{"id":119640,"date":"2016-07-12T19:11:23","date_gmt":"2016-07-12T17:11:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.albinfo.ch\/de\/?p=119640"},"modified":"2016-07-12T19:03:19","modified_gmt":"2016-07-12T17:03:19","slug":"6-mije-azilante-ne-tremujorin-e-dyte-ne-zvicer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/6-mije-azilante-ne-tremujorin-e-dyte-ne-zvicer\/","title":{"rendered":"5962 Asylgesuche im zweiten Quartal in der Schweiz"},"content":{"rendered":"<p class=\"webLead\">Im zweiten Quartal 2016 wurden 5962 Asylgesuche gestellt, gut einen Viertel weniger als im ersten Quartal 2016.<\/p>\n<p class=\"webLead\">Vergleicht man das zweite Quartal 2016 mit demselben Vorjahresquartal, zeigt sich eine Abnahme von knapp 20 Prozent (\u20131422 Gesuche). Im Juni 2016 wurden 2329 Asylgesuche registriert, etwa einen Viertel mehr als im Mai. Dies sind knapp 40 Prozent weniger als im Vorjahresmonat (Juni 2015: 3805 Gesuche). Die wichtigsten Herkunftsl\u00e4nder von Asylsuchenden waren Eritrea, Somalia und Syrien.<\/p>\n<div id=\"xmlWrapper\">\n<p>Die Entwicklung in den Konfliktregionen bleibt unsicher und die Migrationslage sehr volatil und schwer voraussehbar. Eine Prognose f\u00fcr das Jahr 2016 kann aufgrund von kaum beeinflussbaren Faktoren entlang der Migrationsrouten nicht erstellt werden. Bund und Kantone m\u00fcssen somit in Betracht ziehen, dass es im weiteren Verlauf des Jahres eine erneute Zunahme der Asylgesuchseing\u00e4nge geben k\u00f6nnte. In den ersten sechs Monaten 2016 wurden insgesamt 14\u00a0277 Asylgesuche gestellt. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 ist dies eine Zunahme von etwa 20\u00a0Prozent.<\/p>\n<p>Die wichtigsten Herkunftsl\u00e4nder von Asylsuchenden im Juni waren Eritrea mit 512\u00a0Gesuchen (+218 gegen\u00fcber Mai), Somalia mit 255\u00a0Gesuchen (+20), Syrien mit 149\u00a0Gesuchen (+49), Nigeria mit 133\u00a0Gesuchen (+17), \u00c4thiopien mit 132\u00a0Gesuchen (+24) und Sri Lanka mit 129\u00a0Gesuchen (+14).<\/p>\n<p>Das Staatssekretariat f\u00fcr Migration erledigte im Juni 2728 Asylgesuche in erster Instanz. Dabei wurden 585 Nichteintretensentscheide auf Grundlage des Dublin-Abkommens gef\u00e4llt, 549 Personen erhielten Asyl und 588 Personen wurden vorl\u00e4ufig aufgenommen. Die Zahl der erstinstanzlich h\u00e4ngigen F\u00e4lle ging im Vergleich zum Vormonat um 254\u00a0zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Im Juni sind 778 Personen aus der Schweiz ausgereist oder wurden r\u00fcckgef\u00fchrt. Die Schweiz hat bei 1193 Personen einen anderen Dublin-Staat um \u00dcbernahme angefragt, 300 Personen konnten in den zust\u00e4ndigen Dublin-Staat \u00fcberf\u00fchrt werden. Gleichzeitig wurde die Schweiz von anderen Dublin-Staaten um \u00dcbernahme von 338 Personen ersucht, 33 Personen wurden der Schweiz \u00fcberstellt.<b><\/b><\/p>\n<h3>Resettlement- und Relocation-Programm<\/h3>\n<p>Im zweiten Quartal sind 231 Fl\u00fcchtlinge im Rahmen des Resettlement-Programms des UNO-Hochkommissariats f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge in die Schweiz gekommen. Diese Gruppe umfasst 207 syrische Fl\u00fcchtlinge aus dem Libanon sowie 24 Iraker und irakische Pal\u00e4stinenser, die in Syrien stark gef\u00e4hrdet waren. Ausserdem sind im Mai die ersten 34 Schutzsuchenden im Rahmen des Relocation-Programms der Europ\u00e4ischen Union aus Italien in der Schweiz eingetroffen.<\/p>\n<h3>Neues Monitoring Wegweisungsvollzug im Asylbereich<\/h3>\n<p>Die Asylstatistik zum zweiten Quartal 2016 enth\u00e4lt erstmals das Monitoring Wegweisungsvollzug im Asylbereich. Dieses Monitoring gibt unter anderem Auskunft \u00fcber den prozentualen Anteil der Vollzugsf\u00e4lle nach Kanton sowie die Entwicklung der Vollzugsf\u00e4lle nach Herkunftsstaat. Das Monitoring soll beim Wegweisungsvollzug Transparenz schaffen. Dies entspricht einem neuen Gesetzesartikel (Art.\u00a046 Abs.\u00a03 nAsylG), der im Rahmen der Umsetzung der Asylgesetzrevision zur Beschleunigung der Asylverfahren in Kraft treten wird. Das Monitoring erscheint bis zur Einf\u00fchrung der neuen Informatikapplikation eRetour einmal j\u00e4hrlich.<\/p>\n<h3>Weitere Vorbereitungsarbeiten im Rahmen der Notfallplanung werden umgesetzt<\/h3>\n<p>Bund, Kantone, St\u00e4dte und Gemeinden haben sich auf eine m\u00f6gliche erneute Zunahme der Asylgesuchseing\u00e4nge im weiteren Verlauf des Jahres vorbereitet und im April die Eckwerte der Notfallplanung im Asylbereich festgelegt. Im Rahmen dieser gemeinsamen Notfallplanung werden schweizweit an strategischen Orten in Grenzn\u00e4he Anlaufstellen geschaffen. Diese werden f\u00fcr die Bew\u00e4ltigung der aktuellen Situation nicht ben\u00f6tigt. Sie werden jedoch bereitgehalten f\u00fcr den Fall eines aussergew\u00f6hnlich hohen Zustroms von Asylsuchenden. Dann sind sie n\u00f6tig, um zu gew\u00e4hrleisten, dass alle asylsuchenden Personen in der Schweiz registriert und einer Sicherheits- und Gesundheitskontrolle unterzogen werden. Falls eine solche Anlage in Betrieb k\u00e4me, w\u00fcrden sich die Asylsuchenden bis zu 36 Stunden dort aufhalten.<\/p>\n<p>Eine dieser Anlaufstellen wird nun im Kanton Schaffhausen f\u00fcr eine allf\u00e4llige Notlage bereitgehalten. Der Kanton Schaffhausen stellt dem Bund hierf\u00fcr zwei Zivilschutzanlagen zur Verf\u00fcgung, der Schutzraum Dreifachhalle in Schaffhausen sowie die Zivilschutzanlage Zelg in Beringen. Das SEM mietet die beiden Anlagen f\u00fcr die Dauer vom 1.\u00a0Juli 2016 bis zum 30.\u00a0Juni 2017.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.news.admin.ch\/message\/index.html?lang=de&amp;msg-id=62639\">news.admin.ch<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im zweiten Quartal 2016 wurden 5962 Asylgesuche gestellt, gut einen Viertel weniger als im ersten Quartal 2016. Vergleicht man das zweite Quartal 2016 mit demselben Vorjahresquartal, zeigt sich eine Abnahme von knapp 20 Prozent (\u20131422 Gesuche). 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