{"id":275070,"date":"2019-05-17T10:00:49","date_gmt":"2019-05-17T08:00:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=275070"},"modified":"2019-05-16T23:37:34","modified_gmt":"2019-05-16T21:37:34","slug":"kern-der-demokratie-ist-die-justiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/kern-der-demokratie-ist-die-justiz\/","title":{"rendered":"Kern der Demokratie ist die Justiz"},"content":{"rendered":"<p>Seit den Philosophen John Locke und Charles-Louis Montesquieu im 17. und 18. Jahrhundert wird die Notion des Staates von der Theorie der Gewaltenteilung zwischen Gesetzgeber, Exekutive und Rechtsprechung inspiriert. Der beste Test f\u00fcr eine Demokratie ist demnach die Frage nach dem Grad der Verwirklichung der Gewaltenteilung, und insbesondere jener der Unabh\u00e4ngigkeit der Rechtsprechung, als Ultima Ratio der politischen Machthaber, die den B\u00fcrgern ein unabh\u00e4ngiges und gerechtes Verfahren garantiert.<\/p>\n<p>Ein Rechtswesen kann zwar auf dem Papier perfekt sein, ist jedoch wertlos, wenn es sich nicht in der t\u00e4glichen Wirklichkeit widerspiegelt. Wir brauchen uns zur Illustration nur anzusehen, was f\u00fcr Folgen die schwache, korrupte und v\u00f6llig unter dem Einfluss der Politik stehende Justiz, der sich die albanische Bev\u00f6lkerung in ihren Herkunftsl\u00e4ndern gegen\u00fcbersieht, f\u00fcr die Zukunft eines Landes bringt. Diese erkl\u00e4ren auch den Verlust des Vertrauens in die Rechtsinstitutionen und die Unabh\u00e4ngigkeit der Gerichte, denn diese stehen im Dienst der Ungerechtigkeit.<\/p>\n<p>So gesehen, also unter dem Aspekt der Unabh\u00e4ngigkeit, ist die Justiz in der Schweiz ein Vorbild und eine Gelegenheit f\u00fcr die albanisch-schweizerische Bev\u00f6lkerung, da hier der Staat f\u00fcr die Rechtsprechung garantiert. Der Starke wie der Schwache, alle sind gleich vor dem Gesetz. Das erkl\u00e4rt auch, weshalb verschiedene moralische Konflikte zwischen den Einzelnen in der Schweiz nicht von diesen selbst oder durch Gewaltakte gel\u00f6st werden, sondern durch juristische Mechanismen, deren Ziel eine unabh\u00e4ngige Rechtsprechung in \u00dcbereinstimmung mit den zahlreichen Grundprinzipien, auf welchen die Rechtsdoktrin aufbaut, ist.<\/p>\n<p>Die vorliegende Nummer der Zeitschrift Albinfo.ch gibt Ihnen einen \u00dcberblick \u00fcber die Ver\u00e4nderungen zwischen den Generationen in der Schweiz. Sie bringt Portr\u00e4ts einer Reihe von albanisch-schweizerischen Berufsleuten aus dem Bereich der Justiz. Innerhalb des eidgen\u00f6ssischen Rechtsstaates entsteht nach und nach eine grosse Berufsgruppe von Rechtsanw\u00e4ltinnen, verschiedenen juristischen Beamten, Beraterinnen, und sogar albanisch-schweizerischen Staatsanw\u00e4lten, ganz zu schweigen von den zahlreichen Jurastudentinnen an den hiesigen Rechtsfakult\u00e4ten.<\/p>\n<p>Das ganze Potenzial dieser Fachleute muss dringend in den Dienst ihrer Landsleute gestellt werden, um sie zu beraten und juristisch zu verteidigen, dies besonders seit den neuesten Ver\u00e4nderungen in heiklen Gebieten wie der Versch\u00e4rfung des Ausl\u00e4ndergesetzes, den \u00c4nderungen betreffend Aufenthaltsbewilligungen in der Schweiz sowie der Einb\u00fcrgerung, die mit dem neuen Gesetz schwieriger geworden ist.<\/p>\n<p>Diese Themen, und ausserdem\u00a0 das Thema \u00a0Familiennachzug mit exklusiven Informationen von der Schweizer Botschaft in Kosova und der kosovarischen in der Schweiz, werden in dieser Ausgabe im Einzelnen untersucht. Im Fokus stehen also die Justiz und die Albaner in der Schweiz, denn wie die alte Redewendung sagt: \u201cBist du ohne Recht, bist du gar nicht.\u201d<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die vorliegende Nummer der Zeitschrift Albinfo.ch gibt Ihnen einen \u00dcberblick \u00fcber die Ver\u00e4nderungen zwischen den Generationen in der Schweiz. 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