{"id":303025,"date":"2019-08-20T14:51:08","date_gmt":"2019-08-20T12:51:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=303025"},"modified":"2019-08-20T14:51:08","modified_gmt":"2019-08-20T12:51:08","slug":"ungemach-vom-zuercher-migrationsamt-fuer-kosovarische-saengerinnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/ungemach-vom-zuercher-migrationsamt-fuer-kosovarische-saengerinnen\/","title":{"rendered":"Ungemach vom Z\u00fcrcher Migrationsamt f\u00fcr kosovarische S\u00e4ngerinnen"},"content":{"rendered":"<p>Letzten Monat war die kosovarische S\u00e4ngerin Ana Kabashi eingeladen worden, im Klub Rinora 4 in der Schweiz aufzutreten, schreibt albinfo.ch. Trotz der Einladung des bekannten albanischen Klubs konnte Kabashi jedoch nicht kommen, weil ihr Gesuch vom Migrationsamt des Kantons Z\u00fcrich abgelehnt wurde.<\/p>\n<p>Obwohl sie in Kosova und in der Diaspora bekannt ist, vor einigen Jahren sogar den ersten Preis am Festival New Music in Bulgarien gewonnen hatte, gen\u00fcgte das, wie Ana sagt, nicht, um dem Migrationsamt zu \u201ebeweisen\u201c, dass sie S\u00e4ngerin ist.<\/p>\n<p>\u201eWir sind entt\u00e4uscht vom Migrationsamt, das \u201aentscheidet\u2018, wer S\u00e4ngerin ist und wer nicht \u2026 Wir wissen nicht, wer dort sitzt, wer in dieser Sache entscheidet, und was sie f\u00fcr Kriterien anwenden, bei S\u00e4ngern, die \u00fcberall in albanischen Breiten bekannt sind\u201c, \u00e4usserte sich Ana gegen\u00fcber albinfo.ch.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/ana-kabashi-ok.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-299477\" src=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/ana-kabashi-ok.png\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"312\" srcset=\"https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/ana-kabashi-ok.png 812w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/ana-kabashi-ok-300x156.png 300w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/ana-kabashi-ok-768x399.png 768w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/ana-kabashi-ok-587x305.png 587w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/ana-kabashi-ok-180x94.png 180w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/ana-kabashi-ok-265x138.png 265w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wie Kabashi sagt, war einer der Gr\u00fcnde f\u00fcr ihre Zur\u00fcckweisung die \u201eungen\u00fcgende\u201c Zahl von Followern auf ihrem Instagramkonto.<\/p>\n<p>\u201eDer Grund war: Du hast nicht eine Million Followers auf Instagram \u2026 Ich bin in Instagram \u00fcberpr\u00fcft als K\u00fcnstlerin, und mein ganzes Schaffen, meine Karriere befindet sich auf Instagram, Facebook, Youtube, in Interviews, in zahllosen Konzerten, Postern; ich hatte alles, als ich die Dokumente einreichte, doch es reichte ihnen nicht\u201c, sagte Kabashi zu albinfo.ch.<\/p>\n<p>Ana ist auch deshalb entmutigt, weil diese Ablehnung den Beruf, den sie nun seit einigen Jahren aus\u00fcbt, in Frage stelle.<\/p>\n<p>\u201eDas bringt dich irgendwie um deine Tr\u00e4ume, weil sie es dir so verunm\u00f6glichen, die albanischsprachigen L\u00e4nder zu verlassen, und es ist klar, dass danach die kosovarische Jugend keine Lust hat, sich mehr anzustrengen, um aus Kosova auszureisen, mit dieser schlechten Situation betreffend Visa\u201c, sagte die S\u00e4ngerin.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/ana-kabashi-2.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-299474 size-full\" src=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/ana-kabashi-2.png\" alt=\"\" width=\"471\" height=\"522\" srcset=\"https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/ana-kabashi-2.png 471w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/ana-kabashi-2-271x300.png 271w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/ana-kabashi-2-357x396.png 357w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/ana-kabashi-2-110x123.png 110w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/ana-kabashi-2-90x100.png 90w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/ana-kabashi-2-158x175.png 158w\" sizes=\"auto, (max-width: 471px) 100vw, 471px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Obwohl sie vom Kanton Z\u00fcrich eine negative Antwort erhalten hat, hatte sie keine Probleme, in den Kanton Bern zu reisen, um in einem der dortigen Klubs aufzutreten.<\/p>\n<p><strong>Auch das Rinora 4 \u00a0ist von der Ablehnung der Visagesuche der S\u00e4ngerinnen durch das Migrationsamt betroffen<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/rinora-5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-146581\" src=\"https:\/\/www.albinfo.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/rinora-5.