{"id":249168,"date":"2019-02-08T12:29:23","date_gmt":"2019-02-08T11:29:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=249168"},"modified":"2019-02-08T12:29:23","modified_gmt":"2019-02-08T11:29:23","slug":"die-ewige-suche-nach-einem-feindbild","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/die-ewige-suche-nach-einem-feindbild\/","title":{"rendered":"Die ewige Suche nach einem Feindbild"},"content":{"rendered":"<p style=\"background: white; margin: 0in 0in 9.0pt 0in;\"><span lang=\"DE-CH\" style=\"font-size: 10.5pt; font-family: Arial; color: #1c1e21;\">Unglaublich! Erst k\u00fcrzlich \u2013 vergangenes Wochenende \u2013 schien die SVP auf vers\u00f6hnlichem Kurs mit vielen <a name=\"_GoBack\"><\/a>Schweizern mit albanischen Wurzeln. In Winterthur luden K<span class=\"textexposedshow\"><span style=\"font-family: Arial;\">antonsrat Claudio Schmid und Nationalrat Alfred Heer zur Weindegustation ein. Heer hat ja in einer Nacht und Nebel-Aktion in einem Z\u00fcrcher Restaurant letzten Herbst die Handelskammer Schweiz-Kosovo gegr\u00fcndet. Seit dem versteht er sich als Albaner-Freund. Aber, die Realit\u00e4t holt jeden ein. Der heute im SVP-Wochenparteiblatt erschienene Artikel zeugt nicht viel von Freundschaft. Er zeugt auch nicht viel von Intelligenz, er zeigt vor allem das rassistische Bild sowohl des Autors als auch der immer mehr radikalisierenden Weltwoche.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"background: white; margin: 0in 0in 9.0pt 0in;\"><span lang=\"DE-CH\" style=\"font-size: 10.5pt; font-family: Arial; color: #1c1e21;\">Und nein, ich bin definitiv nicht der erste, der zum Wort &#8220;Rassismus&#8221; aufgreift. Aber wer folgende S\u00e4tze schreibt: &#8220;Man sieht die beiden mit all den klischierten Insignien, mit denen Albaner sich gerne schm\u00fccken: Knarren, Kohle und \u2019ner coolen Karre.&#8221;, und behauptet er betreibe gesellschaftspolitische Auseinandersetzungen oder musikalische Kritik, der betreibt Etikettenschwindel und bedient sich zweifellos rassistischen Ressentiments. Wenn ein Rapper-Duo aus der Innerschweiz, das zuf\u00e4llig albanische Wurzeln hat und im f\u00fcr diese Szene gewohnten Stil Musik macht, dann hat das keinerlei Referenzauskunft \u00fcber eine gesamte Bev\u00f6lkerungsgruppe in der Schweiz. Das weiss auch der Autor des Artikels, er bezieht sich aber dennoch permanent auf &#8220;Albaner&#8221; wenn er von irgendwelchen Vorlieben von einem Rapper-Duo spricht. Der Artikel hat vor allem ein politisches Ziel, Stimmungsmache in einem Wahlkampf und die ewige Suche nach einem Feindbild. Das Problem scheinen einmal mehr albanischst\u00e4mmige Schweizer zu sein, die haupts\u00e4chlich t\u00e4glich von morgens bis abends zur Arbeit gehen, Steuern zahlen, im Fussballverein Trainer sind oder in verschiedenen Parlamenten und Exekutiv\u00e4mtern in der Schweiz politisieren. Aber, f\u00fcr einen Teil unserer Gesellschaft, bei der dieser Autor dazugeh\u00f6rt, scheint es plausibel zu sein, musikalische Geschmacksverschiedenheiten als Defizite einer ethnischen Bev\u00f6lkerungsgruppe zu attestieren.<\/span><\/p>\n<p style=\"background: white; margin: 0in 0in 9.0pt 0in;\"><span lang=\"DE-CH\" style=\"font-size: 10.5pt; font-family: Arial; color: #1c1e21;\">Der Autor wirft einer ganzen Bev\u00f6lkerungsgruppe vor in einer Welt Abseits der Gesellschaft zu leben, beweist letztendlich aber mit diesem Artikel seinen eigenen Aufenthalt in einer Blase weit weg von der Schweizer Realit\u00e4t im 2019. Es ist besch\u00e4mend und befremdend, wenn ein scheinbar seri\u00f6ses Medium wie die Weltwoche zu derart primitiven Stereotypen und Vorurteilen aufgreift um die gesellschaftspolitische Lage in der Schweiz zu erkl\u00e4ren. Einfach nur pfui!<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unglaublich! Erst k\u00fcrzlich \u2013 vergangenes Wochenende \u2013 schien die SVP auf vers\u00f6hnlichem Kurs mit vielen Schweizern mit albanischen Wurzeln. In Winterthur luden Kantonsrat Claudio Schmid und Nationalrat Alfred Heer zur Weindegustation ein. Heer hat ja in einer Nacht und Nebel-Aktion in einem Z\u00fcrcher Restaurant letzten Herbst die Handelskammer Schweiz-Kosovo gegr\u00fcndet. 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