{"id":389573,"date":"2020-06-26T13:20:16","date_gmt":"2020-06-26T11:20:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=389573"},"modified":"2020-06-26T12:55:34","modified_gmt":"2020-06-26T10:55:34","slug":"eheschliessungen-und-geburten-gingen-2019-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/eheschliessungen-und-geburten-gingen-2019-zurueck\/","title":{"rendered":"Eheschliessungen und Geburten gingen 2019 zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<div class=\"contentHead\">\n<p><span style=\"font-size: 16px;\">2019 wurden im Vergleich zum Vorjahr 1700 Geburten weniger gez\u00e4hlt. Ein derart starker R\u00fcckgang von nahezu 2% wurde zuletzt 1998 verzeichnet, abgesehen von der im Jahr 2001 durch die Statistikrevision verursachten Verzerrung. Die Zahlen zu den Eheschliessungen unterliegen deutlich st\u00e4rkeren j\u00e4hrlichen Schwankungen.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<div class=\"mod mod-ws_detail\">\n<div class=\"ws_detail-press\">\n<p><b>Weniger Geburten und mehr Todesf\u00e4lle<\/b><\/p>\n<p>2019 wurden 86 200 Geburten registriert, im Vorjahr waren es 87 900. Die Geburtenzahl geht sowohl bei den Schweizerinnen als auch bei den ausl\u00e4ndischen M\u00fcttern zur\u00fcck, wobei die Abnahme bei letzteren st\u00e4rker ist (\u20132,5% gegen\u00fcber \u20131,5% bei den Schweizerinnen). Die durchschnittliche Anzahl Kinder pro Frau ist von 1,52 im Jahr 2018 auf 1,48 im Jahr 2019 leicht gesunken. Eine Geburtenzunahme wurde lediglich in den Kantonen Neuenburg (+0,8%), Aargau (+1,4%), Glarus (+1,5%), Appenzell Innerrhoden (+3,0%) und Jura (+3,8%) verbucht.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Anzahl Erstgeburten bei den verheirateten Frauen unter 30 Jahren zur\u00fcckgegangen ist (\u20136,9%), hat sie insbesondere bei den Frauen zwischen 30 und 34 Jahren zugenommen (+1,3%). Daraus ergibt sich ein h\u00f6heres Durchschnittsalter der M\u00fctter bei der Geburt des ersten Kindes. 2019 lag es provisorisch bei 31,1 Jahren, gegen\u00fcber 30,9 Jahren im Vorjahr.<\/p>\n<p>2019 sind in der Schweiz 67 800 Menschen gestorben, dies sind 700 mehr als im Vorjahr (+1,0%). Diese Zahlen beziehen sich auf die Zeit vor der COVID-19-Pandemie. Eine Zunahme war sowohl bei den Schweizern als auch bei den Schweizerinnen festzustellen (+1,5% bzw. +1,1%). In der ausl\u00e4ndischen Bev\u00f6lkerung ging die Zahl der Todesf\u00e4lle hingegen zur\u00fcck, wobei diese Abnahme bei den M\u00e4nnern ausgepr\u00e4gter war als bei den Frauen (\u20131,4% bzw. \u20130,2%).<\/p>\n<p>88% aller Todesf\u00e4lle betrafen Personen ab 65 Jahren. Zwischen 2018 und 2019 nahmen die Todesf\u00e4lle bei den Personen zwischen 65 und 79 Jahren (+2,9%) sowie bei den Personen ab 80 Jahren zu (+1,5%). In der Mehrheit der Kantone war tendenziell ein Anstieg der Todesf\u00e4lle zu beobachten, lediglich Genf, Basel-Stadt, Neuenburg, Luzern, Jura, Appenzell Innerrhoden, Graub\u00fcnden, Zug, Schwyz, Waadt, Uri und Solothurn registrierten ein Minus.<\/p>\n<p>Der Geburten\u00fcberschuss, der sich aus der Differenz zwischen den Geburten und Todesf\u00e4llen ergibt, belief sich auf 18 400 Personen und war damit tiefer als im Vorjahr (\u201311,4%). Er tr\u00e4gt aber trotzdem zum Bev\u00f6lkerungswachstum bei.<\/p>\n<p><b>R\u00fcckgang bei den Eheschliessungen und neu eingetragenen Partnerschaften<\/b><\/p>\n<p>2019 wurden in der Schweiz 39 000 Ehen geschlossen, das sind 4,3% weniger als 2018. Bei 72% handelte es sich um Erstheiraten zwischen zwei Ledigen. Im Durchschnitt waren M\u00e4nner bei der Erstheirat 32,3 und Frauen 30,1 Jahre alt. Die Anzahl Eheschliessungen ging sowohl bei den Erstheiraten (\u20133,6%) als auch bei den Wiederverheiratungen (\u20133,9%) sowie in den meisten Altersklassen zur\u00fcck. Einzig bei den Frauen zwischen 40 und 44 sowie ab 50 Jahren war ein Plus auszumachen (+0,8% bzw. +1,9%).<\/p>\n<p>Auf kantonaler Ebene nahm die Anzahl Eheschliessungen lediglich in den Kantonen Graub\u00fcnden (+0,1%), Thurgau (+0,4%), Obwalden (+1,6%), Basel-Landschaft (+2,2%), Uri (+2,9%), Schaffhausen (+3,9%), Appenzell Ausserrhoden (+10,4%) und Appenzell Innerrhoden (+21 Eheschliessungen bzw. +36,2%) zu.