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/rinora-5.jpg 5184w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/rinora-5-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/rinora-5-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/rinora-5-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/rinora-5-210x141.jpg 210w, https:\/\/www.albinfo.at\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/rinora-5-587x391.jpg 587w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Zur\u00fcckweisung der S\u00e4ngerinnen bereitet auch den Musikklubbesitzern Sorgen. Shaban Konxheli, Manager im Rinora 4, musste bei einer h\u00f6heren Instanz in Bern Beschwerde einreichen, weil ihm auch das Visum f\u00fcr Burim Kryeziu (DJ Kont) f\u00fcr Auftritte in Z\u00fcrich \u00a0verweigert worden war. Er sagte zu <a href=\"http:\/\/albinfo.ch\/\">albinfo.ch<\/a> , dass ihn die \u201eunbegr\u00fcndete Ablehnung von S\u00e4ngern, die im Rinora 4 auftreten wollen\u201c, getroffen hat.<\/p>\n<p>Laut ihm entstehen, wegen der Beauftragung von Rechtsanw\u00e4lten, hohe Kosten,\u00a0 und zudem leidet darunter auch die gute Reputation, die Rinora 4 in der Schweiz seit Jahren hat.<\/p>\n<p>Konxheli sagt, das Migrationsamt in Z\u00fcrich verweigere DJ\u2019s und S\u00e4ngerinnen mit Namen in der albanischen Musikszene die Einreisevisa ohne jeglichen Grund, wie im Fall von DJ Kont, der von Era Istrefi begleitet wird, einer albanischen S\u00e4ngerin mit internationalem Renommee. Eine Ablehnung mit der Begr\u00fcndung, die S\u00e4ngerinnen seien nicht qualifiziert, sei absurd.<\/p>\n<p>\u201eDJ Kont hatte seit 2011 regelm\u00e4ssig ein Visum f\u00fcr das Rinora 4. Dann wurde ihm 2018 pl\u00f6tzlich das Arbeitsvisum verweigert! So waren wir gezwungen, Anw\u00e4lte zu engagieren, welche in der Schweiz teuer sind, einzig daf\u00fcr, dass in unserem Klub weiterhin einer der besten DJ\u2019s aller L\u00e4nder, wo es Albaner gibt, auftreten kann. Bestimmt wird auch DJ Kont von einem anderen Klub (ausserhalb des Kantons Z\u00fcrich) engagiert werden, so wie sie uns Ana Kabashi genommen haben, die eine der bekanntesten kosovarischen S\u00e4ngerinnen ist\u201c, sagte Konxheli, und zitiert die Begr\u00fcndung der Beamten des Z\u00fcrcher Migrationsamtes, wobei es, laut ihm, dessen Chefin war, die so entschieden hatte.<\/p>\n<p><strong>Migrationsamt \u201ebeurteilt\u201c die S\u00e4nger nach den Klicks auf Youtube<\/strong><\/p>\n<p>Ein \u00e4hnlicher Fall wurde j\u00fcngst zum Thema in Schweizer Medien. Wie die NZZ berichtete, hatte das Migrationsamt des Kantons Z\u00fcrich das Gesuch von Xhevahire Bytyqi abgelehnt, mit der Begr\u00fcndung, sie sei keine gen\u00fcgend qualifizierte S\u00e4ngerin.<\/p>\n<p>Und f\u00fcr die Qualifizierung st\u00fctzten sich die Beamten gem\u00e4ss der NZZ unter anderem auf die Klicks ab, die die S\u00e4ngerin Bytyqi f\u00fcr ihre Lieder bekommt.<\/p>\n<p>\u201eTats\u00e4chlich verlangt die Weisung des Migrationsamtes, dass Musiker aus Drittstaaten, die um eine Kurzaufenthaltsbewilligung in der Schweiz ersuchen, nachweisen m\u00fcssen, dass sie eine musikalische Vorstellung von Qualit\u00e4t auf hohem Niveau bieten werden. Sie m\u00fcssen zwar nicht in den B\u00fcros des Amtes vorsingen, aber einen Nachweis \u00fcber ihre Qualifikationen bringen.\u201c<\/p>\n<p>Obwohl Xhevahire ihnen eine Bescheinigung einer kosovarischen Vereinigung, deren Abteilung f\u00fcr Gesang und Musik sie seit dem Jahr 2000 angeh\u00f6rt, geschickt hatte, gen\u00fcgte das nicht, um sich als S\u00e4ngerin \u201eauszuweisen\u201c.<\/p>\n<p>Verzweifelt ob diesem Entscheid war auch der Besitzer des Lokals, wo Xhevahire h\u00e4tte auftreten sollen. Dieses Vorgehen werde ihm das Gesch\u00e4ft zerst\u00f6ren, da er solche negativen Entscheide auch f\u00fcr andere S\u00e4nger, die das Lokal lebendig erhalten sollten, bekommen hatte.<\/p>\n<p>Dabei gilt es daran zu erinnern, dass die Beh\u00f6rden mit solch hohen Anforderungen in diesem Bereich begonnen hatten, nachdem es einige Male zu Missbr\u00e4uchen gekommen war. Es gab F\u00e4lle, wo dieser Regulierungsbereich mit jenem der Prostitution durcheinandergebracht worden war. Dabei geht es um das sogenannte Kabarettt\u00e4nzerinnenstatut.\u00a0 Dieses Statut wurde vor 25 Jahren eingerichtet, zum Schutz der Frauen in Kontaktbars. Doch mit der Zeit stellte sich heraus, dass das Statut das Gegenteil bewirkte: Es beg\u00fcnstigte die Diskriminierung der Frauen und den Menschenhandel. Aus diesem Grund wurde das Statut 2016 aufgehoben, berichtet albinfo.ch.<\/p>\n<p>Nichtsdestotrotz sind nun S\u00e4ngerinnen aus Kosova und Musikklubbesitzer in der Schweiz die Leidtragenden. Sie sagen, sie seien es m\u00fcde, Beschwerden zu erstellen und sich mit Gerichtsverfahren herumzuschlagen.<\/p>\n<p>Einer von ihnen sagte auch direkt, er werde nach Kosova zur\u00fcckkehren, wegen eben dieser Herausforderungen, berichtet albinfo.ch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letzten Monat war die kosovarische S\u00e4ngerin Ana Kabashi eingeladen worden, im Klub Rinora 4 in der Schweiz aufzutreten, schreibt albinfo.ch. 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