{"id":116910,"date":"2016-06-15T12:08:22","date_gmt":"2016-06-15T10:08:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.albinfo.ch\/de\/?p=116910"},"modified":"2016-06-15T12:09:31","modified_gmt":"2016-06-15T10:09:31","slug":"ekr-schule-und-rassismuspraevention-die-schweiz-kann-mehr-tun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/ekr-schule-und-rassismuspraevention-die-schweiz-kann-mehr-tun\/","title":{"rendered":"EKR &#8211; Schule und Rassismuspr\u00e4vention: Die Schweiz kann mehr tun"},"content":{"rendered":"<p>Hat die antirassistische Erziehung offiziell ihren Platz im Lehrplan der Schweizer Schulen? Ist sie Teil der Ausbildung der Lehrpersonen und der Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter? Wie steht es mit den Unterrichtsmaterialien und deren praktischen Nutzung? Wird den Kenntnissen \u00fcber die Minderheiten in der Schweiz besondere Beachtung geschenkt? K\u00f6nnen auch Kinder rassistisch sein? Das Bulletin der EKR liefert Antworten auf diese Fragen und vermittelt einen \u00dcberblick \u00fcber die F\u00f6rderung der Rassismuspr\u00e4vention im Bildungsbereich.<br \/>\nErste Feststellung: Im Vergleich zu den L\u00e4ndern der Europ\u00e4ischen Union weist die Schweiz hier einen R\u00fcckstand auf. Wie mehrere zur Stellungnahme eingeladene Autorinnen und Autoren darlegen, tut sich die Schweiz schwer, die antirassistische Erziehung nachhaltig und offiziell in den Lehrpl\u00e4nen der obligatorischen Schule zu verankern.<br \/>\nZweite Feststellung: Zwar erm\u00f6glichen die Ausbildungsg\u00e4nge der Lehrpersonen die Thematisierung des Rassismus, allerdings nur im gr\u00f6sseren Kontext der kulturellen Vielfalt und Toleranz und ohne direkte Konfrontation oder kritische Auseinandersetzung mit den Aspekten der Ablehnung und der rassistischen Verhaltensweisen. Bei der Ausbildung der k\u00fcnftigen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter hebt sich die Hochschule Luzern ab. Sie bietet ab Herbst 2016 das Modul \u00abAusgrenzung, Rassismus und Rechtsextremismus\u00bb in ihrem Studienplan an.<br \/>\nDritte Feststellung: Zwar ist die Rassismuspr\u00e4vention keine Pflicht im \u00f6ffentlichen Unterricht, sie gewinnt aber in den Schulen dennoch an Bedeutung. Dies ist insbesondere dem Einbezug von Organisationen wie der Fachstelle f\u00fcr Rassismusbek\u00e4mpfung und verschiedener Stiftungen zu verdanken, die Projekte zur Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen unterst\u00fctzen. So stellt Doris Frei vom Marie Meierhofer Institut f\u00fcr das Kind Folgendes fest: \u00abMacht ein Kind schon in jungen Jahren positive Erfahrungen mit Vielfalt, lernt es, diese als selbstverst\u00e4ndlich und bereichernd zu erleben und einen empathischen Umgang mit andern Menschen zu pflegen\u00bb.<br \/>\nVierte Feststellung: Kantone und Gemeinden m\u00fcssen an ihren Schulen die Aufnahme einer steigenden Zahl von Kindern mit Migrationshintergrund bew\u00e4ltigen. Dies ist auch der Fall der Stadt Freiburg, deren Modell zur erleichterten Integration dieser Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in einem Sonderdossier des TANGRAM vorgestellt wird.<br \/>\nRassismusbek\u00e4mpfung in den Schulen ist heute n\u00f6tiger denn je. Die Lekt\u00fcre dieser TANGRAM-Ausgabe bietet Gelegenheit, vielf\u00e4ltige Ans\u00e4tze und bew\u00e4hrte Praktiken kennenzulernen und sich zu fragen, warum Rassismus und Rassendiskriminierung nur ungern beim Namen genannt werden. Denn mit der Konfrontation der Kinder und Jugendlichen mit Vorurteilen und der Aufforderung zur Auseinandersetzung mit ihren eigenen Klischees und den m\u00f6glicherweise damit einhergehenden rassistischen und fremdenfeindlichen Verhaltensweisen k\u00f6nnen Rassismus und Antisemitismus an der Wurzel bek\u00e4mpft werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Eidgen\u00f6ssische Kommission gegen Rassismus EKR publiziert ihr TANGRAM Bulletin Nr. 37 zum Thema Rassismuspr\u00e4vention in den Schweizer Schulen mit einer Bestandsaufnahme der antirassistischen P\u00e4dagogik in der Schweiz, der Ausbildung der Lehrpersonen und der bestehenden Unterrichtsmaterialien. Zu Wort kommen auch Fachpersonen und Bildungsexpertinnen und -experten, die aus der Praxis und \u00fcber konkrete F\u00e4lle berichten.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1188,1140],"tags":[],"vendi":[],"content_country":[],"class_list":["post-116910","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-shkurt-ch-de","category-leben-in-der-schweiz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116910","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=116910"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116910\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=116910"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=116910"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=116910"},{"taxonomy":"vendi","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/vendi?post=116910"},{"taxonomy":"content_country","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albinfo.at\/de\/wp-json\/wp\/v2\/content_country?post=116910"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}