<\/p>\n<p>Seit 2010 bewegt sich die Zahl der neu eingetragenen Partnerschaften um 700. Auch 2019 entschieden sich knapp 700 gleichgeschlechtliche Paare f\u00fcr eine eingetragene Partnerschaft (\u20133,7% im Vergleich zum Vorjahr). Der R\u00fcckgang ist bei den Frauenpaaren st\u00e4rker (\u20137,3%) als bei den M\u00e4nnerpaaren (\u20131,4%). In zehn Kantonen waren weniger neu eingetragene Partnerschaften zu verzeichnen, namentlich in St. Gallen, Waadt, Schwyz, Genf, Aargau, Luzern, Basel-Stadt, Neuenburg, Zug und Appenzell Innerrhoden. In den Kantonen Appenzell Ausserrhoden, Graub\u00fcnden und Thurgau blieb die Zahl unver\u00e4ndert, in allen \u00fcbrigen Kantonen nahm sie zu.<\/p>\n<p><b>Mehr Scheidungen, aber weniger aufgel\u00f6ste Partnerschaften<\/b><\/p>\n<p>2019 wurden 16 900 Scheidungen ausgesprochen; dies entspricht einer Zunahme um 2,1% im Vergleich zum Vorjahr. Bei den Personen, die zehn Jahre oder l\u00e4nger verheiratet waren, nahmen die Scheidungen um 4,0% zu, insbesondere bei jenen mit einer Ehedauer von 15 bis 19 Jahren (+5,1%). Bei Personen, die weniger als f\u00fcnf Jahre verheiratet waren, blieb die Zahl dagegen stabil, und bei jenen mit einer Ehedauer von f\u00fcnf bis neun Jahren ging sie zur\u00fcck (\u20132,0%). Die durchschnittliche Ehedauer bei der Scheidung stieg 2019 folglich an und erreichte 15,4 Jahre, gegen\u00fcber 15,2 Jahren im Jahr 2018.<\/p>\n<p>Bei Fortsetzung der 2019 beobachteten Trends ist davon auszugehen, dass zwei von f\u00fcnf Ehen (41,1%) eines Tages mit einer Scheidung enden k\u00f6nnten. Lediglich die Kantone Wallis (\u20130,3%), Jura (\u20130,6%), Neuenburg (\u20134,4%), Luzern (\u20134,6%), Genf (\u20136,3%), Glarus (\u201312,1%), Basel-Landschaft (\u201313,4%), Solothurn (\u201315,6%) und Appenzell Innerrhoden (\u20139 Scheidungen bzw. \u201336,0%) verbuchten einen R\u00fcckgang.<\/p>\n<p>2019 wurden 200 Partnerschaften aufgel\u00f6st, 2,9% weniger als im Vorjahr. Obwohl der R\u00fcckgang bei den M\u00e4nnerpaaren st\u00e4rker war als bei den Frauenpaaren (\u20133,6% gegen\u00fcber \u20131,5%), war die H\u00e4ufigkeit der Partnerschaftsaufl\u00f6sungen bei ersteren h\u00f6her. Neun Kantone verbuchten eine Abnahme, namentlich Z\u00fcrich, Basel-Stadt, Waadt, Tessin, Bern, Solothurn, Schwyz, Graub\u00fcnden und Schaffhausen. In den Kantonen Thurgau und Jura blieb die Anzahl aufgel\u00f6ster Partnerschaften stabil. Uri, Obwalden, Glarus und Appenzell Innerrhoden registrierten keine Aufl\u00f6sungen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die definitiven Ergebnisse der Statistik der nat\u00fcrlichen Bev\u00f6lkerungsbewegung des Bundesamtes f\u00fcr Statistik (BFS) f\u00fcr 2019 best\u00e4tigen die Zunahme der Todesf\u00e4lle (+1,0%) und der Scheidungen (+2,1%), die sich bereits in den im Februar publizierten provisorischen Zahlen abgezeichnet hatte. Zudem l\u00e4sst sich im Vergleich zu 2018 ein R\u00fcckgang bei den Geburten (\u20131,9%) und bei den Eheschliessungen (\u20134,3%) feststellen. Auf kantonaler Ebene zeigen sich die gleichen Trends<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":209160,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1141,1140],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-389573","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-themen","category-leben-in-der-schweiz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/389573","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=389573"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/389573\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/209160"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=389573"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=389573"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=389573"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=389573"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=389573"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}