n<h2>F\u00fcr einen freiwilligen Reserveabbau<\/h2>\n<p>Die von den Versicherern aufgebauten Reserven \u00fcbersteigen 2020 die 11-Milliarden-Schwelle. Das BAG hat in dieser Pr\u00e4mienrunde einen Ausgleich der zu hohen Pr\u00e4mieneinnahmen von 183 Millionen Franken und einen freiwilligen Reserveabbau von 28 Millionen Franken genehmigt. Das entspricht einer Gesamtsumme von 211 Millionen Franken, die an die Versicherten zur\u00fcckfliesst.<\/p>\n<p>Die soliden finanziellen Verh\u00e4ltnisse der Krankenkassen sind an sich positiv. Der Bundesrat ist jedoch der Ansicht, dass eine Mehrheit der Versicherer noch \u00fcber zu hohe Reserven verf\u00fcgt. Derzeit sieht die Gesetzgebung keine f\u00fcr die Krankenversicherer verbindliche Massnahme zum Reserveabbau vor. Der Bundesrat hat jedoch an seiner Sitzung vom 18. September 2020 eine Anpassung der Krankenversicherungsaufsichtsverordnung (KVAV) vorgeschlagen, um den Krankenversicherern den Anreiz zu geben, die Pr\u00e4mien m\u00f6glichst kostengerecht zu berechnen und so \u00fcberm\u00e4ssige Reserven zu vermeiden. Die Krankenversicherer sollen leichter auf den freiwilligen Reserveabbau zur\u00fcckgreifen k\u00f6nnen. Die Vorlage befindet sich derzeit in der Vernehmlassung.<\/p>\n<h2>Zweites Massnahmenpaket des Kostend\u00e4mpfungsprogramms<\/h2>\n<p>Die Krankenversicherungspr\u00e4mien stellen eine immer gr\u00f6ssere Belastung f\u00fcr die Haushalte dar. Aufgrund der demografischen Entwicklung und des medizinisch-technischen Fortschritts steigen die Kosten im Gesundheitswesen auch in Zukunft weiter an. Ziel des Bundesrates ist, dass die Kosten nur in einem medizinisch begr\u00fcndbaren Umfang steigen. Er hat im vergangenen Jahr ein erstes Paket mit neun Massnahmen zur Eind\u00e4mmung der Gesundheitskosten verabschiedet. Dieses ist derzeit in Beratung im Parlament. Im vergangenen August hat der Bundesrat ein zweites Massnahmenpaket, dessen Sparpotenzial auf eine Milliarde Franken gesch\u00e4tzt wird, in die Vernehmlassung geschickt.<\/p>\n<p class=\"nsbtextkasten\"><strong>Wechsel der Grundversicherung<\/strong><br \/>\nBis Ende Oktober m\u00fcssen die Krankenversicherer ihre Versicherten individuell \u00fcber die f\u00fcr n\u00e4chstes Jahr geltenden Pr\u00e4mien informieren. Die Versicherten k\u00f6nnen anschliessend bis Ende November ihre Versicherung k\u00fcndigen oder eine andere Versicherungsform w\u00e4hlen. Die Krankenversicherer m\u00fcssen jede Person in die obligatorische Krankenpflegeversicherung aufnehmen; es gilt die Versicherungspflicht. Damit die K\u00fcndigung g\u00fcltig ist, muss der Nachweis einer anderen Versicherung eingereicht werden.<\/p>\n<p><strong>Priminfo.ch<\/strong><br \/>\nAuf www.priminfo.ch steht der Bev\u00f6lkerung ein Pr\u00e4mienrechner zur Verf\u00fcgung. Grundlage sind alle vom BAG genehmigten Pr\u00e4mien der obligatorischen Krankenpflegeversicherung f\u00fcr 2021. Die Versicherten finden auf dieser Website die Versicherungsangebote aller Krankenversicherer. Sie k\u00f6nnen die Pr\u00e4mien nach ihrer H\u00f6he sortieren und damit ihr Einsparpotenzial berechnen. Dazu gen\u00fcgt die Angabe von Wohnort, Alter, Versicherungsmodell, Franchise und aktuellem Krankenversicherer. Wer ein passendes Angebot gefunden hat, kann beim Krankenversicherer online eine Offerte f\u00fcr die obligatorische Krankenpflegeversicherung einholen oder ein entsprechendes Formular ausdrucken und an den Krankenversicherer senden. Das verursacht keine Kosten f\u00fcr die Krankenversicherer.<\/p>\n<p><strong>Pr\u00e4mienberatung<\/strong><br \/>\nDie Dokumentation &#8220;Pr\u00e4mienberatung&#8221; liefert Informationen zur Krankenversicherung, Tipps zum Pr\u00e4miensparen und Musterbriefe. Diese Dokumentation ist auf dem Internet unter www.priminfo.ch zu finden. Das BAG stellt auf <a href=\"http:\/\/www.priminfo.ch\">www.priminfo.ch<\/a> \u00fcberdies Pr\u00e4mien\u00fcbersichten zur Verf\u00fcgung. Diese k\u00f6nnen auch in Papierform beim Bundesamt f\u00fcr Gesundheit bestellt werden.<\/p>\n<p><strong>Hotline<\/strong><br \/>\nDas BAG hat eine Hotline eingerichtet, an die sich die Versicherten mit ihren Fragen wenden k\u00f6nnen:<br \/>\nDeutsch: 058 464 88 01; Franz\u00f6sisch: 058 464 88 02; Italienisch: 058 464 88 03.<br \/>\nAlle Pr\u00e4miendaten k\u00f6nnen \u00fcberdies vom Open-Data-Portal heruntergeladen werden (www.opendata.swiss).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.admin.ch\/gov\/de\/start\/dokumentation\/medienmitteilungen.msg-id-80480.html\">admin.ch<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die mittlere Pr\u00e4mie der obligatorischen Krankenpflegeversicherung steigt im n\u00e4chsten Jahr gegen\u00fcber 2020 um 0,5 Prozent. Die Entwicklung variiert je nach Kanton zwischen -1,6 und +2,1 Prozent. Der Anstieg f\u00e4llt im Vergleich zum Mittel der letzten Jahre tief aus. Die Gesundheitskosten steigen jedoch weiterhin, und es sind Reformen erforderlich, damit die Kosten nur in einem medizinisch begr\u00fcndbaren Umfang wachsen<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":395920,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[22520,24006,24631,1140],"tags":[1633],"vendi":[],"content_country":[31836,31837],"class_list":["post-410044","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-coronavirus-minute-fuer-minute","category-lajme-jeta-ne-zvicer-de","category-nachrichten-de-2","category-leben-in-der-schweiz","tag-zvicer-de","content_country-austria-de","content_country-germany-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/410044","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=410044"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/410044\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/395920"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=410044"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=410044"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=410044"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=410044"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=410044"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}