{"id":153114,"date":"2017-06-19T16:26:36","date_gmt":"2017-06-19T14:26:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.albinfo.ch\/?p=153114\/"},"modified":"2017-06-19T16:27:52","modified_gmt":"2017-06-19T14:27:52","slug":"schweizer-erweiterungsbeitrag-zehn-laenderprogramme-in-mittel-und-osteuropa-erfolgreich-abgeschlossen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/schweizer-erweiterungsbeitrag-zehn-laenderprogramme-in-mittel-und-osteuropa-erfolgreich-abgeschlossen\/","title":{"rendered":"Schweizer Erweiterungsbeitrag: Zehn L\u00e4nderprogramme in Mittel- und Osteuropa erfolgreich abgeschlossen"},"content":{"rendered":"<p>\u00abDas Engagement der Schweiz ist Ausdruck von Solidarit\u00e4t und der Anerkennung der EU-Erweiterung als wichtigen Schritt zu mehr Wohlstand, Stabilit\u00e4t und Demokratie in Europa\u00bb, sagt Botschafterin Elisabeth von Capeller, Vizedirektorin der Direktion f\u00fcr Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA und Leiterin des Direktionsbereichs Ostzusammenarbeit. Mit dem Erweiterungsbeitrag f\u00f6rderte die Schweiz Projekte in Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern. Nach zehn Jahren intensiver Zusammenarbeit mit diesen L\u00e4ndern ziehen die DEZA und das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft SECO als zust\u00e4ndige Bundes\u00e4mter eine positive Bilanz. \u00abIn aller Regel wurden die urspr\u00fcnglich definierten Projektziele erreicht und in vielen Projekten sogar \u00fcbertroffen\u00bb, erkl\u00e4rt Botschafter Raymund Furrer, Leiter des Bereichs Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im SECO.<\/p>\n<p>Die Schweiz hatte sich in einer Volksabstimmung 2006 entschlossen, einen Beitrag an die zehn L\u00e4nder zu leisten. Sie vereinbarte jedes der 210 Projekte bilateral mit dem jeweiligen Partnerstaat und \u00fcbernahm in der Regel 85% der Projektkosten \u2013 der Rest wurde von den\u00a0 Partnerstaaten finanziert. Jedes der genehmigten Projekte verfolgte eines der f\u00fcnf von der Schweiz festgelegten Ziele zum Abbau der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten innerhalb der erweiterten EU: Umweltschutz (39% der eingesetzten Mittel), Wirtschaftswachstum und bessere Arbeitsbedingungen (27%), Erh\u00f6hung der sozialen Sicherheit (16%), Verbesserung der \u00f6ffentlichen Sicherheit (9%), St\u00e4rkung der Zivilgesellschaft sowie F\u00f6rderung von Partnerschaften zwischen Schweizer und lokalen Institutionen (7%).<\/p>\n<p><strong>Nutzen f\u00fcr breite Bev\u00f6lkerungskreise in den Partnerl\u00e4ndern<\/strong><\/p>\n<p>Die von der Schweiz unterst\u00fctzten Projekte kommen breiten Bev\u00f6lkerungskreisen zugute. So konnten beispielsweise die Treibhausgasemissionen mit Investitionen in die Energieeffizienz und erneuerbare Energien in Estland, Litauen, Polen, Slowenien und Ungarn um sch\u00e4tzungsweise rund 100\u2018000 Tonnen CO2 pro Jahr reduziert werden. In Polen und Tschechien investierte die Schweiz in den Ausbau des \u00f6ffentlichen Verkehrs. In Lettland, Polen, Tschechien und Ungarn wurden Unternehmen mit Mikrokrediten, Risikokapital und Garantien f\u00fcr Investitionskredite unterst\u00fctzt, wodurch mehrere tausend Arbeitspl\u00e4tze geschaffen werden konnten. In Litauen wurden dank besserer Weiterbildung des Gesundheitspersonals sowie der Modernisierung veralteter Spitalinfrastrukturen die Rahmenbedingungen f\u00fcr geb\u00e4rende Frauen und S\u00e4uglinge verbessert, wodurch die S\u00e4uglingssterblichkeitsrate um rund 80% gesenkt werden konnte. In Polen konnte die Anzahl der Verkehrstoten seit 2012 um rund 17% gesenkt werden \u2013 nicht zuletzt dank besserer Polizeiausbildung und verkehrsberuhigender Massnahmen. Schliesslich wurden in allen L\u00e4ndern ausser Malta Fonds eingerichtet, um \u00f6rtliche Nichtregierungsorganisationen bei der Umsetzung ihrer Anliegen zu unterst\u00fctzen, wobei der Fokus auf dem sozialen Bereich und auf dem Umweltschutz lag.<\/p>\n<p><strong>Auch die Schweiz profitiert<\/strong><\/p>\n<p>Auch die Schweiz profitierte vom Erweiterungsbeitrag. So konnte sie ihre bilateralen Beziehungen zur EU und den beteiligten EU-Mitgliedstaaten in mehrfacher Hinsicht\u00a0 verst\u00e4rken. Der Beitrag schuf zum Beispiel Chancen f\u00fcr die Schweizer Wirtschaft: Rund zehn Prozent der gesprochenen Beitr\u00e4ge kamen den im Programm involvierten Schweizer Unternehmen, Verb\u00e4nden und Universit\u00e4ten f\u00fcr ihre erbrachten Leistungen in den Partnerl\u00e4ndern zugute. Der Erweiterungsbeitrag st\u00e4rkte ferner die Forschungszusammenarbeit und f\u00f6rderte Partnerschaften sowie den Erfahrungsaustausch zwischen der Schweiz und den Partnerstaaten. In Polen, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn wurden sogenannte Partnerschaftsfonds eingerichtet. Diese\u00a0 finanzierten mit insgesamt rund 16 Millionen Franken fast 200 Kleinprojekte, die jeweils gemeinsam von einer Schweizer Organisation und einer Organisation aus den Partnerl\u00e4ndern umgesetzt wurden. Schliesslich brachten zahlreiche Projekte des Erweiterungsbeitrags auch unmittelbar einen Nutzen f\u00fcr die Schweiz \u2013 etwa die Projekte zum Schutz der Schengen-Aussengrenzen oder zur Reduktion von Treibhausgasemissionen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 14. Juni 2017 ist die zehnj\u00e4hrige Umsetzungsfrist des Schweizer Erweiterungsbeitrags an die zehn L\u00e4nder in Mittel- und Osteuropa abgelaufen, die der EU im Jahr 2004 beigetreten sind. Insgesamt hat die Schweiz mit dem vom Parlament bewilligten Beitrag von einer Milliarde Franken 210 Projekte umgesetzt. Damit leistete sie einen solidarischen Beitrag zum Abbau von wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten innerhalb der EU, der breiten Bev\u00f6lkerungskreisen zugutekommt. Zugleich konnte die Schweiz dank dem Erweiterungsbeitrag ihre Beziehungen zu den neuen EU-Mitgliedstaaten in verschiedener Hinsicht festigen \u2013 auch im wirtschaftlichen Bereich<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1188,1140],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-153114","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-shkurt-ch-de","category-leben-in-der-schweiz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/153114","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=153114"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/153114\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=153114"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=153114"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=153114"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=153114"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=153114"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}