{"id":325178,"date":"2019-11-04T18:42:20","date_gmt":"2019-11-04T17:42:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=325178"},"modified":"2019-11-04T18:45:50","modified_gmt":"2019-11-04T17:45:50","slug":"geburt-des-ersten-kindes-70-der-frauen-befuerchten-negative-konsequenzen-fuer-ihre-karriere","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/geburt-des-ersten-kindes-70-der-frauen-befuerchten-negative-konsequenzen-fuer-ihre-karriere\/","title":{"rendered":"Geburt des ersten Kindes: 70% der Frauen bef\u00fcrchten negative Konsequenzen f\u00fcr ihre Karriere"},"content":{"rendered":"<p>Die gew\u00fcnschte Kinderzahl der jungen Erwachsenen ist stark vom Modell mit zwei Kindern gepr\u00e4gt. Wunsch und Realit\u00e4t liegen betreffend Anzahl Kinder allerdings deutlich auseinander. Insbesondere Frauen mit Terti\u00e4rabschluss bef\u00fcrchten h\u00e4ufig, dass sich die Geburt eines Kindes negativ auf ihre Berufsaussichten auswirken w\u00fcrde. Bei gut zwei Drittel der Familien werden die Kinder regelm\u00e4ssig familienerg\u00e4nzend betreut. Am h\u00e4ufigsten greifen die Eltern dabei auf das Umfeld, insbesondere auf die Grosseltern zur\u00fcck. In der Romandie nutzt fast die H\u00e4lfte eine Krippe oder ein schulerg\u00e4nzendes Betreuungsangebot. Das zeigen die ersten Ergebnisse der Erhebung zu Familien und Generationen 2018 des Bundesamts f\u00fcr Statistik (BFS).<\/p>\n<p>Gut 60% der kinderlosen Frauen und M\u00e4nner zwischen 20 und 29 Jahren w\u00fcnschen sich zwei Kinder. Nur 9% dieser jungen Erwachsenen wollen keine Kinder und lediglich 4% m\u00f6chten nur ein Kind. Viele Frauen und M\u00e4nner haben aber weniger Kinder als sie sich urspr\u00fcnglich gew\u00fcnscht haben. Bei den 50- bis 59-J\u00e4hrigen haben nur knapp 40% zwei Kinder. Rund ein Viertel sind kinderlos und knapp ein Sechstel haben ein Kind.<\/p>\n<p><strong>Akademikerinnen am ehesten kinderlos<\/strong><\/p>\n<p>Am h\u00e4ufigsten bleiben Frauen mit einem Terti\u00e4rabschluss kinderlos (30%). Ein Grund, weshalb Akademikerinnen h\u00e4ufiger hinter ihrem Kinderwunsch zur\u00fcckbleiben, k\u00f6nnte die schwierige Vereinbarkeit von Kindern und Karriere sein. Drei Viertel der Frauen mit Terti\u00e4rabschluss bef\u00fcrchten, die Geburt eines Kindes w\u00fcrde sich negativ auf die Berufsaussichten auswirken. Bei den Frauen mit tieferem Bildungsstand (62%) und bei den M\u00e4nnern (Terti\u00e4rstufe: 37%; Sekundarstufe II\/obligatorische Schule: 30%) sind diese Anteile deutlich geringer.<\/p>\n<p><strong>Ehe nach wie vor stark verbreitet<\/strong><\/p>\n<p>Gut drei Viertel der Frauen und M\u00e4nner zwischen 18 und 80 Jahren sind in einer Paarbeziehung. Die grosse Mehrheit wohnt mit der Partnerin oder dem Partner zusammen. Die Ehe ist nach wie vor stark verbreitet, \u00fcber 90% der Paare mit gemeinsamen Kindern sind verheiratet.<\/p>\n<p>Die Art, wie Paare sich kennenlernen, hat sich mit der Entwicklung des Internets ver\u00e4ndert. Die meisten Beziehungen entstehen zwar weiterhin \u00fcber den Freundeskreis, die Schule, die Arbeit oder den Ausgang, doch bei den innerhalb der letzten f\u00fcnf Jahre gebildeten Paaren hat sich jedes f\u00fcnfte \u00fcber das Internet kennengelernt.<\/p>\n<p><strong>Wichtiger Beitrag des Umfeldes bei der Kinderbetreuung<\/strong><\/p>\n<p>Insgesamt nutzen in der Schweiz gut zwei Drittel der Haushalte mit Kindern unter 13 Jahren familienerg\u00e4nzende Kinderbetreuung. Am h\u00e4ufigsten greifen sie dabei auf das Umfeld zur\u00fcck, insbesondere auf die Grosseltern sowie auch auf andere Verwandte, Nachbarn oder Freunde (42% der Haushalte).<\/p>\n<p>Krippen und schulerg\u00e4nzende Betreuungsangebote werden ebenfalls h\u00e4ufig in Anspruch genommen (37% der Haushalte). Deutlich weniger verbreitet sind Tagesm\u00fctter bzw. Tageseltern (6%) sowie Nannys, Au-Pairs und Babysitter (5%).