{"id":373263,"date":"2020-04-24T08:30:10","date_gmt":"2020-04-24T06:30:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=373263"},"modified":"2020-04-25T01:59:38","modified_gmt":"2020-04-24T23:59:38","slug":"coronavirus-innovative-startups-erhalten-ergaenzende-unterstuetzung-des-bundes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/coronavirus-innovative-startups-erhalten-ergaenzende-unterstuetzung-des-bundes\/","title":{"rendered":"Innovative Startups erhalten erg\u00e4nzende Unterst\u00fctzung des Bundes"},"content":{"rendered":"<p>Innovative Startups sind ein wichtiger Erfolgsfaktor der schweizerischen Wirtschaft. Bisher konnten Startups jedoch nur sehr eingeschr\u00e4nkt oder gar nicht auf die bestehenden Notmassnahmen des Bundes zur\u00fcckgreifen. In Erg\u00e4nzung der Covid-19-Kredite des Bundes und kantonaler Unterst\u00fctzungsmassnahmen will der Bund deshalb aussichtsreiche Startups mithilfe des B\u00fcrgschaftswesens vor einer Corona-bedingten Insolvenz bewahren.<\/p>\n<p>Die bisherigen Massnahmen des Bundesrats trugen den spezifischen Gesch\u00e4ftsmodellen von Startups nur bedingt Rechnung. Sie konnten bisher nur eingeschr\u00e4nkt oder gar nicht auf bestehende Notmassnahmen des Bundes zur\u00fcckgreifen. Einige Kantone haben in den letzten Wochen erg\u00e4nzende Massnahmen ergriffen. Doch verbleibt angesichts des R\u00fcckzugs einiger Investoren und der dadurch bewirkten Verz\u00f6gerungen oder Abbr\u00fcche von Finanzierungsrunden weiterhin Handlungsbedarf. Deshalb hat der Bundesrat gepr\u00fcft, wie bei zukunftsf\u00e4higen Startups eine durch die Corona-Pandemie verursachte Insolvenz vermieden werden kann.<\/p>\n<p><strong>Rasche Umsetzung im Vordergrund<\/strong><br \/>\nAngesichts der hohen zeitlichen Dringlichkeit hat der Bundesrat am 22. April 2020 beschlossen, das bereits bestehende B\u00fcrgschaftswesen f\u00fcr KMU f\u00fcr die Unterst\u00fctzung von Startups zu nutzen. Dieser Ansatz kann ohne zeitaufw\u00e4ndige Gesetzes\u00e4nderung umgesetzt werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr Startups soll unter dem bestehenden B\u00fcrgschaftswesen bis am 30. April 2020 ein neues Verfahren geschaffen werden. Dabei kann der Bund 65% und der Kanton die restlichen 35% eines Kredits verb\u00fcrgen. Es obliegt den einzelnen Kantonen, ob sie dieses Instrument der KMU-B\u00fcrgschaften ihren Startups zur Verf\u00fcgung stellen wollen. Einige Kantone haben bereits betr\u00e4chtliche Mittel zu einer anderweitigen Unterst\u00fctzung von Startups verpflichtet.<\/p>\n<p>Bietet ein Kanton das Instrument an, k\u00f6nnen Startups bis am 31. August 2020 einen B\u00fcrgschaftsantrag an die zust\u00e4ndige kantonale Stelle richten. Diese kann bei der Beurteilung bei Bedarf auf ein von der Schweizerischen Agentur f\u00fcr Innovationsf\u00f6rderung (Innosuisse) zusammengestelltes Beratungsgremium zur\u00fcckgreifen. Stimmt diese dem Antrag zu, wird das Gesuch an eine vom Bund anerkannte B\u00fcrgschaftsorganisation weitergeleitet. Diese stellt die B\u00fcrgschaftsbest\u00e4tigung aus, mit der das Startup bei einer beliebigen Bank einen Kredit beantragen kann. Auf diesem Weg verb\u00fcrgen Bund und Kanton gemeinsam bis zu 100% eines Kredits. Gesamthaft kann der Bund auf diesem Weg bis zu 100 Millionen Franken verb\u00fcrgen. Gemeinsam mit den Kantonen k\u00f6nnen auf diese Weise Kredite von bis zu 154 Millionen Franken verb\u00fcrgt werden.<\/p>\n<p>Das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft SECO wird in Absprache mit den interessierten Kantonen und den B\u00fcrgschaftsorganisationen bis am 30. April 2020 die praktischen Voraussetzungen schaffen, damit das Instrument genutzt werden kann, und eine Liste der beteiligten Kantone und zust\u00e4ndigen Stellen sowie weitere Angaben zum Verfahren ver\u00f6ffentlichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angesichts der hohen zeitlichen Dringlichkeit hat der Bundesrat am 22. 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