{"id":155249,"date":"2017-07-13T16:24:45","date_gmt":"2017-07-13T14:24:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.albinfo.ch\/?p=155249\/"},"modified":"2017-07-19T01:10:05","modified_gmt":"2017-07-18T23:10:05","slug":"nothilfeleistungen-fuer-abgewiesene-asylsuchende-im-jahr-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/nothilfeleistungen-fuer-abgewiesene-asylsuchende-im-jahr-2016\/","title":{"rendered":"Nothilfeleistungen f\u00fcr abgewiesene Asylsuchende im Jahr 2016"},"content":{"rendered":"<p><strong>Im letzten Jahr haben 10 614 Personen Nothilfeleistungen in Form von Obdach, Nahrung, Kleidung und medizinischer Grundversorgung bezogen. Die durchschnittliche Bezugsdauer der Nothilfe betrug 122 Tage. Die Kosten beliefen sich auf 69,5 Millionen Franken. Die Bezugsdauer als auch die Nothilfekosten sind gesamthaft zur\u00fcckgegangen. Der Pilotbetrieb Z\u00fcrich zeigte positive Wirkungen auch in der Nothilfe. Personen, die im Pilotbetrieb ein beschleunigtes Verfahren durchlaufen hatten, bezogen deutlich seltener, daf\u00fcr l\u00e4nger Nothilfe als Personen mit einem Verfahren im Regelbetrieb.<\/strong><\/p>\n<p>Die Behandlungsstrategie des Staatssekretariats f\u00fcr Migration (SEM) besteht darin, voraussichtlich aussichtslose Asylgesuche in erster Priorit\u00e4t rasch und korrekt durchzuf\u00fchren. Diese Praxis zeigt auch im Nothilfebereich Wirkung. Gegen\u00fcber dem Vorjahr kamen weniger Personen aus L\u00e4ndern mit tiefer Schutzquote in die Nothilfe, namentlich aus Nigeria, Marokko, Algerien, Tunesien, Serbien und dem Kosovo. Mehr Beziehende kamen aus Eritrea, Afghanistan und \u00c4thiopien, ein grosser Teil davon nach einem Nichteintretensentscheid im Rahmen des Dublin-Verfahrens.<\/p>\n<h3>Tiefere Nothilfekosten<\/h3>\n<p>Der Bund richtet den Kantonen f\u00fcr die Nothilfekosten seit 2008 pro rechtskr\u00e4ftigen Entscheid mit Ausreisefrist eine einmalige Pauschale von rund 6100 Franken aus. Diese Pauschale soll die Kosten decken, bis die Personen aus der Schweiz ausreisen. 2016 f\u00e4llten die zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden mehr rechtskr\u00e4ftige Entscheide als im Vorjahr. Dementsprechend stiegen die Abgeltungen des Bundes im Bereich Nothilfe um 18\u00a0% auf rund 69,1\u00a0Mio. Franken. Gleichzeitig sind die Nothilfekosten in den Kantonen gegen\u00fcber dem Jahr 2015 um 1,1\u00a0% auf 69,5\u00a0Mio. Franken gesunken. Grund daf\u00fcr war die h\u00f6here Anzahl von Dublin-Entscheiden.<\/p>\n<p>Insgesamt wendeten die Kantone vom 1.\u00a0Januar 2008 bis Ende 2016 506\u00a0Mio. Franken f\u00fcr Nothilfeleistungen auf. Vom Bund wurden sie f\u00fcr diese Aufgabe mit total 561\u00a0Mio. Franken abgegolten. Per Saldo \u00fcbersteigen somit die Abgeltungen an die Kantone die Kosten um 55\u00a0Mio. Franken. Mit diesen Reserven sind k\u00fcnftige Nothilfeleistungen zu decken, welche Personen verursachen werden, deren Entscheid in den Jahren 2008\u20132016 rechtskr\u00e4ftig wurde.<\/p>\n<h3>Pilotbetrieb Z\u00fcrich: Auswirkungen auf die Nothilfe<\/h3>\n<p>Der Pilotbetrieb Z\u00fcrich hat sich positiv auf den Nothilfebezug ausgewirkt. Personen, die seit Januar 2014 im Pilotbetrieb ein beschleunigtes Verfahren durchlaufen haben, beziehen deutlich seltener, daf\u00fcr l\u00e4nger Nothilfe als Personen mit einem Verfahren im Regelbetrieb.<\/p>\n<p>Zwischen 2014 und Ende 2016 haben 11 Prozent aller ausreisepflichtigen Personen aus dem Pilotbetrieb im Durchschnitt 77 Tage Nothilfe beansprucht. Im Regelbetrieb bezogen im gleichen Zeitraum 41\u00a0% aller Personen mit einem rechtskr\u00e4ftigen Entscheid Nothilfe, und dies w\u00e4hrend durchschnittlich 56 Tagen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im letzten Jahr haben 10 614 Personen Nothilfeleistungen in Form von Obdach, Nahrung, Kleidung und medizinischer Grundversorgung bezogen. Die durchschnittliche Bezugsdauer der Nothilfe betrug 122 Tage. Die Kosten beliefen sich auf 69,5 Millionen Franken. Die Bezugsdauer als auch die Nothilfekosten sind gesamthaft zur\u00fcckgegangen. Der Pilotbetrieb Z\u00fcrich zeigte positive Wirkungen auch in der Nothilfe. 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