<\/p>\n<p><strong>Krippen und schulerg\u00e4nzende Betreuungsangebote in der Romandie am h\u00e4ufigsten<\/strong><\/p>\n<p>In der Romandie nutzt fast die H\u00e4lfte der Familien eine Krippe oder ein schulerg\u00e4nzendes Betreuungsangebot. In der Deutschschweiz und im Tessin sind diese Anteile mit knapp einem Drittel bzw. knapp einem Viertel deutlich tiefer. In diesen beiden Landesteilen ist vor allem die Betreuung durch Grosseltern sowie andere Verwandte, Freunde oder Nachbarn stark verbreitet: In der Deutschschweiz haben 43% der Haushalte eine Betreuung aus dem Umfeld, im Tessin ist es sogar fast die H\u00e4lfte (48%).<\/p>\n<p>Ob die Familie in einer st\u00e4dtischen oder l\u00e4ndlichen Region lebt, beeinflusst die Inanspruchnahme von familienerg\u00e4nzender Kinderbetreuung ebenfalls stark. In Grossst\u00e4dten nutzen \u00fcber 60% eine Krippe oder schulerg\u00e4nzende Kinderbetreuung. In den \u00fcbrigen st\u00e4dtischen Gebieten sind es 37% und in den l\u00e4ndlichen Gemeinden 24%.<\/p>\n<p><strong>M\u00fctter \u00fcbernehmen den Hauptteil der Haus- und Familienarbeit<\/strong><\/p>\n<p>In gut zwei Dritteln der Haushalte mit Kindern wird die Hausarbeit haupts\u00e4chlich von den M\u00fcttern erledigt. Nur bei 5% sind haupts\u00e4chlich die V\u00e4ter zust\u00e4ndig. Das restliche Viertel der Eltern erledigt die Hausarbeit gemeinsam.<\/p>\n<p>Seit 2013 gab es in den Haushalten mit Kindern einen leichten Trend in Richtung einer gleichm\u00e4ssigeren Aufteilung der Hausarbeit. Der Anteil Familien, bei denen haupts\u00e4chlich die M\u00fctter f\u00fcr die Hausarbeit zust\u00e4ndig sind, hat sich von 74% auf 69% verringert. Auch bei der Betreuung der Kinder tragen die M\u00fctter mehrheitlich die Hauptverantwortung. Bei drei Viertel der Haushalte mit Kindern bleiben haupts\u00e4chlich sie zu Hause, wenn die Kinder krank sind.<\/p>\n<p><strong>Berufst\u00e4tigkeit von M\u00fcttern mit Kindern im Vorschulalter<\/strong><\/p>\n<p>Die Haltung der Bev\u00f6lkerung gegen\u00fcber der Berufst\u00e4tigkeit von M\u00fcttern mit Kindern im Vorschulalter hat sich seit den 1990er Jahren deutlich gewandelt. 1994\/95 fanden noch gut 60% der M\u00e4nner, dass ein Kind darunter leide, wenn seine Mutter erwerbst\u00e4tig sei, 2013 waren es noch 44% und 2018 nur noch 36%.<\/p>\n<p>Der Anteil Frauen, die dieser Aussage zustimmen, ist von knapp der H\u00e4lfte (49%) in den Jahren 1994\/95 auf einen Drittel im Jahr 2013 und auf rund einen Viertel (27%) im Jahr 2018 zur\u00fcckgegangen. Die M\u00e4nner sind also damals wie heute skeptischer eingestellt gegen\u00fcber der Berufst\u00e4tigkeit von M\u00fcttern mit kleinen Kindern als die Frauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Insbesondere Frauen mit Terti\u00e4rabschluss bef\u00fcrchten h\u00e4ufig, dass sich die Geburt eines Kindes negativ auf ihre Berufsaussichten auswirken w\u00fcrde<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":325172,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24006,1140],"tags":[1633],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-325178","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-lajme-jeta-ne-zvicer-de","category-leben-in-der-schweiz","tag-zvicer-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/325178","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=325178"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/325178\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/325172"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=325178"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=325178"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=325178"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=325178"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=325178"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}