{"id":356417,"date":"2020-02-18T21:02:22","date_gmt":"2020-02-18T20:02:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=356417"},"modified":"2020-02-18T21:02:22","modified_gmt":"2020-02-18T20:02:22","slug":"das-starke-rauchen-hat-sich-in-den-letzten-25-jahren-halbiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/das-starke-rauchen-hat-sich-in-den-letzten-25-jahren-halbiert\/","title":{"rendered":"Das starke Rauchen hat sich in den letzten 25 Jahren halbiert"},"content":{"rendered":"<p>Im Jahr 2017 rauchten 27% der Bev\u00f6lkerung. W\u00e4hrend die Raucheranteile sich in den letzten Jahren nicht gross ver\u00e4ndert haben, kam es zu einer eigentlichen Ver\u00e4nderung der Konsummuster beim Rauchen. So hat sich der Anteil der starken Raucherinnen und Raucher, welche 20 Zigaretten oder mehr pro Tag konsumieren, in den letzten 25 Jahren halbiert. Im selben Zeitraum nahmen die sozialen Unterschiede beim Rauchen zu, und zwar zulasten der Personen ohne nachobligatorische Schulbildung. Dies geht aus den Zahlen der Schweizerischen Gesundheitsbefragung (SGB) hervor, welche vom Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) durchgef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p>Nach eigenen Angaben rauchten 2017 31% der M\u00e4nner und 23% der Frauen. Weitere 24% (M\u00e4nner) respektive 19% (Frauen) haben fr\u00fcher einmal geraucht, das Rauchen aber wieder aufgegeben. Die meisten Raucherinnen und Raucher beginnen als Jugendliche oder junge Erwachsene mit dem Rauchen, so dass die Raucheranteile bei den Personen unter 35 Jahren am h\u00f6chsten sind. Deutlich weniger Raucherinnen und Raucher sind vor allem in der Altersklasse ab 65 Jahren zu beobachten, unter anderem wegen einer h\u00f6heren Krankheitsbelastung und einer erh\u00f6hten vorzeitigen Sterblichkeit von Rauchenden.<\/p>\n<p><strong>Die Raucherzahlen stagnierten in den letzten zehn Jahren<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem der Anteil der Rauchenden zwischen 1992 und 1997 anstieg (von 30% auf 33%), ist er anschliessend w\u00e4hrend den zehn Jahren bis 2007 (28%) wieder gesunken. Seither bleibt er auf dem gleichen Niveau stehen (27%). Die Geschlechterdifferenzen haben sich in den letzten 25 Jahren allerdings verringert.<\/p>\n<p><strong>Halbierung der Anteile der starken Raucherinnen und Raucher<\/strong><\/p>\n<p>Raucherinnen und Raucher reduzierten in den letzten 25 Jahren die Menge der gerauchten Zigaretten pro Tag. So haben sich die Anteile der starken Raucherinnen und Raucher (20 Zigaretten oder mehr pro Tag) bei beiden Geschlechtern halbiert (von 12% auf 6%). Diese Ver\u00e4nderung ist ausgehend von den Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu erkennen. Zudem findet sie vor allem in den h\u00f6heren sozialen Schichten statt.<\/p>\n<p><strong>Soziale Unterschiede haben sich vergr\u00f6ssert<\/strong><\/p>\n<p>Beim Tabakkonsum sind im Jahr 2017 starke soziale Unterschiede festzustellen, am deutlichsten bei den Personen unter 45 Jahren. In dieser Altersklasse rauchen Personen ohne nachobligatorische Schulbildung \u00f6fters als Personen mit Terti\u00e4rausbildung (43% gegen\u00fcber 27%). Sie rauchen zudem auch mengenm\u00e4ssig mehr Zigaretten pro Tag. Der Anteil der starken Raucherinnen und Raucher ist in dieser Altersgruppe bei den Personen ohne nachobligatorische Schulbildung rund f\u00fcnf Mal h\u00f6her (15% gegen\u00fcber 3%). Vor 25 Jahren war dieser Unterschied noch nicht so ausgepr\u00e4gt (18% gegen\u00fcber 13%). Personen ohne h\u00f6here Schulbildung beginnen nicht nur vermehrt mit dem Rauchen, es gelingt ihnen zudem auch weniger h\u00e4ufig, wieder mit dem Rauchen aufzuh\u00f6ren.<\/p>\n<p><strong>Teilweise gegenteilige Entwicklung nach Geschlecht<\/strong><\/p>\n<p>Die Entwicklung des Tabakkonsums verlief in der Vergangenheit bei den Geschlechtern unterschiedlich. Bei den M\u00e4nnern findet sich bei den \u00e4lteren Geburtsjahrg\u00e4ngen (1935 bis 1955) zun\u00e4chst ein leichter R\u00fcckgang des Anteils der Personen, die jemals geraucht haben. Bei der Geburtskohorte 1965 ist der R\u00fcckgang besonders deutlich. Anschliessend bleiben die Raten f\u00fcr die Geburtsjahrg\u00e4nge bis 1995 unver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Bei den Frauen stiegen dagegen von den Geburtsjahrg\u00e4ngen 1935 bis 1955 die Anteile der Personen, die jemals geraucht haben, noch kontinuierlich und markant an. Anschliessend kommt es bei den Jahrg\u00e4ngen 1965 und 1975 zu einem leichten R\u00fcckgang. Wie bei den M\u00e4nnern bleiben auch bei den Frauen seither die Anteile stabil.<\/p>\n<p><strong>Gleichbleibende Ausstiegsquoten<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcber die Zeit hinweg gibt es zudem kaum Unterschiede beim Ausstiegsverhalten. Die einzelnen Generationen gleichen sich bez\u00fcglich der Tendenz, das Rauchen aufzugeben. Etwas weniger als die H\u00e4lfte der Personen, die mit dem Rauchen angefangen haben, h\u00f6rt auch wieder damit auf (44%). 61% der Rauchenden m\u00f6chten gerne das Rauchen aufgeben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach eigenen Angaben rauchten 2017 31% der M\u00e4nner und 23% der Frauen. 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