{"id":153840,"date":"2017-06-27T14:23:58","date_gmt":"2017-06-27T12:23:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.albinfo.ch\/?p=153840\/"},"modified":"2017-06-29T00:37:12","modified_gmt":"2017-06-28T22:37:12","slug":"notfallplanung-asyl-moegliche-nutzung-militaerischer-hallen-in-thun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/notfallplanung-asyl-moegliche-nutzung-militaerischer-hallen-in-thun\/","title":{"rendered":"Notfallplanung Asyl: M\u00f6gliche Nutzung milit\u00e4rischer Hallen in Thun"},"content":{"rendered":"<h1><\/h1>\n<p>Im Rahmen der Notfallplanung Asyl muss der Bund f\u00fcr den Fall eines raschen, starken Anstiegs von Asylgesuchen 3000 zus\u00e4tzliche Unterbringungspl\u00e4tze bereitstellen. Nach Art.\u00a026a des Asylgesetzes k\u00f6nnen Anlagen und Bauten des Bundes f\u00fcr maximal drei Jahre ohne kantonale oder kommunale Bewilligungen zur Unterbringung von Asylsuchenden genutzt werden.<\/p>\n<p>Das Staatssekretariat f\u00fcr Migration (SEM) und das Eidgen\u00f6ssische Departement f\u00fcr Verteidigung, Bev\u00f6lkerungsschutz und Sport (VBS) sehen nun vor, in einer allf\u00e4lligen Notlage im Asylbereich die Hallen A, B, C und D auf dem Waffenplatz in Thun kurzfristig zu beziehen und als tempor\u00e4re Asylunterkunft f\u00fcr maximal 1200 Personen zu nutzen. Die Hallen in Thun w\u00fcrden erst in dritter Priorit\u00e4t genutzt, das f\u00fcr die Inbetriebnahme der Hallen relevante Szenario setzt voraus, dass innert drei Tagen 30\u00a0000 irregul\u00e4re Grenz\u00fcbertritte in die Schweiz erfolgen. Die tempor\u00e4ren Standorte der 1. und der 2. Priorit\u00e4t befinden sich in anderen Kantonen.<\/p>\n<p>Die Vorarbeiten f\u00fcr eine allf\u00e4llige Nutzung der Milit\u00e4rhallen wurden bereits get\u00e4tigt, der milit\u00e4rische Betrieb wird deshalb nicht beeinflusst. Die zivile Nutzung der Milit\u00e4rhallen soll dem SEM w\u00e4hrend maximal drei Jahren offenstehen. W\u00e4hrend dieser Zeit w\u00fcrde dem Kanton Bern die Zahl der genutzten Unterbringungspl\u00e4tze an den Schl\u00fcssel f\u00fcr die Verteilung von Asylsuchenden angerechnet. Das bedeutet, dass dem Kanton bei voller Nutzung pro Jahr 1200 Asylsuchende weniger ab den Empfangs- und Verfahrenszentren des Bundes zugewiesen w\u00fcrden.<\/p>\n<h3><strong>Notfallplanung von Bund, Kantonen, St\u00e4dten und Gemeinden<\/strong><\/h3>\n<p>Der Anteil der Schweiz an allen Asylgesuchen in Europa ist derzeit relativ tief und die Zahl der Asylgesuche ist im laufenden Jahr gegen\u00fcber 2015 und 2016 deutlich gesunken. Allerdings ist die Entwicklung in den Konfliktregionen und entlang der Migrationsrouten weiterhin schwierig einzusch\u00e4tzen. Das SEM bereitet sich deshalb gem\u00e4ss den Eckwerten der Notfallplanung, die von Bund, Kantonen sowie St\u00e4dte- und Gemeindeverband am 14. April 2016 verabschiedet wurden, auf eine Erh\u00f6hung seiner Kapazit\u00e4t zur Unterbringung von Asylsuchenden vor.<\/p>\n<p>Der Bund hat sich verpflichtet, bis zu 9000 Unterbringungspl\u00e4tze bereitzustellen. So soll sichergestellt werden, dass auch bei einem raschen, starken Anstieg der Asylgesuche alle Asylsuchenden registriert, \u00fcberpr\u00fcft, betreut und untergebracht werden k\u00f6nnen. Das SEM sucht deshalb zus\u00e4tzlich zu den rund 5000 st\u00e4ndigen Pl\u00e4tzen in Bundesasylzentren und den bis zu 1000 Pl\u00e4tzen in Anlaufstellen rund 3000 weitere, tempor\u00e4re Pl\u00e4tze. Zu diesem Zweck evaluiert das SEM in Zusammenarbeit mit dem VBS und verschiedenen Kantonen und Gemeinden Geb\u00e4ude, die bei einer Notlage im Asylbereich belegt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obwohl die Zahl der Asylgesuche zur Zeit tiefer als in den Vorjahren ist, m\u00fcssen sich die Schweizer Beh\u00f6rden auf die M\u00f6glichkeit eines Anstiegs vorbereiten. Das Staatssekretariat f\u00fcr Migration (SEM) erh\u00f6ht deshalb im Zuge der gemeinsamen Notfallplanung Asyl von Bund, Kantonen, St\u00e4dte- und Gemeindeverband seine tempor\u00e4re Unterbringungskapazit\u00e4t. Dabei ist vorgesehen, dass in den Milit\u00e4rhallen A, B, C und D auf dem Waffenplatz Thun im Falle einer raschen, starken Zunahme von irregul\u00e4ren Grenz\u00fcbertritten maximal 1200 Asylsuchende untergebracht werden k\u00f6nnen. Das SEM hat mit der Stadt Thun und dem Kanton Bern eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1188,1140],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-153840","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-shkurt-ch-de","category-leben-in-der-schweiz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/153840","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=153840"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/153840\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=153840"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=153840"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=153840"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=153840"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=153840"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}