{"id":314680,"date":"2019-09-30T22:57:58","date_gmt":"2019-09-30T20:57:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=314680"},"modified":"2019-09-30T22:57:58","modified_gmt":"2019-09-30T20:57:58","slug":"wahlaufruf-so-viele-frauenkandidaturen-wie-noch-nie-zeit-fuer-halbe-halbe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wahlaufruf-so-viele-frauenkandidaturen-wie-noch-nie-zeit-fuer-halbe-halbe\/","title":{"rendered":"Wahlaufruf: So viele Frauenkandidaturen wie noch nie \u2013Zeit f\u00fcr halbe-halbe!"},"content":{"rendered":"<p>Eine breite Frauenkoalition ruft dazu auf, am 20. Oktober mehr Frauen ins Parlament zu w\u00e4hlen. Die statistische Analyse der Kandidaturen zeigt: Erstmals kandidieren mehr als 40 Prozent Frauen f\u00fcr den Nationalrat. In fast allen Kantonen und auf den Wahllisten fast aller Parteien ist der Frauenanteil gestiegen. An Kandidatinnen fehlt es also nicht. Jetzt gilt es, die Frauen auch zu w\u00e4hlen. Das Ziel ist halbe-halbe: ein Parlament, in dem Frauen und M\u00e4nner gleichermassen vertreten sind.<\/p>\n<p>Die Frauendachverb\u00e4nde, die Eidgen\u00f6ssische Kommission f\u00fcr Frauenfragen EKF und Nationalratspr\u00e4sidentin Marina Carobbio rufen die W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler auf, Frauenkandidaturen besonders zu ber\u00fccksichtigen. Ziel ist es, im Parlament eine bessere Geschlechterbalance zu erreichen.<\/p>\n<p>Heute betr\u00e4gt der Frauenanteil im Nationalrat ein knappes Drittel, im St\u00e4nderat sind es nur 13%. Am Aufruf beteiligen sich die f\u00fcnf Dachorganisationen alliance F, Evangelische Frauen Schweiz EFS, Schweizerischer B\u00e4uerinnen- und Landfrauenverband SBLV, Schweizerische Gemeinn\u00fctzige Frauen SGF und SKF Schweizerischer Katholischer Frauenbund. Zusammen vertreten sie \u00fcber eine Million Frauen.<\/p>\n<p>Motivationskampagnen tragen Fr\u00fcchte<br \/>\nDie Frauenorganisationen und die Parteien haben die Zeit seit den letzten nationalen Wahlen dazu genutzt, um die Untervertretung der Frauen zu thematisieren und Frauen f\u00fcr die Politik zu gewinnen. Das Projekt \u00abhalbe-halbe\u00bb, lanciert 2018 von der Eidgen\u00f6ssischen Kommission f\u00fcr Frauenfragen und den Frauendachverb\u00e4nden, die Kampagne \u00abHelvetia ruft\u00bb von alliance F, die Website politfrauen.ch der Parlamentsdienste sowie zahlreiche weitere Initiativen in den Kantonen und Gemeinden haben Fr\u00fcchte getragen: F\u00fcr die kommenden Nationalratswahlen kandidieren 1873 Frauen. Das sind 565 Frauen bzw. 5,8 Prozentpunkte mehr als 2015.<\/p>\n<p>Vergleich zwischen aktuellen und zur\u00fcckliegenden Frauenkandidaturen<br \/>\nNachdem der Kandidatinnenanteil seit den Neunzigerjahren bei rund 35% stagniert hat (vgl. Grafik 1), wird 2019 mit einem deutlichen Sprung die 40-Prozentschwelle \u00fcberschritten (40,3%). Dies zeigt eine statistische Analyse im Auftrag der Eidg. Kommission f\u00fcr Frauenfragen, die erstmals einen detaillierten Vergleich mit den Kandidaturen der letzten Wahlen bietet.<\/p>\n<p>Fast alle Parteien haben zugelegt<br \/>\nIm Vergleich zu den Nationalratswahlen 2015 hat sich der Anteil der Kandidatinnen bei s\u00e4mtlichen Parteien gesteigert, ausser bei der BDP (-1,2 Prozentpunkte). Am st\u00e4rksten angestiegen ist der Anteil der Kandidatinnen bei der GLP (+7,8 Punkte), der EVP (+6,9), der FDP (+6,6) und der CVP (+5,9) sowie bei den Gr\u00fcnen (+4,8). Bei der SP vergr\u00f6sserte er sich um 4,1 Prozentpunkte, bei der SVP um 3,2 Punkte.