{"id":401830,"date":"2020-08-22T01:34:56","date_gmt":"2020-08-21T23:34:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=401830"},"modified":"2020-08-22T01:35:57","modified_gmt":"2020-08-21T23:35:57","slug":"lernen-sie-das-kosovo-mit-naile-kennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/lernen-sie-das-kosovo-mit-naile-kennen\/","title":{"rendered":"Lernen Sie das Kosovo mit Naile kennen"},"content":{"rendered":"<p>Naile arbeitet haupts\u00e4chlich in der Region Peja, aber auch in Prishtina und Prizren als Reiseleiterin. Seit 2010 ist sie in diesem Beruf unterwegs. W\u00e4hrend Naile f\u00fcr eine Organisation arbeitete, die sich um den Schutz des kulturellen Erbes in De\u00e7an k\u00fcmmerte, h\u00f6rte sie von einem dreimonatigen Kurs zur Ausbildung und Zertifizierung von Reiseleiter*innen. Da sie gut Englisch sprach, entschied sich f\u00fcr den Kurs und arbeitet heute als Leiterin.<\/p>\n<p>Die Touren dauern normalerweise 8 Stunden, k\u00f6nnen aber je nach Verkehrshindernissen oder unerwarteten Umst\u00e4nden noch l\u00e4nger dauern. Es gibt auch Touren, die k\u00fcrzer oder halbt\u00e4gig sind. Eint\u00e4gige Touren beinhalten normalerweise die \u00a0Besichtigung der Altstadt von Prishtina, wo kulturelle St\u00e4tten und Museen besucht werden sowie der Mutter Theresa-Boulevard. Dann fahren wir in die Stadt Prizren, wo Denkm\u00e4ler besichtigt und ein Mittagessen und Kaffee genossen werden. Ein Teil der organisierten Tour beinhaltet auch Freizeit f\u00fcr die Touristen und Besucher, um in der Stadt Souvenirs zu kaufen oder Macchiato, Tee oder andere Getr\u00e4nke zu geniessen, die im Kosovo serviert werden. Naile liebt es, mit ihren Gruppen \u00fcber De\u00e7an zu sprechen, die Stadt, in der sie aufgewachsen ist. Im Fokus ihrer Geschichten \u00fcber De\u00e7an stehen die T\u00fcrme der Stadt und Erlebnisse, mit welchen die meisten von uns sich identifizieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Leidenschaft f\u00fcr den zweiten Beruf<\/strong><\/p>\n<p>In ihrer Arbeit als Reiseleiterin gibt es viele sch\u00f6ne und interessante Momente. Ein solcher besonderer Moment war, als sie vor einigen Jahren eine Gruppe chinesischer Touristen begleitete und diesen vom Krieg im Kosovo erz\u00e4hlte. Der Gruppenleiter begann zu weinen und sagte dann zu Naile: \u00abNach all dem, was geschehen ist, gehen die Menschen trotzdem l\u00e4chelnd durch die Stadt, spr\u00fchen die jungen Menschen trotzdem voller Lebendigkeit.\u00bb<\/p>\n<p>Naile ermutigt junge Menschen, den Beruf der Reiseleiterin als Chance zu sehen, denn \u00abwir haben der Welt etwas zu zeigen. Dies nicht nur in Bezug auf die Geschichte und Kultur, sondern auch in Bezug auf die Vorstellungen von Familie, Gastfreundschaft und Menschlichkeit.\u00bb Naile hofft, dass sich die Situation wieder normalisiert, so dass das Reisen wieder aufgenommen werden kann und viele Menschen im Kosovo wieder sch\u00f6ne Erinnerungen sammeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><b>Dieser Artikel wurde in unserem Magazin albinfo.ch (Printform) ver\u00f6ffentlicht, Juni-Juli 2020.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Naile arbeitet haupts\u00e4chlich in der Region Peja, aber auch in Prishtina und Prizren als Reiseleiterin. Seit 2010 ist sie in diesem Beruf unterwegs. W\u00e4hrend Naile f\u00fcr eine Organisation arbeitete, die sich um den Schutz des kulturellen Erbes in De\u00e7an k\u00fcmmerte, h\u00f6rte sie von einem dreimonatigen Kurs zur Ausbildung und Zertifizierung von Reiseleiter*innen. 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