{"id":334988,"date":"2019-12-06T15:07:37","date_gmt":"2019-12-06T14:07:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=334988"},"modified":"2019-12-06T15:07:37","modified_gmt":"2019-12-06T14:07:37","slug":"alterung-der-bevoelkerung-als-herausforderung-fuer-die-volkswirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/alterung-der-bevoelkerung-als-herausforderung-fuer-die-volkswirtschaft\/","title":{"rendered":"Alterung der Bev\u00f6lkerung als Herausforderung f\u00fcr die Volkswirtschaft"},"content":{"rendered":"<p>Der Bundesrat hat am 6. Dezember 2019 den Lagebericht zur Schweizer Volkswirtschaft gutgeheissen. Dieser sieht die Schweiz in guter Ausgangslage: Der Wohlstand der Bev\u00f6lkerung ist hoch und die Arbeitslosigkeit tief. Langfristig bestehen hingegen Herausforderungen hinsichtlich des demografischen Wandels und des tiefen Wachstums der Arbeitsproduktivit\u00e4t.<\/p>\n<p>Die Schweiz z\u00e4hlt nach wie vor zu den erfolgreichsten Volkswirtschaften der Welt. Die Kaufkraft der Bev\u00f6lkerung ist dank des hohen Lohnniveaus eine der h\u00f6chsten im OECD-Raum. Schweizer Unternehmen sind produktiv und geh\u00f6ren in verschiedenen Branchen zur Weltspitze. Die Besch\u00e4ftigungsentwicklung ist erfreulich und die Erwerbslosenquote im internationalen Vergleich tief. In den letzten Jahren hat die Schweiz jedoch an Vorsprung eingeb\u00fcsst. Seit der Finanzkrise 2008\/09 hat sich das BIP pro Kopf unterdurchschnittlich entwickelt.<\/p>\n<p>Aufgrund des demografischen Wandels wird die Volkswirtschaft in den n\u00e4chsten Jahrzehnten zus\u00e4tzlich stark gefordert. Bis 2045 d\u00fcrfte die Anzahl Personen im Rentenalter um rund eine Million Personen zunehmen. Damit erfolgt eine Abnahme des Anteils der erwerbsf\u00e4higen Bev\u00f6lkerung, was die Wachstumsdynamik des BIP pro Kopf in den n\u00e4chsten 10 Jahren um rund 0.5%-Punkte pro Jahr schw\u00e4chen d\u00fcrfte. Diese Effekte k\u00f6nnten durch eine h\u00f6here Erwerbsbeteiligung kurz vor und vor allem nach dem offiziellen Rentenalter gemildert werden. Der demografische Wandel ist zugleich auch der Haupttreiber der projizierten Ausgabenanstiege in der Altersvorsorge und einer der Ursachen des Kostenanstiegs im Gesundheitswesen, was die \u00f6ffentlichen Finanzen belasten wird.<\/p>\n<p>Wegen der d\u00e4mpfenden Wirkung des demografischen Wandels wird die St\u00e4rkung des Wachstums der Arbeitsproduktivit\u00e4t umso wichtiger. Letztere geh\u00f6rt zusammen mit der Entwicklung der Erwerbst\u00e4tigkeit zu den wichtigen Treibern eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums. Die Arbeitsproduktivit\u00e4t hat sich seit der Finanzkrise jedoch unterdurchschnittlich entwickelt. Um deren Dynamik zu st\u00e4rken, sieht der Bundesrat Handlungsbedarf im Abbau von Markteintrittsh\u00fcrden zur St\u00e4rkung des Wettbewerbs, beim Abbau der administrativen Belastung sowie der weiteren aussenwirtschaftlichen \u00d6ffnung. Bereits vom Bundesrat vorgesehene Massnahmen in diesen drei Bereichen sind beispielsweise die Strom- und Gasmarkt\u00f6ffnung, die Modernisierung der Fusionskontrolle, die systematische Ausweisung der Regulierungskosten bei wichtigen Vorhaben als auch die Aufhebung der Industriez\u00f6lle oder das Freihandelsabkommen mit Mercosur.<\/p>\n<p>Schliesslich hat der Bundesrat den Schlussbericht zum Umsetzungsstand der Wachstumspolitik 2016-2019 zur Kenntnis genommen. Insgesamt sind die meisten Umsetzungsschritte vollst\u00e4ndig oder teilweise realisiert. Vollst\u00e4ndig umgesetzt sind die 2016 definierten Umsetzungsschritte im Bereich der digitalen Wirtschaft wie bspw. mit der Standortbestimmung im Bericht \u00abRahmenbedingungen der digitalen Wirtschaft\u00bb sowie im Bereich der \u00abToo big to fail\u00bb Regulierung. Ausstehend ist die \u00dcberweisung der Botschaft \u00fcber ein institutionelles Abkommen zwischen der Schweiz und der EU. Im Parlament gescheitert ist zudem die Umsetzung eines Klima- und Energielenkungssystems.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufgrund des demografischen Wandels wird die Volkswirtschaft in den n\u00e4chsten Jahrzehnten zus\u00e4tzlich stark gefordert. 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