<\/p>\n<p>Die Kandidatinnen sind bei der SP und den Gr\u00fcnen in der Mehrheit<br \/>\nBei den Parteien sind die Frauenanteile auf den Listen sehr unterschiedlich (vgl. Grafik 3). In der Mehrheit sind die Kandidatinnen auf den Wahllisten der SP und der Gr\u00fcnen (51,0% bzw. 55,4%). Die Gr\u00fcnen sind die einzige Partei, die in allen Kantonen gleich viele Frauen und M\u00e4nner oder eine Frauenmehrheit auf den Listen haben. Bei der SP und den Gr\u00fcnen waren die Frauen auch bei fr\u00fcheren Wahlen besonders stark vertreten.<\/p>\n<p>\u00dcber dem schweizerischen Durchschnitt von 40,3% liegt der gesamtschweizerische Frauenanteil auch auf den Wahllisten bei der EVP (48%) und der GLP (40,7%). Bei der CVP machen die Kandidatinnen 40% aus.<\/p>\n<p>Unter dem Durchschnitt liegen die Kandidatinnen-Anteile der FDP, der BDP und der SVP. Bei der FDP betr\u00e4gt der Frauenanteil 37,3%% und bei der BDP 31,4%. Auf den Wahllisten der SVP sind weniger als ein Viertel aller Kandidaturen weiblich (22,1%).<\/p>\n<p>Frauenmehrheiten<br \/>\nDie Gr\u00fcnen treten in 13 Kantonen mit einer Frauenmehrheit an und stehen damit an der Spitze. Es folgen die SP und die CVP (8 bzw. 5 Kantone mit Frauenmehrheit auf den Listen). FDP und GLP pr\u00e4sentieren in je einem Kanton eine Frauenmehrheit. F\u00fcr die SVP und die BDP kandidieren in keinem Kanton mehr Frauen als M\u00e4nner.<\/p>\n<p>Kein Kanton mit Frauenmehrheit<br \/>\nTrotz des Rekords: Die Kandidatinnen sind insgesamt in s\u00e4mtlichen Kantonen auf den Wahllisten in der Minderheit. In keinem Kanton kandidieren mehr Frauen als M\u00e4nner.<\/p>\n<p>Zug und Basel-Stadt an der Spitze<br \/>\nBei den Kantonen liegt Zug an der Spitze, wo 37 Frauen und 38 M\u00e4nner kandidieren (49,3%). An zweiter Stelle folgt Basel-Stadt mit 45,9%(62 Frauen, 72 M\u00e4nner). Am geringsten vertreten sind die Frauen auf den Wahllisten in St. Gallen (32,9%) und Schaffhausen (24,1%). (Vgl. Grafik 2). Mit 40,8% ist der Frauenanteil in den deutschsprachigen Kantonen am h\u00f6chsten; in den franz\u00f6sischsprachigen Kantonen betr\u00e4gt er 39,4% und im Tessin 36,2%.<\/p>\n<p>H\u00f6herer Frauenanteil in fast allen Kantonen<br \/>\nIn 19 von 20 Proporzkantonen &#8211; in den sechs Majorzkantonen gibt es keine offiziellen Wahllisten und Kandidaturen &#8211; ist der Frauenanteil bei den Kandidierenden gestiegen; die Ausnahme bildet Schwyz (-1.5 Prozentpunkte). Den gr\u00f6ssten Zuwachs verzeichnen die Kantone Neuenburg, Wallis und Thurgau (+10,4 bis +15,1 Punkte).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Frauendachverb\u00e4nde, die Eidgen\u00f6ssische Kommission f\u00fcr Frauenfragen EKF und Nationalratspr\u00e4sidentin Marina Carobbio rufen die W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler auf, Frauenkandidaturen besonders zu ber\u00fccksichtigen<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":314562,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24006,1140],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-314680","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-lajme-jeta-ne-zvicer-de","category-leben-in-der-schweiz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/314680","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=314680"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/314680\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/314562"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=314680"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=314680"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=314680"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=314680"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=314680"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}