{"id":236151,"date":"2018-12-12T00:14:33","date_gmt":"2018-12-11T23:14:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.albinfo.ch\/?p=236151"},"modified":"2018-12-12T00:14:33","modified_gmt":"2018-12-11T23:14:33","slug":"ein-schweizer-pass-schuetzt-nicht-vor-rassismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/ein-schweizer-pass-schuetzt-nicht-vor-rassismus\/","title":{"rendered":"Ein Schweizer Pass sch\u00fctzt nicht vor Rassismus"},"content":{"rendered":"<p>Anhand von Beobachtungen von Fachpersonen aus der Praxis, von Vertreterinnen und Vertretern von Minderheiten sowie von Expertinnen und Experten thematisiert das TANGRAM-Bulletin die Vorteile und die Grenzen der Integrationspolitik bei der Bek\u00e4mpfung von Diskriminierungen. Es nennt die Herausforderungen, die es f\u00fcr einen umfassenderen Ansatz im Kampf gegen Rassismus in der Schweiz zu bew\u00e4ltigen gilt.<\/p>\n<p>Mit der Verankerung der Rassismuspr\u00e4vention in den kantonalen Integrationsprogrammen (KIP) konnten bedeutende Fortschritte erzielt werden: Die Kantone und Gemeinden engagieren sich heute aktiv gegen Diskriminierung. Dies war fr\u00fcher nicht unbedingt der Fall, wie kantonale Fachpersonen bezeugen. Zwar sind gut integrierte Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4nder besser gegen Diskriminierung gesch\u00fctzt, Rassismusbek\u00e4mpfung und -pr\u00e4vention d\u00fcrfen sich aber trotzdem nicht nur auf die \u2013 noch so wirksame \u2013 Integrationspolitik beschr\u00e4nken. Wie mehrere Personen in der aktuellen Ausgabe des TANGRAM best\u00e4tigen, k\u00f6nnen auch Schweizer Staatsangeh\u00f6rige und gut integrierte Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4nder Opfer von Rassismus und rassistischer Diskriminierung sein.<\/p>\n<p>Stefan Heinichen berichtet, dass Sinti und Roma von den Beh\u00f6rden, den Politikerinnen und Politikern und der Mehrheitsbev\u00f6lkerung bewusst ausgeschlossen und als \u00abanders\u00bb betrachtet werden. Sabine Simkhovitch-Dreyfus bedauert, dass der Kampf gegen Antisemitismus im Rahmen der Integrationspolitik erfolgt, was \u00abweder mit dem Ph\u00e4nomen des Antisemitismus noch mit dem Zugeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl der J\u00fcdinnen und Juden zur Schweiz zu vereinbaren\u00bb sei.<\/p>\n<p>F\u00fcr Thomas Facchinetti, den ehemaligen kantonalen Delegierten f\u00fcr Ausl\u00e4nderfragen in Neuenburg, \u00abm\u00fcssen die Integrationspolitik und die Bek\u00e4mpfung von Rassismus koh\u00e4rent aufeinander abgestimmt werden. Es ist daher wichtig, dass in den gemeinsamen Integrationsprogrammen von Bund und Kantonen (KIP) auch Ziele gegen Diskriminierung \u2013 und insbesondere gegen rassistische Diskriminierung \u2013 formuliert werden.\u00bb<\/p>\n<p>\u00abBei der Politik zur Bek\u00e4mpfung von Rassismus geht es um mehr als nur die Integration. Stereotype halten sich hartn\u00e4ckig und ohne R\u00fccksicht auf Nationalit\u00e4ten. Aus diesem Grund m\u00fcssen die Instrumente zur Diskriminierungsbek\u00e4mpfung in den Integrationsprogrammen gepflegt und mit den n\u00f6tigen finanziellen Mitteln ausgestattet werden\u00bb, schlussfolgert Martine Brunschwig Graf, Pr\u00e4sidentin der EKR.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Eidgen\u00f6ssische Kommission gegen Rassismus (EKR) widmet die 42. Ausgabe des Bulletins TANGRAM den Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen Integrationsarbeit und Rassismusbek\u00e4mpfung. Beide sind unverzichtbar, erg\u00e4nzen sich und bezwecken im Wesentlichen, allen Menschen das Zusammenleben im Respekt der in unserem Rechtsstaat garantierten Grundrechte zu erm\u00f6glichen. Rassismus betrifft aber nicht nur die Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4nder \u2013 ein dunkelh\u00e4utiger Schweizer, eine muslimische oder j\u00fcdische Schweizerin oder eine jenische Familie k\u00f6nnen rassistischer Aggression und Diskriminierung ausgesetzt sein. Auch bestens integrierte Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4nder k\u00f6nnen Opfer von Rassismus und Diskriminierung werden. Weder eine sehr gute Integration noch die Schweizer Staatsb\u00fcrgerschaft sch\u00fctzen vor Rassismus<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":236149,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1140],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-236151","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-leben-in-der-schweiz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/236151","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=236151"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/236151\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/236149"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=236151"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=236151"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=236151"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=236151"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=236151"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}