{"id":335307,"date":"2019-12-07T18:20:43","date_gmt":"2019-12-07T17:20:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=335307"},"modified":"2019-12-07T18:20:43","modified_gmt":"2019-12-07T17:20:43","slug":"geschlecht-und-vornamen-im-personenstandsregister-unbuerokratisch-aendern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/geschlecht-und-vornamen-im-personenstandsregister-unbuerokratisch-aendern\/","title":{"rendered":"Geschlecht und Vornamen im Personenstandsregister unb\u00fcrokratisch \u00e4ndern"},"content":{"rendered":"<p>Menschen mit Transidentit\u00e4t oder einer Variante der Geschlechtsentwicklung sollen ihr Geschlecht und ihren Vornamen im Personenstandsregister k\u00fcnftig unb\u00fcrokratisch \u00e4ndern k\u00f6nnen. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 06. Dezember 2019 die Vernehmlassungsergebnisse zu einer entsprechenden \u00c4nderung des Zivilgesetzbuches zur Kenntnis genommen und die Botschaft zuhanden des Parlaments verabschiedet.<\/p>\n<p>Der Bundesrat will den spezifischen Bed\u00fcrfnissen von Menschen mit Transidentit\u00e4t oder einer Variante der Geschlechtsentwicklung besser Rechnung tragen. Betroffene Personen sollen k\u00fcnftig ihr eingetragenes Geschlecht und ihren Vornamen mittels Erkl\u00e4rung gegen\u00fcber der Zivilstandsbeamtin oder dem Zivilstandsbeamten rasch und unb\u00fcrokratisch \u00e4ndern k\u00f6nnen. Eine vorg\u00e4ngige medizinische Untersuchung oder andere Vorbedingungen sind nicht notwendig. Heute m\u00fcssen betroffene Menschen hohe H\u00fcrden \u00fcberwinden und die rechtliche Anerkennung der Geschlechts\u00e4nderung gerichtlich feststellen lassen. Die Verfahren sind oftmals langwierig und uneinheitlich, da keine klare gesetzliche Regelung besteht.<\/p>\n<p><strong>Breite Zustimmung in Vernehmlassung<\/strong><br \/>\nDie Vorschl\u00e4ge des Bundesrates zur Vereinfachung der Geschlechts\u00e4nderung im Personenstandsregister sind in der Vernehmlassung auf breite Zustimmung gestossen. Der Entwurf, den er nun zuhanden des Parlaments verabschiedet hat, enth\u00e4lt deshalb gegen\u00fcber dem Vorentwurf keine wesentlichen \u00c4nderungen.<\/p>\n<p>Die \u00c4nderung im Personenstandsregister hat keine Auswirkungen auf die familienrechtlichen Verh\u00e4ltnisse: Ist die betreffende Person verheiratet, bleibt die Ehe bestehen; f\u00fcr die eingetragene Partnerschaft gilt dies ebenfalls. Auch Kindesverh\u00e4ltnisse bleiben unver\u00e4ndert bestehen. Missbr\u00e4uchliche Erkl\u00e4rungen zur \u00c4nderung des Geschlechts werden abgelehnt.<\/p>\n<p><strong>Bericht zur Frage des dritten Geschlechts<\/strong><br \/>\nDer Entwurf stellt die bin\u00e4re Geschlechterordnung (m\u00e4nnlich\/weiblich) nicht in Frage; es wird keine dritte Geschlechtskategorie eingef\u00fchrt. Der Bundesrat setzt sich gegenw\u00e4rtig jedoch mit der Frage nach der Einf\u00fchrung eines dritten Geschlechts auseinander. Er erstellt in Erf\u00fcllung der Postulate 17.4121 und 17.4185 derzeit einen Bericht.<\/p>\n<p><strong>Transidentit\u00e4t und Varianten der Geschlechtsentwicklung<\/strong><br \/>\nTransidentit\u00e4t liegt vor, wenn die innerlich empfundene Geschlechtsidentit\u00e4t nicht mit den \u00e4usseren Geschlechtsmerkmalen \u00fcbereinstimmt (z.B.: &#8220;Als Mann im K\u00f6rper einer Frau geboren&#8221;). Es bestehen keine verl\u00e4sslichen Erhebungen hinsichtlich der Anzahl von Menschen mit Transidentit\u00e4t in der Schweiz.<br \/>\nVon einer Variante der Geschlechtsentwicklung spricht man, wenn ein Kind mit Geschlechtsmerkmalen zur Welt kommt, die nicht eindeutig m\u00e4nnlich oder weiblich sind. Gem\u00e4ss einer Studie des Schweizerischen Kompetenzzentrums f\u00fcr Menschenrechte (SKMR) werden pro Jahr in der Schweiz rund 20 \u2013 100 Kinder geboren, deren Geschlecht nicht eindeutig bestimmt werden kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Betroffene Personen sollen k\u00fcnftig ihr eingetragenes Geschlecht und ihren Vornamen mittels Erkl\u00e4rung gegen\u00fcber der Zivilstandsbeamtin oder dem Zivilstandsbeamten rasch und unb\u00fcrokratisch \u00e4ndern k\u00f6nnen<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":335310,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1141,1140],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-335307","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-themen","category-leben-in-der-schweiz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/335307","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=335307"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/335307\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/335310"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=335307"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=335307"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=335307"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=335307"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=335307"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}