{"id":356696,"date":"2020-02-19T19:55:38","date_gmt":"2020-02-19T18:55:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=356696"},"modified":"2020-02-19T19:36:06","modified_gmt":"2020-02-19T18:36:06","slug":"bilanz-2017-2020-die-internationale-zusammenarbeit-der-schweiz-wirkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/bilanz-2017-2020-die-internationale-zusammenarbeit-der-schweiz-wirkt\/","title":{"rendered":"Bilanz 2017\u20132020: Die internationale Zusammenarbeit der Schweiz wirkt"},"content":{"rendered":"<p>Die Schweiz hat ihre Ziele in der internationalen Zusammenarbeit (IZA) 2017\u20132020 mehrheitlich erreicht. Die IZA trug dazu bei, Leben zu retten, Armut zu reduzieren, wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen und Frieden zu f\u00f6rdern. An seiner Sitzung vom 19. Februar 2020 hat der Bundesrat den Schlussbericht zur Umsetzung der Botschaft zur internationalen Zusammenarbeit 2017\u20132020 verabschiedet. Die Programme der Entwicklungszusammenarbeit, der humanit\u00e4ren Hilfe und der Friedensf\u00f6rderung haben die angestrebte Wirkung erzielt. Dieses Engagement f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung dient auch der Sicherheit und dem Wohlstand der Schweiz und schafft eine starke Basis f\u00fcr die neue IZA-Strategie 2021\u20132024.<\/p>\n<p>Im Auftrag des Parlaments legt der Bundesrat im Schlussbericht Rechenschaft zur Umsetzung der Botschaft 2017\u20132020 ab. Der Bericht illustriert, wie die Schweiz dazu beigetragen hat, Leben zu retten, Menschen in Armut Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung zu gew\u00e4hren, wirtschaftliche Perspektiven zu er\u00f6ffnen, die Natur als Lebensgrundlage zu sch\u00fctzen, die Widerstandskraft gegen Klima-, Wirtschafts- und Finanzkrisen zu st\u00e4rken sowie Demokratie, Frieden und die Achtung der Menschenrechte zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Die Schweizer IZA unterst\u00fctzte in Entwicklungsl\u00e4ndern 8,4 Millionen Menschen in Notsituationen und 1,2 Millionen Menschen beim Wiederaufbau nach Katastrophen und in humanit\u00e4ren Krisen. Insgesamt begleitete die Schweiz 17 Friedensprozesse, unter anderem in Kolumbien und Mosambik. 9 Millionen Menschen, darunter mehr als die H\u00e4lfte Frauen und M\u00e4dchen, erhielten Zugang zu Grundbildung und Berufsbildung. Die IZA trug dazu bei, 16 000 Arbeitspl\u00e4tze f\u00fcr Frauen in Berggebieten zu schaffen. In Nordafrika wurden 59 000 Kredite an kleine und mittlere Unternehmen vergeben. In 60 St\u00e4dten in Afrika, Asien und Lateinamerika profitierten 5,1 Millionen Menschen von einer nachhaltigen Stadtentwicklung.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Wirksamkeit der Programme ist es wichtig, dass die ergriffenen Massnahmen den Priorit\u00e4ten der Entwicklungsl\u00e4nder entsprechen und dazu beitragen, die Ziele der Agenda 2030 f\u00fcr nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Gemeinsam mit multilateralen Organisationen sowie mit der lokalen und der Schweizer Wirtschaft, Forschung und Zivilgesellschaft unterst\u00fctzte die IZA ihre Partnerl\u00e4nder in der Umsetzung der Agenda 2030. Sie nutzte dabei ihre langj\u00e4hrige Erfahrung sowie Schweizer Fachwissen und Innovationskraft. So konnte mit Schweizer Unterst\u00fctzung erstmals seit 60 Jahren wieder ein Malaria-Medikament gegen eine wiederkehrende Form der Krankheit entwickelt werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Beitrag zu nachhaltigem Wirtschaftswachstum und menschenw\u00fcrdiger Arbeit f\u00fcr alle setzte die IZA unter anderem auf digitale Technologien: 1,4 Millionen Kleinb\u00e4uerinnen und -bauern erhielten \u00fcber ihr Mobiltelefon existenzsichernden Zugang zu Finanzdienstleistungen. Dies erleichterte ihnen zu sparen, Kredite aufzunehmen und Versicherungen abzuschliessen. Die IZA setzte auch auf die bew\u00e4hrte Zusammenarbeit mit starken Partnern: Ein Programm mit der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) verbesserte die Arbeitsbedingungen f\u00fcr 336 000 Angestellte in \u00fcber 1 600 Unternehmen.<\/p>\n<p>Die IZA baute ihr System zur Wirkungsmessung weiter aus und erhielt vom Entwicklungsausschuss der Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ein gutes Zeugnis. Externe Evaluationen und die in Projekte integrierte Wirkungsmessung belegen, dass die Schweizer IZA ihre Ziele gut erreicht. Im Schlussbericht werden auch schwierige Projekte vorgestellt, welche angepasst oder sistiert werden mussten. In der Demokratischen Republik Kongo wurden die Zahlungen f\u00fcr ein Nothilfeprojekt f\u00fcr vertriebene Familien eingestellt, als Unregelm\u00e4ssigkeiten in der Projektumsetzung bekannt wurden. Ein Projekt f\u00fcr Dienstleistungen im Finanzbereich in Kirgisistan musste angepasst werden, da die Einf\u00fchrung und Akzeptanz neuer Finanzprodukte bei Kundinnen und Kunden sowie den Banken mehr Zeit beanspruchten und zus\u00e4tzliche Anreize n\u00f6tig wurden.<\/p>\n<p>Die IZA steht auch heute noch vor Herausforderungen: Der globale wirtschaftliche Aufschwung und der zunehmende Wohlstand beanspruchen die Umwelt stark. Gerade angesichts des Klimawandels erfordert dies beispielsweise bei der Bewirtschaftung nat\u00fcrlicher Ressourcen einen nachhaltigen Ansatz. Auch bewaffnete Konflikte, Menschenrechtsverletzungen, schlechte Regierungsf\u00fchrung, \u00dcberschuldung, Wasserkrisen oder irregul\u00e4re Migration bleiben f\u00fcr zahlreiche Entwicklungsl\u00e4nder grosse Herausforderungen. Die Schweiz engagiert sich hier auch im eigenen Interesse, denn in einer globalisierten und vernetzten Welt h\u00e4ngen Wohlstand, Sicherheit und Stabilit\u00e4t unseres Landes vom internationalen Umfeld ab.<\/p>\n<p>Mit dieser insgesamt positiven Bilanz der letzten vier Jahre schliesst die Schweizer IZA Ende Jahr die Strategieperiode 2017-2020 ab. Die ebenfalls am 19. Februar im Bundesrat beratene IZA-Strategie 2021\u20132024 baut auf den bisherigen Erfolgen auf, st\u00e4rkt die Wirksamkeit der Schweizer IZA und sieht unter anderem eine geografische und thematische Fokussierung vor.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An seiner Sitzung vom 19. Februar 2020 hat der Bundesrat den Schlussbericht zur Umsetzung der Botschaft zur internationalen Zusammenarbeit 2017\u20132020 verabschiedet. 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